Martina sorgt für Heim-Sieg über 100 m

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Churandy Martina holt bei der Leichtathletik-EM in den Niederlanden sensationell Gold für den Gastgeber über 100 m.

Das Zielfoto muss entscheiden, nachdem Martina in 10,07 Sekunden zeitgleich mit dem Türken Jak Ali Harvey ins Ziel kommt. Favorit Jimmy Vacaut (FRA) wird in 10,08 Dritter.

Die Österreicher bleiben hinter den Erwartungen. Stephanie Bendrat scheitert über 100 m Hürden im Halbfinale und belegt Platz 23. 1.500-m-Läufer Andreas Vojta wird in seinem Vorlauf Letzter und landet auf Rang 32.

Pech für Bendrat

Ihre aktuelle Topform nicht ausspielen konnte Stephanie Bendrat. Die Hürdensprinterin erwischte einen sehr guten Start in ihr Halbfinale, blieb aber an der fünften Hürde hängen und kam total aus dem Rhythmus. "Schade, ich war super im Rennen. Ich habe schon beim Aufwärmen gemerkt, dass die Form passt", ärgerte sich Bendrat und schluckte die Tränen hinunter. Ausreden wie drehenden Wind wollte sie nicht suchen.

Im Vorlauf am Mittwoch war sie in 13,17 bis an 6/100 an ihre Bestzeit herangekommen, nach den 14,00 in der Vorschlussrunde wurde es nur der gesamt 23. Platz für die heuer konstant auf gutem Niveau laufende Salzburgerin. Der Titel ging in 12,62 Sekunden an die Deutsche Cindy Roleder, die sich vor der in der Südstadt trainierende Weißrussin Alina Talaj (12,68) durchsetzte.

Vojta enttäuscht

Vojta landete in seinem 1.500-m-Vorlauf in 3:46,32 Minuten nur auf dem zwölften und letzten Platz und wurde Gesamt-32. "Es ist echt schwer zu sagen, ich bin komplett weit weg von dem, was ich weiß, dass ich kann. Ich kann einfach mein Potenzial im Moment nicht ausschöpfen", sagte der 27-Jährige.

Im vergangenen Jahr sei er ganz weit weg gewesen, da sei gar nichts gegangen. Jetzt habe er sich ein bisserl erfangen. "Aber ich bin in einem Bereich, wo es noch nicht reicht. Einmal habe ich ein verhältnismäßig gutes Rennen gehabt und das Limit erbracht. Aber ich merke einfach, dass mir vom Grundniveau noch ein Stück fehlt vom dem, wo ich bei einer EM sein will", sagte der EM-Finalist von 2010 (Elfter) und 2012 (Zehnter).

Britin holt Gold über 200 m

Die 200 m bei den Frauen gingen am Donnerstag an die Britin Dina Asher-Smith, die in 22,37 Sekunden die Bulgarin Iwet Lalowa-Collio (22,52) und die erst 19-jährige Deutsche Gina Lückenkemper (22,74) auf die weiteren Medaillenränge verwies. Im Zehnkampf der Männer setzte sich mit 8.218 Punkten nach überstandener Krebserkrankung der Belgier Thomas van der Plaetsen die Krone auf, Silber sicherte sich der Tscheche Adam Helcelet (8.157) und Bronze der Serbe Mihail Dudas (8.153).

Etliche Entscheidungen fielen in Feld- und Grubenbewerben. Im Kugelstoßen verteidigte die Deutsche Christina Schwanitz mit 20,17 m ihren Titel erfolgreich, zum bereits dritten Mal in Serie als Siegerin bei Kontinentaltitelkämpfen jubelte die spanische Hochspringerin Ruth Beitia, die 1,98 m im ersten Versuch klärte. Im Speerwurf war der Lette Zigismunds Sirmais mit 86,66 m überragend, im Weitsprung gewann der britische Olympiasieger Greg Rutherford mit 8,25 m die Goldmedaille.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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