Thiem scheitert in Cincinnati an Raonic

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Dominic Thiems Comeback auf der ATP-Tour endet beim mit 5 Mio. Dollar dotierten Masters-1000-Turniers am Freitag im Viertelfinale.

Der als Nummer acht gesetzte Niederösterreicher muss sich dem an Nummer vier gereihten Kanadier Milos Raonic nach 1:09 Stunden mit 3:6 und 4:6 geschlagen geben. Der Favorit ist bei eigenem Aufschlag unantastbar (29/31 Punkte bei 1., 11/17 bei 2. Service).

Weiters im Halbfinale steht Grigor Dimitrov (BUL), der Steve Johnson (USA) mit 7:6 (8) und 6:2 besiegt.

Nächster Gegner des Bulgaren ist Marin Cilic (CRO-12), der nach dem Gewinn des ersten Satzes (6:2) von der Aufgabe seines Landsmanns Borna Coric profitiert.

"Keine Chance"

Thiem war nach einem Freilos, einem Sieg über John Millman (AUS) und dem Nicht-Antreten des Verletzten Gael Monfils (FRA) auch etwas glücklich in die Runde der letzten acht gekommen.

Mit 180 gewonnenen Punkten und 104.740 US-Dollar (brutto) Preisgeld bilanziert Thiem seine Generalprobe für die US Open, die am Montag in einer Woche beginnen.

"Raonic hat mir heute keine Chance gelassen. Es war sehr schwer natürlich. Es ist ein extrem schneller Belag und er hat sehr gut serviert", resümierte Thiem, der nach seiner verletzungsbedingten Auszeit von Cincinnati eigentlich nichts erwartet hatte.

"Viertelfinale war eh schon super. Natürlich auch mit viel Glück, weil Monfils gestern w.o. gegeben hat. Andernfalls wäre es schon gestern äußerst schwierig gewesen", gestand der Weltranglisten-Neunte.

Zwei Breaks reichten

Thiem stand zum dritten Mal nach Miami 2015 und Rom in diesem Jahr im Viertelfinale der zweithöchsten Turnierkategorie. Vom ersten Halbfinale der 1000er-Serie war der Lichtenwörther am Freitag aber doch weit entfernt, zu überlegen agierte Raonic vor allem mit dem Aufschlag.

Davon zeugen nicht nur 17 Asse, sondern 29 von 31 Punkten, die der Kanadier mit dem ersten Service gewann. So reichten Breaks zum 4:2 bzw. zum 4:3 in den beiden Sätzen für einen sicheren Sieg des Weltranglisten-Sechsten, dessen Service auf dem schnellen Belag in Ohio eine schwer zu neutralisierende Waffe ist.

"Er ist sicher einer von den drei besten Aufschlägern der Welt, aber es hat auch bei mir einiges gefehlt, wie Reaktion und Explosivität bei der Beinarbeit, was natürlich den Return besser machen würde", analysierte der French-Open-Halbfinalist.

Die Pause hänge ihm noch ein wenig nach, nun will er sich bestmöglich in New York auf das letzte Major-Turnier des Jahres vorbereiten. "Aber die Niederlage heute ist definitiv keine Katastrophe."

"Auf dem aufsteigenden Ast"

Nach dem unverhofften Viertelfinale sieht sich Thiem im Aufwärtstrend. "Ich denke, dass ich wieder auf dem aufsteigenden Ast bin. Das Turnier hier ist nicht unbedingt mein Lieblingsturnier, der Belag ist sehr schnell. Ich habe hier noch nie wirklich gut gespielt. Heuer ist mir einiges Glück zugeflogen."

Mit dem Aus gegen Raonic hat der Schützling von Günter Bresnik ein Halbfinal-Duell mit dem frisch gebackenen, nunmehr zweifachen Olympiasieger Andy Murray verpasst. Der Schotte schlug den Australier Bernard Tomic 6:4, 6:4.

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