Froome baut TdF-Führung im Zeitfahren aus

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Einen Tag nach seiner Laufeinlage am Mont Ventoux beweist Chris Froome wieder seine Extraklasse: Der Brite baut seine Führung bei der Tour de France im Einzelzeitfahren in der Ardeche aus.

Auf den 37,5 Kilometern kommt Froome gut eine Minute hinter dem Sieger der 13. Etappe, Tom Dumoulin, ins Ziel, hält aber seine Kontrahenten im Kampf um den Gesamtsieg auf Distanz.

Froome liegt gesamt nun 1:47 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema und 2:45 Minuten vor Adam Yates.

Nairo Quintana (4.) liegt bereits über drei Minuten zurück.

Georg Preidler, der in der Gesamtwertung am besten klassierte Österreicher, wurde Tages-43., die übrigen drei Österreicher Patrick Konrad, Bernhard Eisel und Marco Haller klassierten sich jenseits der 150.

Überstrahlt wurde die Etappe von den tragischen Ereignissen von Nizza.

Getrübte Froome-Freude

Die Träger der Leader-Trikots bei der 103. Tour de France standen versammelt auf dem Podium und gedachten mit einem Blumenstrauß in der Hand der Opfer des Anschlags von Nizza. Trotz der Ereignisse hatten sich die Tour-Organisatoren am Freitag zum Weitermachen entschieden und boten Spitzenreiter Froome und Co. weiter eine sportliche Bühne.

"Das ist ein sehr trauriger Moment. Wir müssen jetzt alle zusammenstehen. Ich kann jetzt nicht über das Rennen reden", sagte Froome.


Am Donnerstag kämpfte Froome nicht gegen die Uhr, sondern mit anderen Problemen:


Dumoulin unbezwingbar

Froome, selbst ein ausgezeichneter Zeitfahrer, hatte am Freitag in La Caverne du Pont d'Arc allerdings keine Chance gegen den an diesem Tag unbezwingbaren Dumoulin.

Der Niederländer hatte in den Pyrenäen bereits bewiesen, dass er am Berg über überdurchschnittliche Qualitäten verfügt. Der 25-Jährige gewann in Andorra aus einer großen Fluchtgruppe heraus die 9. Etappe mit dem schweren Schlussaufstieg nach Arcalis.

Seine Fähigkeiten im Kampf gegen die Uhr waren ohnehin bekannt. Im Giro d'Italia gewann Dumoulin in seiner Heimat in Apeldoorn das Zeitfahren.

Bei der Tour de France war es jedoch Dumoulins erster Erfolg im Kampf gegen die Uhr. Am Ende stand jedoch auch bei Dumoulin die Freude im Hintergrund. "Gut, dass wir auf diese Weise den Opfern Respekt gezollt haben. Das war heute ein ganz spezieller Moment", sagte Dumoulin nach der Schweigeminute auf dem Podium in La Caverne.

Quintana büßt Zeit ein

Größter Verlierer des Tages war der vor der Tour als härtester Froome-Widersacher gehandelte Kolumbianer Nairo Quintana. Der Movistar-Kapitän, der sich im finalen Chaos der Ventoux-Etappe angeblich von einem Motorrad den Berg hoch ziehen ließ, wie spanische Medien berichteten, verlor mehr als zwei Minuten auf Froome. Er liegt jetzt 2:59 zurück auf Rang vier.

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