Allerstorfer unterliegt Saidov knapp

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Der letzte österreichische Judoka bei den Olympischen Spielen in Rio, Daniel Allerstorfer, muss sich am Freitag in der Klasse über 100 kg seinem Auftaktgegner Renat Saidov mit einer Yuko-Wertung geschlagen geben.

Der als Außenseiter in das Turnier gegangene 23-Jährige kann sich den 2,07 Meter großen Russen zwar im Griffkampf einigermaßen gut vom Leib halten, wird beim Versuch eines Beinfegers aber mit einem Innenschenkelwurf (Uchi-mata) erwischt.

Österreichs Judoka beenden die Olympischen Spiele somit mit einem fünften Platz durch Bernadette Graf (-70 kg) sowie einem siebten durch Kathrin Unterwurzacher (-63 kg).

"Lust auf Mehr"

Den Olympia-Debütant bringt Saidov zwar mit mehreren Angriffen ins Wanken, jedoch nicht zu Fall. "Er hat gegen Ende hin merkbar abgebaut. Von daher hätte ich wahrscheinlich mit der Schluss-Offensive schon 30 Sekunden früher anfangen sollen", so der Mühlviertler.

Bei seinen eigenen Aktionen habe es an der notwendigen Vorbereitung gemangelt. "Es ist verlockend bei einem so großen Gegner einen tiefen Wurf gleich direkt anzusetzen, jedoch hätte ich ihn mehr bewegen müssen", analysiert der ehemalige U20-Europameister.

Der von Herren-Nationaltrainer Patrick Rusch ausgegebenen Linie, Saidovs rechten Griff zu neutralisieren sowie dessen Standpunkt zu attackieren, ist er treu geblieben.

Angesichts seines noch jungen Alters soll Rio erst der Anfang sein. "Das macht Lust auf Mehr", meint er. "Jetzt habe ich am eigenen Leib erfahren, was Olympia bedeutet. Das ist nocheinmal drei Stufen über einer WM", denkt er schon an Tokio 2020.

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