Zuckerhut & Peitsche: Von Ärschen und Schweinen

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Hot or not. Top oder Flop.

Oder im Falle von Rio de Janeiro eben "Zuckerhut und Peitsche".

Die LAOLA1-Rubrik zu den Olympischen Spielen, die erklärt, was richtig olympisch und was zum Vergessen ist.


Zuckerhut: Am Arsch der Welt

Rund und richtig schön prall. So mögen die Brasilianer den Frauen-Hintern. Das weibliche Gesäß wird unterm Zuckerhut fast schon zum Kunstobjekt erhoben. Am besten noch in Jeans-Hotpants, damit er schön zur Geltung kommt. Die Cariocas inszenieren ihren Hintern richtiggehend. Nicht umsonst wird hier die "Miss Bum Bum", also die Dame mit der schönsten Heck-Ansicht, gewählt.

Erfrischend, dass in Rio dieses Magerdenken von pädagogisch sehr zweifelhaften Topmodel-Shows nicht herrscht. Wie sollte es auch anders sein? Denn dann würde ja beim Samba nichts schwingen.


Peitsche: Dass einer Sau graust

Essen aus einem lauwarmen Alu-Beutel. Das Brot gleicht einem Schwamm mit Sesam, das dazwischen soll an Fleisch erinnern. Aber was ist das eigentlich für ein gelber Brocken? Es muss der Käse des Double-Cheesburgers sein.

Es ist schon klar, dass Olympia-Sponsoren eine gewisse Exklusivität am Gelände der Spiele genießen dürfen und auch sollen, doch das rechtfertigt in keinsterweise den minderwertigen Fraß, der an den Olympia-Imbissstände angeboten wird. Doch nicht genug, dass die Qualität buchstäblich zum Kotzen ist, hapert es auch an der Quantität. An neuralgischen Punkten gehen die Vorräte schon am frühen Nachmittag zur Neige.

Da liegt eine Frage schwer im Magen: Warum nicht gleich andere private Unternehmer zulassen? Weil diese Versorgung ist für definitiv niemanden eine Werbung.

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