ÖOC-Präsident Stoss vor Wahl ins IOC

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Das ÖOC könnte erstmals seit dem Rückzug von Leo Wallner 2014 wieder ein Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) haben.

ÖOC-Präsident Karl Stoss wird voraussichtlich bei der 129. IOC-Session von Dienstag bis Donnerstag in Rio in das Gremium gewählt, der 59-Jährige wurde als persönliches Mitglied vorgeschlagen.

"Dieses großartige Betätigungsfeld Sport zu haben, das ist schon etwas, was mich persönlich sehr reizen würde", sagt Stoss, der bereits in zwei IOC-Kommissionen sitzt.

Bach baut auf Stoss

"Präsident Thomas Bach hat gemeint, dass es sehr gut wäre, wenn ich als Vertreter von Österreich, einer großen Wintersportnation, in der Arbeitsgruppe für eine Neuausrichtung von Winterspielen folgend der Agenda 2020 mitwirke", berichtet Stoss der APA. Neu benannt wurde er für eine achtköpfige Arbeitsgruppe, die Daten sammeln, analysieren und zusammenführen soll, sie tagt nach Rio erstmals.

Stoss will im IOC jedoch nicht nur als Vertreter des Wintersports wahrgenommen werden. "Natürlich ist Österreich ein traditionelles Wintersportland, das zeigen ja auch die Erfolge bei Olympischen Spielen. Aber ich würde mir natürlich wünschen, dass wir entsprechende Erfolge bei Sommersportbewerben haben. Wir haben nicht überall die selben Möglichkeiten wie große Nationen, uns fehlt zum Teil auch die Infrastruktur, aber das schließt ja nicht aus, dass das ein für alle Mal so sein muss", sagt der ÖOC-Chef, der auf sein Rio-Team baut.

"Es wäre sehr, sehr schön, wenn es uns gelingen würde, auch im Sommersport wieder an Erfolge anzuschließen, die wir schon einmal hatten. Die Zeiten liegen allerdings Jahrzehnte zurück."

Wenn Bewerbung, dann nur für Winter 

Dass sich Österreich in naher Zukunft für Sommerspiele bewerben wird, glaubt Stoss nicht. "Erstens haben wir die Infrastruktur nicht, und zweitens sind die Dimensionen so groß, dass das kaum leistbar ist. Bei Winterspielen würde ich uns das schon zutrauen."

Jedoch werden die Sicherheitsmaßnahmen immer größer. "Das ist ein ganz wichtiges Thema, wenn man in Betracht ziehen sollte, sich zu bewerben, muss man dieses Thema der Überwachung und Sicherheitsmaßnahmen sehr gut überdenken, ob das überhaupt leistbar ist und machbar ist", gibt Stoss zu bedenken. 



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