Contador und Nibali verlieren viel Zeit

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Greg van Avermaet (BMC) gewinnt die fünfte Etappe der Tour de France von über 216 km von Limoges nach Le Lorian nach einer Solofahrt und nimmt Peter Sagan, der mit der ersten Gruppe ins Ziel kommt, das Gelbe Trikot ab. Für den Belgier ist es nach 2015 sein zweiter TdF-Tagessieg.

Für die Favoriten ist es ein erster Klettertest, ehe es am Sonntag in den Pyrenäen richtig zur Sache geht. Dabei lassen Alberto Contador (+5:30 min) und Vincenzo Nibali (+13:45) bereits gehörig Federn.


Wie gemalt für den Klassiker-Spezialisten

"Mit einem Etappensieg das Gelbe Trikot zu holen, das erlebt man nur einmal im Leben", freut sich Van Avermaet, der vor fünf Jahren im Juli noch Tagessieger der Ö-Tour in Bruck an der Leitha gewesen ist. "Heute hat alles perfekt geklappt, aber ich habe auch sehr gelitten."

Nach vier Massensprints kommen diesmal drei Ausreißer einer ursprünglich neunköpfigen Spitzengruppe durch, als die Radprofis erstmals auch Bergwertungen der 2. Kategorie bewältigen müssen.

Auf den fünf, maximal sieben Kilometer langen Anstiegen auf den letzten 60 Kilometern findet Klassiker-Spezialist Van Avermaet ein ideales Terrain vor.

Die Mitstreiter abgeschüttelt

Während sich die Anwärter auf den Gesamtsieg ruhig auf das Finale vorbereiten, holt die Fluchtgruppe mehr als 13 Minuten Vorsprung heraus.

17 Kilometer vor dem Ziel lässt der heurige Gewinner von Tirreno-Adriatico auch den letzten Mitstreiter hinter sich. Er gewinnt 2:34 Minuten vor seinem Landsmann Thomas de Gendt.

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Vorjahressieger Christopher Froome (GBR) und Nairo Quintana (COL), dessen Movistar-Kollegen im Finale für hohes Tempo sorgen, haben je 5:07 Minuten Rückstand. In der Gesamtwertung rangiert das Top-Duo vor dem leichteren Abschnitt am Donnerstag auf den Rängen fünf bzw. sieben, je 5:17 Minuten zurück.

Viel aufgerissen

Der Tempoverschärfung haben u.a. zunächst Weltmeister Sagan und Ex-Toursieger Nibali (ITA) und später auch Contador Tribut zollen müssen. Der schon zweimal gestürzte Spanier büßt weitere 33 Sekunden ein und hat als Gesamt-25. schon 6:38 Minuten Rückstand.

Der Niederösterreicher Patrick Konrad erreicht das Ziel gut fünf Minuten hinter der Gruppe der Asse als 45. und gemeinsam mit Fränk Schleck (LUX). In der Gesamtwertung rangiert der 24-jährige Tour-Debütant als Bester des Österreicher-Quartetts an der 39. Stelle (+10:45).

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