Werner Schlager wäre für die WM bereit

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"Ich bin mir sicher, dass ich der Mannschaft helfen kann", tönt der Comeback-willige Werner Schlager im Vorfeld der ab 28. Februar in Kuala Lumpur stattfindenden Tischtennis-Team-WM.

Noch diese Woche wird entschieden, ob der 43-jährige Ex-Weltmeister im ÖTTV-Aufgebot steht, das in der Vorrunde auf China, Taiwan, Nordkorea, Griechenland und Tschechien trifft. Ein Direktaufstieg ins Viertelfinale liegt außer Reichweite. Die Ränge zwei und drei würden die Zwischenrunde bedeuten.

Gardos schwächelte zuletzt

"Ich war mit meinem Spiel nie extrem weg, habe spielerisch ein gutes Level gehalten. Ich bin auch lange genug Leistungssportler, um zu wissen, wie man gewinnt", so der bislang letzte nicht-chinesische Weltmeister, dem drei Trainings pro Woche reichen.

Als Österreichs Nummer-1- und -2-Spieler werden im WM-Turnier eher Stefan Fegerl und Robert Gardos zum Zug kommen, wobei Gardos zuletzt schwächelte.

Dafür glänzte der ebenfalls 43-jährige Chen Weixing, allerdings plagen ihn schon seit Jahren immer wieder Wehwehchen. Dominik Habesohn als vierter Fixpunkt ist hingegen noch nicht so weit, um als mehr als dritter Spieler nominiert zu werden. Schlager hätte also durchaus seinen Einsatzbereich. Schon vor einiger Zeit hatte er sich dem ÖTTV angeboten. Da sei ihm quasi bestätigt worden, dass er die Nummer sechs im Ranking sei.

 

Mehr Konditions-Einheiten als früher

Entscheiden werden schließlich Teamchef Qian Qianli, ÖTTV-Sportdirektor Fritz Svoboda und auch die Mannschaft, wie Schlager betont. Sie alle wissen vom laufenden Training um seine Verfassung.

"Sie sehen, wie ich spiele und können es sehr gut einschätzen." Auch mit Qian, jahrelang Teamkollege bei SVS NÖ und im Nationalteam, ist der Niederösterreicher mehrmals wöchentlich in der Schwechater WSA in Kontakt.

Konditionell sieht der Gewinner von 18 EM-Medaillen überhaupt kein Problem für ein langes Turnier. "Ich mache da mehr als in meiner besten Zeit, das steht dem nicht im Wege." Erst im Herbst 2013 musste Schlager seine aktive Teilnahme als Spieler an der Schwechater Heim-EM wegen Trainingsmangel absagen. Nun steht er wieder "völlig im Saft". Die WM-Entscheidung des ÖTTV sollte nun am Donnerstag fallen.

Ausrufezeichen gegen Ovtcharov

Höhepunkt von Schlagers Einsätzen bei Einladungs- bzw. Preisgeldturnieren war jener in der vergangenen Woche in Saarlouis in Deutschland. Hier besiegte er u.a. den deutschen Nationalspieler Patrick Baum und vor allem im Semifinale dessen Landsmann und Europameister Dimitrij Ovtcharov 3:2. Schlager ist klar, dass das nicht überzubewerten sei, Aussagekraft hat es aber dennoch. Im Finale hatte Chen mit 1:3 das Nachsehen.

Schlager geht es nicht etwa um eine nochmalige Olympia-Teilnahme oder andere große Ziele. Er verhehlt nicht, dass ihm auch der finanzielle Aspekt wichtig ist. Auftritte für seine Sponsoren - der japanische Tischtennis-Zubehörhersteller Butterfly und das chinesische Unternehmen Beamy - sind ihm am wichtigsten. Dazu kommen lukrative Einladungsturniere, bei denen viel mehr zu holen ist als auf der World Tour.

"Der Aufwand/Nutzen ist da ganz anders als im leistungsmäßigen Tischtennis. Mein Ego braucht es hingegen nicht, dass ich spiele", meinte Schlager.

WM- und EM-Nominierungen würden ihn hingegen schon noch reizen und auch bei einem Angebot von einem Champions-League-Club würde er überlegen. Offerte würden da aber wohl nur kommen, wenn er in Kuala Lumpur dabei wäre und dort mit Leistungen überzeugt.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
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