Multiversum: Schwechat droht Förderrückzahlung

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Im Falle eines Aus der insolventen Werner Schlager Academy (WSA) könnte es dazu kommen, dass die Stadtgemeinde Schwechat Förderungen an den Bund zurückzahlen muss.

Grundlage ist laut der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "News" (Samstag) eine Erklärung der Stadt aus dem Jahr 2009, die den Betrieb des renommierten Tischtennis-Zentrums für mindestens 30 Jahre garantieren soll.

"Noch steht nicht fest, wie es mit der Werner Schlager Academy weitergeht", erklärte Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ). "Mit dem derzeitigen Informationsstand lässt sich nicht sagen, inwieweit ein endgültiges Aus der Werner Schlager Academy die Stadtgemeinde Schwechat betreffen könnte", sagte Baier.

Bis 2039 zugesichert

In einer Erklärung hat der damalige Schwechater Bürgermeister und heutige Nationalrat Hannes Fazekas (SPÖ) im Dezember 2009 den Betrieb der Tischtennisaktivitäten bis 2039 zugesichert, berichtete "News".

Stellt die Werner Schlager Academy ihren Betrieb vor 2039 ein, müsste demnach - in letzter Konsequenz - die Stadt Millionenförderungen für das Multiversum an den Bund aliquot zurückzahlen oder "den Betrieb auf andere Weise sicher stellen".

Die nach dem ehemaligen Tischtennis-Weltmeister Werner Schlager benannte Academy ist im Multiversum untergebracht und hält 33 Prozent der Anteile.

Multiversum soll verkauft werden

Vom Sportministerium sind laut dem Bericht 7,8 Millionen Euro an Förderung zugesagt, geflossen sein sollen bisher 2,9 Millionen. Die Stadt müsste hoffen, dass die Gläubiger Anfang März dem Sanierungsplan zustimmen, um den endgültigen Konkurs der Tischtennis-Akademie abzuwenden.

Da der 33-Prozent-Mitgesellschafter Schlager-Academy bereits insolvent ist, werde Schwechat die Sanierung des überschuldeten Veranstaltungszentrums Multiversum wohl alleine stemmen müssen, schrieb "News".

Von Baier hieß es dazu, es gebe eine überparteiliche Absichtserklärung, dass das Multiversum bis spätestens 2018 verkauft werden soll. Der Verkauf einer Immobilie dieser Dimension werde jedoch "sicher nicht" über die Medien abgewickelt, betonte die Bürgermeisterin.

Schlager will Geschäftsführer werden

Werner Schlager will dem Bericht zufolge nach dem Clinch mit seinem Co-Gesellschafter Martin Sörös selbst die Geschäftsführung der Schlager-Academy übernehmen.

"Ich würde die Position zum gesetzlichen Mindestgehalt übernehmen", erklärte der Ex-Weltmeister. Sörös bestätigte, dass er per Jahresende als Geschäftsführer zurückgetreten sei. "Als Zeichen des Neuanfangs nach außen", wie er betonte.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang»
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