Enttäuschung für Wolf - Gold an Südkorea

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Für Christine Wolf endet das Olympia-Golfturnier mit einer Enttäuschung. Die Tirolerin benötigt am Schlusstag 76 Schläge (5 über par).

Mit insgesamt neun über Par landet die Weltranglisten-325. auf Rang 43 unter 60 Teilnehmerinnen.

Gold holt Inbee Park. Die Südkoreanerin behält nach einer Schwächphase auf der dritten Runde am Schlusstag die Nerven und bringt die Führung, die sie seit dem 1. Tag inne hatte, ins Klubhaus. Letztlich souverän, mit einer 66er-Runde zum Abschluss verweist sie Lydia Ko (NZL) um fünf Schläge auf Rang zwei. Bronze geht an Shanshan Feng (CHN).

"Eher enttäuschend"

Die solide mit Runden von 71 und 69 in das Turnier gestartete Wolf ließ einer 77 am Freitag zum Abschluss eine neuerlich durchwachsene 76 folgen. Besonders mit ihrem Abschluss war Wolf gar nicht zufrieden. "Vor allem wie ich die letzten zwei Tage gespielt habe, war eher enttäuschend", meinte die Tirolerin.

Auf der Schlussrunde habe sie den Ball zwar schon wieder besser getroffen, allerdings missglückte ihr das kurze Spiel. "Ich habe auch mehr Chancen gehabt, aber leider die Putts nicht hineingetan. Und dann noch auf den letzten paar Löchern mehrere Drei-Putts hintereinander", sprach Wolf die sechs Bogeys und nur ein Birdie an.

In allen Belangen steigern

Sie müsse sich im Vergleich mit den Weltbesten eben noch in allen Belangen steigern. "Man lernt bei jedem Turnier was, es gibt sicher einiges mitzunehmen. Es gibt überall noch was zu verbessern."

Das Olympiaturnier sei aber jedenfalls eine wertvolle Erfahrung gewesen, sie wolle sich natürlich auch für das Turnier 2020 in Tokio qualifizieren. "Ich habe es jetzt einmal erleben dürfen, es war lässig, es ist auf jeden Fall ein Ziel, das wieder zu schaffen. Sicher möchte ich besser spielen bis dahin. In vier Jahren kann man viel machen", sagte die 27-Jährige im Gespräch mit der APA.

"Diese Mankos aufholen"

Das hofft auch Verbandssportdirektor Niki Zitny, der die durchwachsene Schlussrunde von Wolf bedauerte. "Die erste Neun war noch ok, aber die zweite dann einfach zu viele Fehler, das muss man sagen, wie es ist. Sowohl vom Tee als auch auf das Grün, und dann auch noch drei Dreiputts als negative Krönung", meinte Zitny.

Insgesamt sei Wolfs Auftreten aber gut gewesen. "Sehr professionell, sie kann sich von dem her überhaupt nichts vorwerfen."

Freilich müsse man aber auch genau analysieren, wo man die Schläge auf die Besten verliere. "Und die Rückschlüsse daraus ziehen, um für die Zukunft diese Mankos aufzuholen."

Zitny von Olympia-Comeback begeistert

Abgesehen vom Österreicher-Abschneiden, Bernd Wiesberger war Elfter geworden, zeigte sich Zitny begeistert von den Olympiarückkehr seines Sports.

"Golf ist da super angekommen. Sowohl bei den Zuschauern als auch den Offiziellen und vor allem bei den Spielern. Alle die hier waren, egal ob die Proetten oder die Pros, es hat wie eine Bombe eingeschlagen. Alle Jungen sollten neben Majors und Ryder Cup auch Olympia als Ziel haben, das werden wir als Verband sicher pushen."

Besonders weil die Turniere in Tokio noch einmal eine andere Dimension haben werde. "2020 wird es noch einmal einen größten Impakt haben. Asien ist ein boomender Golfmarkt, vor allem bei den Damen. Das wird sicher eine unfassbare Veranstaltung, ich freue mich schon sehr drauf."

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