"Enttäuschende IOC-Entscheidung"

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"Wir sind maßlos enttäuscht vom IOC", kommentiert Michael Cepic, Geschäftsführer der österreichischen Anti-Doping-Agentur (NADA), den ausgebliebenen Olympia-Bann Russlands.

"Natürlich hätte es unschuldige Sportler getroffen, aber in erster Linie geht es um die restlichen 9.500 oder 10.000, die sich alle in allem einem normalen Anti-Doping-Regime unterwerfen und in Rio teilnehmen. Die schützt man mit dieser Nachricht ganz sicherlich nicht", so Cepic weiter.

Kein Rio-Ausschluss Russlands:

Mit Bezug auf den Ausschluss von Whistleblowerin Yuliya Stepanova werden seine Worte noch drastischer: "Mehr als enttäuschend, fast skandalös. Das ist heftig!"

Naturgemäß zufrieden fallen indes die ersten russichen Reaktionen auf die Entscheidung aus. "Das ist eine rechtmäßige Lösung", wird Dmitri Swischtschjow von der Nachrichtenagentur "Tass" zitiert.

Weitere Reaktionen:

Witali Mutkow (Russlands Sportminister): "Die Kriterien sind sehr hart, aber ich bin überzeugt, dass die meisten Athleten sie erfüllen. Wir werden für einen sauberen Sport kämpfen. Nur uns zu kritisieren, scheint mir nicht ganz korrekt. Doping ist nicht nur ein Problem Russlands. Wir sind dankbar, dass das IOC jedem sauberen Sportler die Chance auf eine Olympia-Teilnahme gibt."

Jelena Isinbajewa (russische Stabhochspringerin, fehlt in Rio wegen Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes): "Die komplette russische Mannschaft nicht zuzulassen, wäre ein riesiger Fehler und ein internationaler Sportskandal gewesen."

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