Noch kein Rio-Ausschluss, aber erste Sanktionen

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Auch wenn sich das IOC bezüglich eines kompletten Ausschlusses Russlands von den Olympischen Sommerspielen in Rio noch juristisch beraten lassen will, ergreifen die Olympier am Dienstag erste Sanktionen.

Das IOC nimmt Russland die Europaspiele 2019 weg. Darüber hinaus werden Disziplinarverfahren gegen russische Offizielle eröffnet. Die Doping-Proben aller russischer Teilnehmer von Sotschi 2014 werden Nachtests unterzogen.

Alle Personen, die im am Montag veröffentlichten McLaren-Bericht genannt werden, werden keine Akkreditierungen für Rio erhalten. Zudem ergeht eine Aufforderung an alle Wintersport-Weltverbände, keine Groß-Ereignisse an Russland zu vergeben.

Leichtathletik-Prozess abwarten

Man werde zunächst den Ausgang des Verfahrens abwarten, das derzeit vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) wegen des Komplettausschlusses der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen geführt wird, hieß es. Der CAS will bis Donnerstag über den Einspruch der betroffenen Sportler entscheiden.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat dem IOC und dem paralympischen Komitee (IPC) bereits am Montag empfohlen, einen Komplettausschluss der russischen Sportler von Olympia und den Paralympics zu prüfen.

Der McLaren-Bericht wirft Russland jahrelanges Doping unter staatlicher Federführung vor. Betroffen sind neben den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 auch die Leichtathletik-WM 2013 in Moskau und die Schwimm-WM 2015 in Kazan.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
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