Doping-Welle erreicht Judo

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Die Doping-Welle mit Meldonium erreicht nun auch Judo.

Laut Informationen der russischen Nachrichten-Agentur TASS sollen vier russische Athleten mit der seit Jahres-Beginn verbotenen Substanz erwischt worden sein.

Deren Quellen zufolge soll es sich um den zweifachen WM-Zweiten Mikhail Pulyaev (Weltranglisten-4. bis 66 kg), Masters-Sieger Denis Iartcev (WRL-6. bis 73 kg), Nataliya Kondratyeva (WRL-26. bis 48 kg) und Ekaterina Valkova (WRL-15. bis 63 kg) handeln.

Judo-Weltverbands-Präsident Marius Vizer (re.) mit Vladimir Putin
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Der russische Judo-Verband, der zu den größten und erfolgreichsten weltweit gehört, hat bislang keine Stellung zu den Meldungen genommen.

Boomerang für den Judo-Weltverband

Sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten, wäre dies eine herbe Watschn für Weltverbands-Präsident Marius Vizer. Dieser hatte vor zwei Wochen gegenüber "Reuters" noch erklärt, dass der Judo-Sport in Bezug vom ausufernden russischen Doping-Skandal nichts zu befürchten hätte.

"Wir haben keine Angst, weil Judo spezielle Werte hat und unser Sport sehr viel Wert auf Integrität legt", so Vizer. Der ehemalige SportAccord-Präsident gilt in der internationalen Sportpolitik als enger Freund von Russlands Präsident Vladimir Putin, der wiederum ein großer Judo-Förderer ist.

Weiters meinte Vizer: "In den letzten Jahren hatten wir keinster Weise Doping-Probleme mit russischen Athleten und ich denke, dass Judo unter den anderen Sportarten sicher ist."

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