Dominic Thiem verpasst 6. ATP-Titel

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Dominic Thiem verliert das Finale des ATP-250-Turniers in München mit 6:7(7), 6:4, 6:7(4) gegen Lokalmatador Philipp Kohlschreiber (GER/4).

Der an Nummer drei gesetzte Niederösterreicher kämpft sich im ersten und dritten Satz jeweils eindrucksvoll zurück, wehrt Satz- und Matchbälle ab, geht nach 2:32 Stunden aber als Verlierer vom Platz.

Damit verpasst der 22-jährige Niederösterreicher seinen sechsten ATP-Titel. Es ist erst seine zweite Finalniederlage (Kitzbühel 2014).

Break-Festival

Der erste Satz beginnt für den Niederösterreicher denkbar schlecht, er verliert seinen Aufschlag zum 1:2. Zwar schafft der 22-Jährige sofort das Re-Break, kassiert aber im Game darauf bereits das zweite Break. Kohlschreiber schlägt in Folge bei 5:4 auf den Satzgewinn auf, vergibt dabei jedoch drei Satzbälle und kassiert das 5:5.

Doch Thiem zeigt erneut Nerven und gibt sein Service ab. Sein deutscher Rivale kann dies erneut nicht nutzen, vergibt bei eigenem Aufschlag weitere Breakbälle und kann den Sack nicht zumachen. Im Tie-Break sieht es zunächt gut für Thiem aus, Kohlschreiber kämpft sich aber zurück und gewinnt den Durchgang mit seinem insgesamt 8. Satzball.

Thiem Kohlschreiber
Asse 8 4
Doppelfehler 3 0
Erster Aufschlag 69% 69%
Erster Aufschlag gewonnen 55/87 (63%) 50/76 (65%)
Zweiter Aufschlag gewonnen 18/39 (46%) 18/33 (54%)
Breakbälle 5/7 (71%) 4/10 (40%)
Punkte insgesamt 114 121

Im zweiten Durchgang agiert Thiem souveräner, schafft ein Break und spielt den Satz sicher nach Hause.

Matchbälle abgewehrt

Im Entscheidungs-Durchgang agieren beide Spieler zunächst souverän bei eigenem Aufschlag, ehe Thiem fahrlässig agiert. Beim Stand von 2:3 kassiert er ein Break. Doch Kohlschreiber schafft es wie schon im ersten Satz nicht, den Sack zuzumachen. Der Deutsche serviert bei 5:3 auf den Sieg, Thiem schafft aber das Re-Break.

Der Lichtenwörther wehrt beim Stand von 4:5 aus seiner Sicht zwei Matchbälle ab und zieht wieder gleich. Im Tie-Break leistet er sich einige Fehler und geht nach über zweieinhalb Stunden als Verlierer vom Court.

Revanche nicht geglückt

Damit verpasst Thiem die Revanche für die Niederlage im bisher einzigen Duell der beiden Spieler. Im Vorjahr setzte sich Kohlschreiber im Semifinale von Kitzbühel mit 6:0, 7:6(6) durch und machte so den Traum des Niederösterreichs von der "Gams" zunichte.

In der Weltrangliste wird voraussichtlich einen Platz gutmachen und sich wieder auf Rang 14 schieben. Auf Platz elf (Marin Cilic/CRO) fehlen Österreichs Aushängeschild nur noch 200 Punkte, auf die Top 10 sind es 260 Zähler.

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