Chris Froome bejubelt dritten Tour-Gesamtsieg

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Christopher Froome hat seinen 3. Gesamtsieg bei der Tour de France nach 2013 und 2015 in der Tasche!

Der 31-Jährige von Sky ist nach Aberkennung der Siege von Lance Armstrong der erste Fahrer seit Miguel Indurain (1991-1995), der den Titel verteidigen kann.

Die Bergwertung geht an den Polen Rafal Majka (Tinkoff), sein slowakischer Teamkollege Peter Sagan holt die Sprintwertung. Bestes Team ist Movistar.

Die Schlussetappe auf der Champs-Elysees geht im Sprint an den Deutschen Andre Greipel.

Auch im vergangenen Jahr war Greipel auf dem Schlussabschnitt erster Mann im Ziel.

Bier statt Champagner

Auf seiner Tour d'Honneur zum dritten Triumph genießt Froome Bier statt Champagner mit seinen Teamkollegen.

Aus dem Kampf um den prestigeträchtigen Sieg hält er sich aber heraus. Der Brite hatte sein eindrucksvolles Werk schon vor den letzten 113 Kilometern erledigt. Froome meisterte dabei auch kritische Situationen wie den Unfall auf dem Mont Ventoux mit seinem verzweifelten Lauf berghoch und seinen Sturz im Regen bei einer Abfahrt.

"Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Achterbahnfahrt", sagt Froome, der noch immer gezeichnet ist und am rechten Ellbogen sowie Knie Pflaster trägt. "Eine dritte Tour de France zu gewinnen, ist einfach unglaublich."


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74 der gestarteten 198 Fahrer erreichten das Ziel in Paris. Bester Österreicher ist Georg Preidler aus dem Giant-Team als 56.

Spezialwertungen an Tinkoff

Froome wird 2017 seinen vierten Tour-Triumph in Angriff nehmen. Mit dem dritten schließt er bereits zu einem erlesenen Kreis von weiteren drei Fahrern auf, denen das gelang. Er hatte das legendäre Maillot Jaune nach seiner verwegenen Abfahrt in den Pyrenäen und seinem Sieg bei der achten Etappe übernommen.

Froome distanzierte mit seiner gnadenlos überlegenen Sky-Mannschaft das komplette Feld. Auch zum symbolischen Dank übernimmt Froome am Sonntag den Dienst der Wasserträger. Allerdings stopfte er sein Trikot mit Bierflaschen noch in der neutralisierten Zone zum Anstoßen voll.

Als das Feld die Champs-Elysees erreicht, färbt eine Fliegerstaffel den Himmel zu Ehren aller blau, weiß und rot. Ganz besonders gefeiert wird aber Romain Bardet, der es als siebenter Franzose in den vergangenen 30 Jahren aufs Podest schafft. Er muss sich letztlich jedoch wie alle anderen Froome klar geschlagen geben.

Nairo Quintana aus Kolumbien wird Dritter, er wird übrigens an den Olympischen Spielen in Rio nicht teilnehmen, wie das nationale Olympische Komitee bekanntgibt.

Zum besten Sprinter kürt sich der Slowake Peter Sagan, das Trikot mit den Roten Punkten für den besten Kletterer darf der Pole Rafal Majka behalten.

Andächtige Worte des Siegers

Einträchtig nebeneinander startet das dekorierte Quartett am Sonntag von Chantilly aus auf die letzten und prächtigsten der insgesamt 3.535 Kilometer einer auch von dem Terroranschlag in Nizza und dem Amoklauf in München überschatteten Rundfahrt, die unter noch einmal deutlich verstärkten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden ist.

Für das Finale mit den acht Runden auf den Champs-Elysees sind die Zufahrtsstraßen in Paris noch weiträumiger abgesperrt als sonst.

"In diesem Jahr sind während der Tour Dinge passiert, die den Blickwinkel verändert haben, speziell das Attentat in Nizza", betont Froome. Auch dank der französischen Öffentlichkeit sei es aber weitergegangen mit dem Rennen. "Das ist ein starkes Zeichen, dass das Leben weiter geht. Auch nach solchen Terrorattacken."

 

Endstand der Tour de France 2016

1. Christopher Froome (GBR) Team Sky 89:06:01 Stunden
2. Romain Bardet (FRA) AG2R +2:52 Minuten
3. Nairo Quintana (COL) Movistar +3:08
4. Adam Yates (GBR) Orica +3:29
5. Richie Porte (AUS) BMC Racing +4:04
6. Alejandro Valverde (ESP) Movistar +5:03
7. Louis Meintjes (RSA) Lampre +5:45
8. Daniel Martin (IRL) Etixx-Quick-Step +5:51
9. Roman Kreuziger (CZE) Tinkoff +5:58
10. Joaquim Rodriguez (ESP) Katjuscha +6:16

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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