Lorenzi schreibt in Kitzbühel Tennis-Geschichte

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Paolo Lorenzi schreibt bei den Generali Open in Kitzbühel Tennis-Geschichte.

Der an Nummer vier gesetzte Italiener setzt sich im Finale mit 6:3, 6:4 gegen Nikoloz Basilashvili (GEO) durch und darf sich über den ersten ATP-Titel seiner Karriere freuen. Mit 34 Jahren und 7 Monaten ist er der älteste Premierensieger auf der ATP-Tour in der "Open Era".

Lorenzi darf sich über einen Preisgeldcheck von 82.450 Euro und 250 Punkte für die Weltrangliste freuen.

"Ein Traum geht in Erfüllung"

"All die Jahre habe ich es versucht, es hat nie geklappt", erklärte Lorenzi am ausverkauften Kitzbüheler Center Court. Momente zuvor hatte er seinen ersten Matchball zum Premierentitel verwandelt. Mit einem strahlenden Grinsen im Gesicht stand der Champion nun am Sandplatz.

"Heute geht ein Traum für mich in Erfüllung." Bereits am Montag wird Lorenzi in der Weltrangliste sein All-Time-High feiern, er dürfte auf Rang 41 vorstoßen.

Lorenzi ist der dritte Italiener nach Andreas Seppi (2010) und Adriano Panatta (1975), der in der Gamsstadt triumphierte. Für Basilashvili blieben immerhin noch 43.430 Euro und 150 Punkte für das Ranking.

Schlechter Start in den 2. Satz

Der aus Siena stammende Lorenzi erwischte in seinem zweiten Finale nach Sao Paulo (2014) einen Auftakt nach Maß: Gleich im ersten Game nahm er dem zehn Jahre jüngeren Basilaschwili den Aufschlag ab und machte selbst wenig Fehler. Beim Stand von 5:3 breakte der Weltranglisten-48. den Georgier abermals und holte sich nach 38 Minuten den ersten Satz.

Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer auf dem ausverkauften Kitzbüheler Center Court gleich im ersten Spiel ein Break. Diesmal allerdings für den Georgier. Wenige Minuten später hieß es jedoch wieder zurück zum Start, denn Lorenzi gelang postwendend das Rebreak.

Beide Aufschläger zeigten in der Folge Schwächen, ließen sich ihr Service abnehmen. Doch wieder gelang Lorenzi beim Stand von 5:4 ein Break zum 6:4 - und damit zum Matchgewinn.

"Auch wenn ihr gestern ein wenig gegen mich wart - danke!"

Während Basilashvili nie wirklich an die Leistungen der Vortage anschließen konnte, blieb Lorenzi der konstantere Spieler und entging auch einem weiteren langen Spiel. Der "Marathon-Mann" war im Halbfinale und Viertelfinale jeweils an die drei Stunden auf dem Platz gestanden. "Ich hatte schon ein wenig Angst davor, aber es ist super gegangen. Großes Lob an meine Physiotherapeuten", meinte Lorenzi.

Der unterlegene Finalist, der als erster Georgier überhaupt in ein Endspiel auf ATP-Ebene eingezogen war, schien letztlich auch zufrieden. "Ich bin sehr glücklich, das Finale erreicht zu haben. Ich habe auch heute 100 Prozent gegeben, leider war es nicht genug", sagte der 24-Jährige und lobte die Zuschauer.

"Auch wenn ihr gestern ein wenig gegen mich wart. Ich danke euch für eine unglaubliche Atmosphäre."

Bereits zuvor hatten Dominic Thiem/Dennis Novak im Doppel-Finale ihren ersten Doppel-Titel verpasst. Die Österreicher mussten sich der niederländischen Paarung Wesley Koolhof/Matwe Middelkoop mit 6:2,3:6,9:11 beugen. Die Jugendfreunde hatten beim Stand von 9:8 im Match-Tiebreak auch einen Matchball vergeben.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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