Gatlin läuft Jahresweltbestleistung

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Justn Gatlin zeigt sich bei den US Trials etwas mehr als einen Monat vor Olympia 2016 in ausgezeichneter Form.

Der 34-Jährige gewinnt über die 100 Meter in der Jahresweltbestleistung von 9,80 Sekunden.

Zweiter wird Trayvon Bromell, der bis vor kurzem noch mit einer Achillessehnenverletzung zu kämpfen hatte, in starken 9,84 Sekunden. Der erst 22-Jährige Marvin Bracy (9,98) und Michael Rodgers (10,00) komplettieren das US-Starterfeld für Rio. Tyson Gay enttäuscht als Fünfter mit 10,03 Sekunden.


"Ich kann die Tränen kaum zurückhalten", sagt der zerknirschte 33-Jährige, der somit die Chance auf seine letzte Olympia-Teilnahme verpasst hat.

Wesentlich zufriedener ist natürgemäß Gatlin. "Letztes Jahr ist es immer um die Zeit gegangen. Das hat mich diesmal gar nicht so beschäftigt. Ich muss einfach so weitermachen, noch schneller und stärker werden", sagt der Bronze-Gewinner von London 2012.

"Sie haben mich ausgelacht"

Überglücklich zeigt sich indes Bromell. Anfang Juni hatte ihm Sprint-Legende Michael Johnson noch eine karrieregefährdende Verletzung bescheinigt, davon war nun nichts mehr zu merken. Das 20-jährige Talent, das bei der WM 2015 in Peking bereits mit Bronze aufgezeigt hat, fährt erstmals zu Olympia.

"Ich will ein Symbol für all die Leute sein, denen sie sagen: 'Du kannst dieses nicht tun, du wirst jenes nicht schaffen.' Als ich in der dritten Klasse gesagt habe, dass ich Olympionike werden will, haben sie mich ausgelacht. Jetzt bin ich hier!", jubelt Bromell.

Felix zerstreut alle Zweifel

Überraschend ist die Vorstellung von Allyson Felix über die 400 Meter. Die 30-Jährige gewinnt in 49,68 Sekunden souverän vor Phyllis Francis (49,94) und läuft somit ebenso Jahresweltbestleistung. Dabei waren nach den Vorläufen noch Zweifel ausgekommen, ob sie die Quali überhaupt schafft, weil sie von Knöchelproblemen geplagt wird - doch das phänomenale Finish auf den letzten 150 Metern zerstreute all diese Zweifel eindrucksvoll.

"Ich habe so hart daran gearbeitet. Vor zwei Monaten konnte ich kaum gehen. Es ist unglaublich!", strahlt die neunfache Weltmeisterin. Sollte Felix in Rio Gold holen, wäre sie die erste weibliche Leichtathletin, die bei Olympischen Spielen fünf Mal Erste wird.

Merritt und 100-Meter-Damen bärenstark

LaShawn Merritt setzt über die 400 Meter der Herren in 43,97 ein deutliches Ausrufezeichen - er unterbietet die Weltjahresbestleistung um 11 Hundertstel Sekunden und distanziert den Zweitplatzierten Gil Roberts (44,73) deutlich. "Ich hatte das Gefühl, dass ich noch Kraft habe", sagt Merritt.

Hochklassig geht es auch beim 100-Meter-Finale der US-Damen zu. Erstmals in der Geschichte laufen in einem Rennen vier Frauen unter 10,80 Sekunden. English Garnder sorgt mit 10,74 Sekunden für die zweitschnellste Zeit in diesem Jahr Tianna Bartoletta und Tori Bowie kommen nach 10,78 Sekunden ins Ziel.


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