Nadal/Lopez als letzte Hürde vor dem Medal-Match

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Nur noch ein Sieg trennt Alex Peya und Oliver Marach von einem Spiel um eine Olympia-Medaille.

Die Hürde, die sich den Österreichern im Doppel-Viertelfinale von Rio (Dienstag 19 Uhr Ortszeit - 00:00 Uhr MESZ) entgegenstellt, hat mit Rafael Nadal jedoch einen absoluten Top-Star in den Reihen. Der Weltranglisten-Fünfte schlug an der Seite von Landsmann Marc Lopez die argentinische Paarung Juan Martin Del Potro/Maximo Gonzalez 6:3, 5:7 und 6:2.

Peya weiß, was da auf die beiden ÖTV-Profis zukommt. Schon zweimal kreuzten sich seine Wege mit Nadal. Seine Bilanz ist mit einem Sieg und einer Niederlage ausgeglichen. „Nadal ist nicht nur ein hervorragender Einzelspieler, er kann auch Doppel“, bereitet sich Peya auf ein hartes Match vor. „Außerdem sind er und Lopez sehr gute Freunde, so etwas motiviert zusätzlich.“

Fragezeichen hinter Nadal

Dabei gab Nadal in den vergangenen Monaten Rätsel auf. Seitdem er vor dem Drittrunden-Match bei den French Open wegen einer Handgelenks-Verletzung zurückgezogen hat, hat er bis Olympia kein Spiel mehr bestritten.

„Ich werde in keiner Kategorie auf meinem besten Niveau sein“, hatte der spanische Fahnenträger vor dem Entzünden der Fackel getönt. Im Einzel trifft er am Dienstag in der 2. Runde auf Andreas Seppi (ITA).

Die schönsten und spektakulärsten Bilder vom dritten Wettkampftag bei Olympia in Rio:

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Marach und Peya trauen der Tiefstapelei nicht. Der Steirer und der Wiener konnten bei ihrem 6:4, 6:7(2) und 6:3 im Achtelfinale über Rajeev Ram und Brian Baker weiter an Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen. „Wobei wir es uns leichter machen hätten können“, spielte Peya auf den zweiten Satz an.

In diesem hatten die ÖTV-Profis bei 4:2 und 30:0 die Chance auf ein vorentscheidendes zweites Break. Stattdessen riss der Faden. Von den nächsten elf Ballwechsel gingen zehn an die US-Boys. Die Partie drohte zu kippen, mitunter, weil Marach unübersehbare Probleme mit dem ersten Aufschlag hatte. „Meine Bewegung war zu schnell und der Aufwurf zu niedrig“, analysierte der Steirer, der sich infolge wieder fing.

Der Griff nach einer Medaille

Vom Satz-Ausgleich im Tiebreak ließ sich das in Summe 72-jährige Gespann nicht aus der Ruhe bringen, „weil wir wussten, dass wir über drei Sätze das bessere Team sind“, so Peya, der froh war, dass er zuvor einen Tag Pause gehabt hatte. Ein lädierter Bauchmuskel hatte ihn nach dem Auftaktsieg über Bury/Mirny (BLR) Probleme bereitet.

Gegen Ram/Baker machte sich dieser nur wenig bemerkbar. „Aber ich habe bei den Aufschlägen deshalb weniger riskiert, bin mehr auf das Percentage gegangen.“

Das Erreichen des Viertelfinals bedeutet für Peya/Marach im schlechtesten Fall den fünften Endrang. Doch das ist nicht genug. Marach: „Das Ziel ist eine Medaille. Und die ist sicherlich machbar.“

 

Aus Rio berichtet Reinhold Pühringer

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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