"Wenn uns was passiert, ist das kein Unfall"

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Die russische Whistleblowerin Julia Stepanova hat Angst um ihr Leben. 

Nach einem Hackerangriff auf ihre persönlichen Daten sei ihr klar geworden, dass es "keinen Schutz gibt" und "jederzeit etwas passieren" kann. 

"Wenn uns etwas passiert, sollten alle wissen, dass dies kein Unfall ist", sagte Stepanova am Montag während einer Video-Pressekonferenz.

Stepanova hatte als Kronzeugin das staatlich gelenkte russische Dopingsystem aufgedeckt und lebt seither mit ihrer Familie an einem unbekannten Ort.

Enttäuscht vom IOC

Im Rahmen der Pressekonferenz äußerten sich Stepanova und ihr Ehemann Witali enttäuscht über die russische Sportführung und das Internationale Olympische Komitee. "Das Signal ist: Wenn du deinen Mund aufmachst, wirst Du nie ein Olympia-Athlet sein", sagt Stepanova.

Ihr Mann meint: "Wir hätten nie damit gerechnet, dass sich das IOC an die Seite der korrupten russischen Funktionäre stellt. Hätte sie weiter gelogen, wäre sie jetzt wahrscheinlich bei Olympia." Das IOC habe nie versucht, Hintergründe des Falls zu verstehen. "Sie haben nur das getan, was ihnen am meisten einbringt", sagt Stepanova.


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