"Judo-CL": ÖJV-Teams gegen Putin-Klub

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Erwartet schwer fallen die Auftakt-Gegner für die ÖJV-Vertreter bei der erstmals in Österreich stattfindenden Judo Golden League am Samstag im Schwechater Multiversum aus.

Wie die Auslosung am Freitag ergibt, bekommen es sowohl die Damen von Vienna Samurai, als auch die Herren der Galaxy Tigers Wien mit dem russischen Top-Klub Yawara Newa zu tun.

Beide ÖJV-Teams dürfen jeweils aufgrund einer Wildcard für den Veranstalter an der Champions League des Judos teilnehmen.

"Wie Rapid gegen FC Barcelona"

Die jeweils neun Teams umfassenden Starterfelder setzen sich aus den jeweils vier besten Klubs der letztjährigen Golden League sowie des als Qualifikation dienenden European Club-Cups zusammen. Plus eben der Wildcards.

Bei den Männern gilt der aus St. Petersburg stammende Titelverteidiger Yawara Newa als Favorit. Der mit russischen Olympiasiegern und Weltmeistern gespickte Verein war 1998 von niemand geringeren als Vladimir Putin mitbegründet worden.

Die Galaxy Tigers rund um ÖJV-Team-Kämpfer Marcel Ott sind somit krasser Außenseiter. "Es ist, als ob Rapid gegen Bayern, Barcelona, Real und Juventus spielen müsste", versucht Trainer Thomas Haasmann die Relationen zu verdeutlichen. Die Wiener, die den heimischen Titel im November ungeschlagen verteidigten, polierten ihren jungen Kader mit dem ungarischen Olympia-Zweiten Mikloas Ungvari (-73 kg), den Israelis Baruch Shmailov (-66) und Or Sasson (+90) sowie dem heimischen Talent Marko Bubanja von Erzrivale Vienna Samurai auf.

Highlights Golden League 2014

This is the highlight at the end of the year and the last competition of 2015: The Golden League in Vienna/Schwechat (AUT). 8 women teams and 8 men teams try to get the club title. Can Yawara-Neva Saint Petersburg (men) and Galatasaray Istanbul (women) defend their title?#europeanjudo #GoldenLeagueJudo

Posted by European Judo Union on Donnerstag, 17. Dezember 2015

Im Europacup bereits Erfahrung gesammelt

Auch die Samurai-Damen rüsteten auf. Neben den Nationalteam-Kämpferinnen Mara Tabea Kraft (-52), Asimina Theodorakis (-57), Susanne Lechner (-63), Michaela Polleres (-70) stehen die Legionärinnen Szabina Gercsak (-70/HUN) und Carolin Weiß (+70/GER) neu im Kader.

"Alles ist drinnen, mit drei starken Kämpferinnen können wir schließlich jedes Duell gewinnen", verweist der mittlerweile abgetretene Vereins-Obmann Leopold "Mini" Korner auf den fünften Platz beim European Club-Cup von vor zwei Jahren. Voriges Jahr holten die Hauptstädterinnen Rang sieben.

Gegen Yawara Newa brauchen Hilde Drexler und Co. nichtsdestoweniger einen Sahnentag erster Güte.

ÖJV-Legionär bei Abensberg

Groß ist die Bindung der heimischen Judo-Szene auch zum TSV Abensberg. Der deutsche Herren-Rekordmeister, der gemeinhin als "FC Bayern des Judos" bekannt ist, hat mit Daniel Allerstorfer Österreichs aktuelles Schwergewichts-Aushängeschild in seinen Reihen. "Allerdings wird es angesichts der Stärke des Kaders schwierig, dass ich zum Einsatz komme", bremst der Mühlviertler die Hoffnungen des Heim-Publikums.

Zum Auftakt gegen RS Belgrad ist der TSV Favorit. "Wir können es bis ins Finale schaffen und dort ist alles möglich", schätzt Abensberg-Boss Otto Kneitinger gegenüber der "Mittelbayrischen" die Chancenverteilung ein.

Die Vorrunden beginnen am Samstag um 10 Uhr, der Finalblock um 16 Uhr.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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