WADA: Mindestens 643 vertuschte Dopingfälle

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Der vorgelegte WADA-Bericht zeichnet ein neues Bild über das genaue Ausmaß des russischen Doping-Skandals.

Laut dem 97-seitigen Schriftstück von Chef-Ermittler Richard McLaren sollen zwischen 2012 und 2015 mindestens 643 positive Doping-Proben russischer Sportler in den Analyse-Labors von Moskau und Sotschi "verschwunden" sein.

Bei den 643 handle sich aber nur um ein Minimum. Die Zahl sei vermutlich noch höher, wenn die Ermittler Zugang zu allen einschlägigen Berichten gehabt hätten.



Weitere Kern-Ergebnisse des WADA-Berichts:

  • Das Moskauer Labor agierte zum Schutz von gedopten russischen Athleten innerhalb eines vom Staat bestimmten, unfehlbaren Systems. Dieses wird im Report als Methode der verschwundenen Positivproben beschrieben.

  • Das Labor in Sotschi entwickelte eine einzigartige Methode zum Austausch von Proben, um gedopten russischen Athleten die Teilnahme an den Heimspielen 2014 zu ermöglichen.

  • Das Sportministerium leitete, kontrollierte und überwachte die Manipulation der Athletenbefunde oder den Proben-Austausch. Das geschah unter aktiver Teilnahme und Hilfestellung von FSB (russischer Inlandsgeheimdienst), CSP (Trainingszentrum der russischen Top-Athleten) sowie der Labors in Moskau und Sotschi.

  • Die gefälschten Analysen betreffen Athleten aus rund 30 Sportarten. An der Spitze stehen die Leichtathleten mit 139 Fällen, danach folgen Gewichtheben (117), der paralympische Sport (35) und Ringen (28).


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Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
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