Kein Geld mehr: Rio funkt SOS

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Knapp fünf Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Spiele spitzt sich die Lage in Rio de Janeiro zu. Es fehlt am lieben Geld. Dies bezieht sich jedoch keineswegs auf die Olympia-Vorbereitungen, sondern auf das alltägliche Leben.

Mehereren Krankenhäusern droht laut der Verwaltung die Schließung. Gehälter können nicht mehr ausgezahlt werden. An Universitäten ist die Lage ähnlich ernst. Streiks lähmen in öffentlichen Einrichtungen den Betrieb.

Bürgermeister Eduardo Paes schlägt nun Alarm.


Er übt scharfe Kritik in Richtung des Gouverneurs des Bundesstaates Rio de Janeiro, Francisco Dornellas. "Es ist an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln", wird Paes in der "O Globo" zitiert.

Sorgen um die U-Bahn

Die Zentralregierung hat eine Finanzspritze von rund 755 Millionen Euro zugesagt. Paes fordert, dass das Geld nun rasch zielgerichtet verteilt werden müsse.

Damit soll auch das größte Infrastrukturprojekt der Olympischen Spiele, eine über 2,5 Milliarden Euro teure Metrolinie in den Stadtteil Barra, fertiggestellt werden. Dort befindet sich der Olympiapark mit einem Gros der Sportstätten.

Allerdings ist noch immer unklar, ob die Linie bis zum Start der Spiele am 5. August fertig wird - ohne die Metro kann ein Transportchaos mit zeitraubenden Anreisen in Bussen drohen.

Massives Defizit droht

Paes forderte zudem, dass der Bundesstaat seine Anstrengungen zur Gewährleistung der Sicherheit intensivieren muss.

Der Bundesstaat Rio de Janeiro ist seit langem von Finanzproblemen geplagt, vor allem weil wichtige Einnahmen aus dem Erdölgeschäft weggebrochen sind.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Agencia Brasil kann in diesem Jahr ein Defizit von bis 20 Milliarden Reais (5,58 Mrd. Euro) drohen.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
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