Mario Leitner erreicht das Semifinale

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Mario Leitner steht im Semifinale des olympischen Wildwasserkanu-Einer-Bewerbs.

Der erst 19-jährige Kärntner belegt nach zwei Vorläufen den 15. Platz und zieht damit als letzter der 21 teilnehmenden Athleten in die nächste Runde ein.

Nach dem ersten Lauf lag der Österreicher noch auf dem zwölften Platz. Letztendlich muss er aber noch zittern. Der Australier Lucien Delfour kann Leitner als letzter Starter noch aus den Top 15 verdrängen, kassiert aber eine späte 50-Sekunden-Strafe.

Delfours anschließend eingelegter Protest bleibt erfolglos.

Zittern bis zum Schluss

"Das Semifinale habe ich mir vorgenommen. Ich bin sehr froh, dass es aufgegangen ist", freute sich Leitner, der von seiner Familie und Teamkollegin Corinna Kuhnle angefeuert worden war.

Der ehemalige Junioren-Weltmeister kam aber erst nach gehörigem Zittern weiter. Denn zunächst schoben sich nach seinem zwölften Rang im zweiten Durchgang noch drei Fahrer an ihm vorbei und dann musste er auch noch einen Protest von Lucien Delfour abwarten. Der als Letzter gestartete Australier legte Einspruch gegen eine 50-Sekunden-Strafe wegen eines Torfehlers ein. Seinem Protest wurde jedoch nicht stattgegeben.

Glaube an Final-Chance

"Ich habe gedacht, es geht sich nie mehr aus, weil ich ja noch auf den Bestgesetzten warten habe müssen. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben", meinte der aus Glanegg stammende Leitner im Gespräch mit der APA.

Nun hält er sogar das Finale für möglich. "Das traue ich mir schon zu. Ich werde mich gut vorbereiten und dann ist alles drinnen. Es ist eine große Herausforderung, aber ich bin zuversichtlich, dass ich das kann. Ich muss schauen, dass ich das an diesem Tag auch abrufen kann."

Seine Zuversicht schöpft er aus der Tatsache, dass er trotz Fehlern weitergekommen ist. "Ich habe das Boot nicht richtig ins Laufen bekommen, nicht zum Gleiten bekommen und drei bis vier Sekunden liegen gelassen", so Leitner über seinen ersten, schließlich das Halbfinale bringenden Durchgang.

Trainer sieht noch Potential

Nervosität sei nicht der Grund für die seiner Ansicht nach suboptimalen Fahrten gewesen. "Ich habe probiert, das Publikum auszublenden und mich auf den Lauf zu konzentrieren, das ist ganz gut gegangen." Viel mehr habe der im ersten Durchgang starke Wind die Tore verweht, das habe er leider nicht gut genug berücksichtigt und eine Zweisekundenstrafe wegen einer Berührung kassiert.

Wie Leitner war auch sein Trainer Jernej Abramic mit den gezeigten Läufen nicht restlos zufrieden. "Der Erste war ganz ok, er hatte einen Fehler, ohne die Strafe wäre er sicher weiter gewesen. Der Zweite war auch nicht perfekt. Nach meinem Gefühl war er weit von seinem Optimum entfernt. Ich denke, er kann ins Finale kommen."

Das wäre für ihn keine Sensation. "Ich denke, es ist möglich und realistisch, aber natürlich nur mit einem sauberen Lauf. Die Top fünf wären aber eine Überraschung", betonte der Slowene.

Am Montag startet Kuhnle mit den Vorläufen in ihren Wettkampf. Für die zweimalige Weltmeisterin sollte das Weiterkommen nur Formsache sein.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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