Peter Sagan verteidigt seinen WM-Titel in Doha

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Peter Sagan trägt ein weiteres Jahr das Regenbogen-Trikot!

Der 26-jährige Slowake, der 2017 im deutschen Team Bora Hansgrohe mit den Österreichern Patrick Konrad, Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger fährt, sichert sich in Doha erneut den WM-Titel im Straßen-Rennen (257,3 km). Sagan siegt im Sprint einer Ausreißergruppe vor Mark Cavendish (GBR) und Tom Boonen (BEL). Matthews (AUS) wird vor Nizzolo (ITA) Vierter.

Die Österreicher? Marco Haller wird 34., Bernhard Eisel beendet die WM vorzeitig.

Sagan geschockt

Sagan wirkt im Ziel geschockt vom Verlauf des Marathon-Rennens in Katar: "Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich bin sehr glücklich, denn es gab Seitenwind und da war ich einer der letzten, die noch den Sprung in die erste Gruppe schafften."

Sagan gelingt es als erster Fahrer seit Paolo Bettini 2006/07 zweimal in Folge Gold in einem WM-Straßenrennen zu gewinnen. Olympia-Sieger Greg van Avermaet aus Belgien wird zeitgleich mit Sagan Zehnter.

Frühe Vorentscheidung

Die Vorentscheidung fällt trotz der fehlenden topografischen Schwierigkeiten bei der ersten Straßen-WM im Nahen Osten früh. Auf Initiative der Belgier bildet sich bei Temperaturen an die 40 Grad und teils heftigem Seitenwind in der katarischen Wüste die entscheidende Spitzengruppe bereits 180 km vor dem Ziel. Am Ende kämpfen nur gut 20 Fahrer um den WM-Titel, mit dem besten Ende für Sagan.

Die Fahrern der großen Radsport-Nationen Deutschland (mit den Favoriten Andre Greipel und Marcel Kittel), Frankreich (Nacer Bouhanni) und Spanien schaffen nicht den Sprung in die Top-Gruppe, sie werden allesamt überrumpelt.

Haller wird 34., Eisel gibt auf

Marco Haller und Bernhard Eisel spielen ebenfalls früh keine Rolle mehr. Haller kämpft lange in der ersten Verfolgergruppe, entscheidende Akzente nach vorne gibt es aus der Gruppe aber nicht. Er kommt mit 5:26 Minuten Rückstand als 34. ins Ziel. Eisel liegt bereits früh weit zurück und beendet das Rennen nicht. Nur 53 Fahrer werden gewertet, 199 stehen auf der Startliste.

Die Hitze ist wie schon an den vergangenen Tagen ein entscheidender Faktor. Die UCI schickt Extra-Motorräder ins Rennen, um die Fahrer mit Wasser zu versorgen. Dazu versuchen die Radprofis mit Eiswesten den Körper zu kühlen. Auf eine Streckenverkürzung verzichtet der Weltverband allerdings. UCI-Chef Brian Cookson verwies darauf, dass in der WorldTour wie etwa bei der Tour Down Under ähnliche Verhältnisse herrschen.

Keine Zuschauer als Manko

Enttäuschend ist erneut das Zuschauerinteresse. Sind sonst bei Weltmeisterschaften Hunderttausende Fans auf den Beinen, trauten sich diesmal nur mehrere hundert Zuschauer in den Zielbereich. Die Weltmeisterschaften 2017 gehen in Bergen (Norwegen) in Szene, 2018 folgt Innsbruck als Schauplatz

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