Siegesserie von Olympiasieger Kemboi gerissen

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Über 3000-Meter-Hindernis reißt eine eindrucksvolle Siegesserie: Ezekiel Kemboi gewinnt erstmals seit 2008 nicht die Goldmedaille bei einem Großereignis.

Der 34-jährige Kenianer muss sich seinem jungen Landsmann Conseslus Kipruto und dem US-Amerikaner Evan Jager geschlagen geben. Debütant Kipruto, der auch die Weltjahresbestzeit hält, bestimmt das Rennen an der Spitze und gewinnt mit Olympischem Rekord von 8:03,28 Minuten.

Kemboi hatte bei den Weltmeisterschaften 09, 11, 13, 15 und bei Olympia 2012 jeweils Gold gewonnen. Dazu kommt noch Olympia-Gold 2004.

Entscheidung in Schlussrunde

Kemboi hatte sich zu Beginn im Hintergrund gehalten und sich dann mit dem voran gelaufenen Jager und Kipruto vom Feld abgesetzt.

Zu Beginn der Schlussrunde versuchte der 34-Jährige das Tempo seines Landsmanns mitzugehen, musste den Vorlaufschnellsten aber ziehen lassen. Während Kipruto in der letzten Kurve den Fans winkte, wurde Kemboi von Jager überlaufen.

Zweifacher Hammer-Weltmeister in Quali out

Gar nicht ins Finale geschafft hat es der zweifache Hammerwurf-Weltmeister Pawel Fajdek. Der Pole kam in der Qualifikation nur auf 72,00 m und Platz 17. 1,47 m fehlten ihm auf das Weiterkommen.

Noch am 25. Juni hatte Fajdek in Bydgoszcz die nach wie vor gültige Jahresweltbestleistung von 81,87 m erreicht. Die Bestmarke des 27-Jährigen steht bei 83,93. Sein Landsmann Wojciech Nowjicki war mit 77,64 m Bester der Qualifikation.

In den beachteten 800-m-Vorläufen der Frauen kamen die Südafrikanerin Caster Semenya (6./1:59,31), die Kenianerin Margaret Wambui (8./1:59,66) und Francine Niyonsaba aus Burundi (13./1:59,84) in die Semifinalläufe.

Das Trio gilt als hyperandrogen. Ihr Körper produziert mehr Testosteron als bei Frauen üblich. Seit einem Beschluss des Internationalen Sportschiedsgerichts (CAS) müssen sie ihren Testosteronspiegel aber nicht mehr senken.

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