Hagara: "Haben das Feld aufgemischt"

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Red Bull Sailing beendet den Saisonauftakt der Extreme Sailing Series vor Maskat auf dem sensationellen zweiten Rang.

Das Team von Skipper Roman Hagara feiert am Finaltag drei Tagessiege und segelt am neuen GC32 im Gesamt-Klassement sowohl an Alinghi als auch Ben Ainslie Racing und SAP Sailing vorbei. Der Gesamtsieg geht an Lokalmatador Oman Air.

"Es ist uns bei Starkwind alles aufgegangen und wir haben trotz durchschnittlicher Starts das Feld aufgemischt", kann Hagara den Erfolg "noch immer nicht ganz glauben".

F1-Rennen am Supermarkt-Parkplatz

"Keiner hätte sich erwartet, dass wir den Foiling-Katamaran so rasch unter Kontrolle bekommen. Diese Boot direkt am Ufer vor tausenden Fans zu segeln, macht enorm viel Spass. Man kann es kaum beschreiben. Es fühlt sich an, als würde man mit einem Formel 1 Auto am Supermarkt-Parkplatz Rennen fahren“, freute Hagara nach der Preisverleihung.

Finaltag wird zum Thriller

Der Finaltag entwickelte sich zu einem echten Thriller. Vier Teams hatten alle Chancen, sich die Podestplätze hinter Oman Air zu sichern. Bei bis zu 14 Knoten Wind startete Red Bull Sailing mit zwei Wettfahrtsiegen eine Aufholjagd und lag trotz eines verkorksten Rennens (6. Rang) auf einmal in Reichweite zum Podium.

Die Entscheidung musste in der finalen Wettfahrt - doppelte Punkte - fallen. Hagara und seine Crew - darunter Adam Pigott (UK), Stewart Dodson (NZL) und Bradley Farrand (NZL) - lieferten sich von Beginn an eine Schlacht mit SAP Sailing und Ben Ainslie Racing.

Eine taktische Meisterleitung von Hans Peter Steinacher und ein grober Fehler von SAP Sailing - die Dänen verpassten eine Wendetonne - katapultierte Red Bull Sailing in einen Zweikampf um den Rennsieg mit Oman Air, der sich auf der Ziellinie in einem Photofinish zu Gunsten der Österreicher entschied und den 2. Endrang im Gesamtklassement fixierte. 

"Emotionalster zweiter Rang meiner Karriere"

„Da war heute nicht nur eine Hitzeschlacht. Wir wollten die Americas Cup Teams heute unbedingt auf die Hörner nehmen und haben es am Ende mit etwas Glück geschafft. Vermutlich der emotionalste zweite Rang meiner Karriere. Dieser Podestplatz zum Auftakt der langen Saison bringt uns auf Spur und nun wollen wir in China Oman Air angreifen.“

Das Team aus dem Sultanat segelte über vier Tage konstant und in einer eigenen Liga. Skipper Morgan Larson bereitete sich ein Jahr lang am GC32 Katamaran vor, während die restlichen sieben Teams ihre neuen Boote erst Mitte Februar in Betrieb nehmen konnten.  

„Morgan Larson hat das Boot unglaublich gut unter Kontrolle. Man muss den Hut vor der Leistung des siegreichen Teams ziehen“, zollte Red Bull Skipper Hagara Respekt. 

 So geht's weiter

Der nächste Stopp der Extreme Sailing Series 2016 findet Ende April im olympischen Revier von Qingdao (China) statt. Stopps in Cardiff (Wales), Hamburg (GER), St. Petersburg (RUS), Istanbul (TUR) Lissabon (POR) und Sydney (AUS) folgen.

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