Kittel mit Machtdemonstration

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Die zweite Etappe des Giro d'Italia von Arnhem nach Nijmegen endet wie erwartet mit einem Massensprint.

Dort lässt Marcel Kittel (Etixx-Quick Step) nichts anbrennen und verweist Arnaud Démare (FDJ) und Sascha Modolo (Lampre) deutlich auf die Plätze.

Wegen der Zeitgutschrift, die Kittel für den Tagessieg erhält, rückt der Deutsche bis auf eine Sekunde an Gesamtleader Tom Domoulin (Giant-Alpecin) heran.

Matthias Brändle (Tagesrang 79, gl. Zeit) rückt eine Positon vor und ist Achter.

Georg Preidler (Giant-Alpecin) macht ebenso einen Rang gut und belegt Platz zwölf.

Kittel greift am Sonntag nach Rosa

Kittel (Team Etixx) hatte am Vortag im Auftaktzeitfahren der 99. Auflage alles gegeben und war Fünfter geworden - schon mit Blick auf die Eroberung der Gesamtführung dank der Zeitgutschriften am Samstag. Doch der Niederländer Dumoulin aus dem Giant-Team des Steirers Georg Preidler blieb vorerst an der Spitze. Am Sonntag geht es erneut über 190 km zurück nach Arnheim, da hat der deutsche Sprintstar eine weitere Chance, zum zweiten Mal nach 2014 ins Rosa Trikot zu schlüpfen.

Im Finish des zweiten, flachen Abschnitts war Kittel eine Klasse für sich und ist nach seinem neunten Saisonsieg der heuer erfolgreichste Fahrer des Pelotons. Kittel griff aus dem Windschatten der FDJ-Fahrer an und feierte mit mehreren Längen Vorsprung auf Demare, den Gewinner von Mailand-San Remo, seinen insgesamt dritten Tagessieg beim Giro.

Der Vorarlberger Matthias Brändle, der als Neunter des Auftakts hinter seinen Erwartungen geblieben war, verbesserte sich in der Gesamtwertung um einen Rang (14 Sek. zurück). Denn der gesundheitlich angeschlagene Schweizer Fabian Cancellara (8. des Zeitfahrens) verlor viel Zeit. Bestplatzierter des Österreicher-Quartetts am zweiten Tag war Preidler als 44., der Steirer ist Gesamtzwölfter. Brändle wurde ebenfalls zeitgleich mit Kittel als 79. klassiert.

Drei Ausreißer hatten nach ihrer frühen Attacke fast zehn Minuten Vorsprung herausgeholt. Giacomo Berlato (Italien) wurde als Letzter zehn Kilometer vor dem Ziel eingeholt, nachdem er zuvor zehn Kilometer solo an der Spitze abgespult hatte.

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