"Ich strebe die Perfektion an"

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Djokovic: "Du musst die Perfektion anstreben"

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Wenn am Sonntag das ATP World Tour Finale in London beginnt, hat das Saison-Abschluss-Turnier der Tennis-Herren mit Novak Djokovic einen ganz großen Favoriten.

Zum bereits neunten Mal in Folge ist der 28-jährige Serbe bei der inoffiziellen Tennis–WM dabei. Insgesamt vier Mal (2008, 2012-2014) holte er den Titel.

Seine letzte Niederlage beim Aufeinandertreffen der besten acht Spieler des Jahres bezog er 2011 im letzten Gruppenspiel gegen seinen Landsmann Janko Tipsarevic.

Unglaubliches Tennis-Jahr

Doch Djokovic ist nicht nur dreifacher Titelverteidiger in der O2-Arena, der Belgrader war auch der dominierende Mann der ablaufenden Saison.

Zehn Turniersiege, darunter drei Grand-Slam- und sechs ATP-1000-Titel, belegen die eindrucksvolle Vormachtstellung des 28-Jährigen auf der Tour.

Erst am Sonntag sicherte sich Djokovic in Paris-Bercy mit einem beeindruckenden Finalsieg über Andy Murray den Titel. Es war sein bereits 22. Sieg in Folge.

Djokovic profitiert von seinem Erfahrungsschatz

Warum es für ihn 2015 so gut läuft? „Ich glaube, dass es verschiedene Gründe dafür gibt, dass ich ausgerechnet in diesem Jahr am Höhepunkt meiner Karriere stehe. Ich bin sowohl was den körperlichen als auch den mentalen Bereich angeht mittlerweile einfach sehr erfahren.“

Djokovic habe in den vergangenen Jahren vor allem in den schlechten Zeiten sehr viel lernen können: „Ich habe einige schwierige Phasen hinter mir, in denen ich an mir zweifelte und nicht erfolgreich war. Das waren großartige Lehrstunden für mich, um mich zu verbessern.“

Dank an Familie und Betreuer-Team

Außerdem habe er seine Erfolge natürlich auch seiner Familie und seinem Team zu verdanken.

„Seit meinen Kindheitstagen bin ich von Leuten umgeben, die sehr professionell arbeiten und viel Wissen über den Tennis-Sport und den dazugehörigen Lifestyle mitbringen. Das ist notwendig, um als Sportler an der Spitze stehen zu können“, erklärte er in dieser Woche vor dem Tour-Finale in London.

„Habe viel von meinen Eltern profitiert“

Vor allem Vater und Mutter hätten ihn sehr geprägt. „Ich habe viel von meinen Eltern profitiert, die in ihrem Leben in verschiedenen Sportarten aktiv waren und dadurch viel gelernt haben.“

„Außerdem haben mich natürlich auch einige andere Trainer und Mentoren zu jenem Spieler geformt, der ich heute bin. Ich hatte Glück, dass ich von so vielen Seiten wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Das hatte nicht nur mit Trainingseinheiten zu tun sondern auch was Erholung, Ernährung und den psychologischen Teil betrifft.“

Ich werde weiterhin versuchen, mein Spiel zu verbessern, weil ich weiß, dass das der einzige Weg ist, um erfolgreich zu bleiben und Fortschritte zu machen.

Für Novak Djokovic bedeutet Stillstand einen Rückschritt

In Djokovic’ Betreuerteam findet sich neben Langzeit-Coach Marijan Vajda und Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker auch der Tiroler Konditions-Spezialist Gebhard Gritsch.

Status quo zu erhalten ist zu wenig

Trotz seiner Rekord-Saison hat Djokovic aber nicht vor, das bestehende Programm einfach weiter fahren zu lassen. „Ich nehme nichts als gegeben hin“, sagte der Serbe.

„Ich werde weiterhin versuchen, mein Spiel zu verbessern, weil ich weiß, dass das der einzige Weg ist, um erfolgreich zu bleiben und Fortschritte zu machen. Ich werde nicht versuchen, den Status quo zu erhalten, denn für mich würde das einen Rückschritt bedeuten.“

„Ich will mich einfach laufend verbessern und an bestimmten Dingen in meinem Leben und meinem Spiel arbeiten. Und am Ende werde ich hoffentlich wieder ein bisschen besser sein“, gibt sich der zehnfache Grand-Slam-Sieger und 58-fache ATP-Titelträger erfolgshungrig.

Wobei sich aber auch Djokovic eines bewusst ist: „Niemand ist perfekt, aber wenn du die Perfektion anstrebst, kannst du zumindest Großes erreichen. Das ist in etwa die Art, wie ich denke.“

Christian Frühwald

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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