Suljovic in der Form seines Lebens

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Am Sonntag greifen endlich auch die ersten Österreicher in die Darts-WM ein. Mit Mensur Suljovic, Rowby-John Rodriguez und Rasztovits sind diesmal wieder drei heimische Vertreter im Turnier. Das Trio legte in den letzten Wochen gemeinsam intensive Trainings-Sonderschichten ein und geht so bestens vorbereitet in die Weltmeisterschaft.

Mensur Suljovic

Von ihm darf man sich in diesem Jahr viel erhoffen. The Gentle hat die beste Saison seiner Karriere hinter sich und reist in Top-Form zur WM. Der Wiener überzeugte bei Major-Turnieren, erreichte beim World Matchplay und den UK Open jeweils das Viertelfinale, beim World Grand Prix und den Players Championship Finals war im Oktober bzw. November erst im Semifinale Endstation.

Mit Siegen gegen u.a. Weltmeister Gary Anderson, James Wade, Michael Smith, Ian White und Simon Whitlock zeigte Suljovic regelmäßig, dass er Top-10-Spieler schlagen kann. Beim European Grand Prix in Sindelfingen konnte er vor zwei Monaten gar WM-Top-Favorit Michael van Gerwen bezwingen. Selbst von schier aussichtslosen Rückständen lässt er sich nicht beirren, wie die eine oder andere Aufholjagd in diesem Jahr bewies. In der aktuellen Form ist eine Wiederholung seines Achtelfinaleinzugs von 2011, Suljovic’s bislang beste WM, zu erwarten. Dann würde es wohl zu einem Duell mit Adrian Lewis kommen, der den Wiener Ende November bei den Players Championship Finals 11:1 in die Schranken wies.

Als aktuelle Nummer 21 der PDC Order of Merit ist Suljovic bei der WM als erster deutschsprachiger Spieler überhaupt gesetzt und bekommt es in Runde eins am Sonntag in der Nachmittagssession mit dem 27-jährigen Niederländer Jermaine Wattimena (102) zu tun, auf dem Papier ein leichtes Los. Bei einem Aufstieg würde der Engländer David Pallett (47.), wie Suljovic und Wattimena Bull’s-Spieler, warten. Er warf überraschend Kim Huybrechts aus dem Turnier. Mit der WM hat Suljovic noch eine Rechnung offen, denn nach dem Turnier 2011 konnte er kein WM-Match mehr gewinnen.

Rowby-John Rodriguez

Im Vorjahr merkte man dem jungen Wiener bei seinem Debüt im Ally Pally die Nervosität noch an. Gegen den mehrfachen Weltmeister Raymond van Barneveld endete das Abenteuer WM gleich in Runde eins. Heuer sammelte der Junioren-Vize-Weltmeister 2014 weitere Erfahrung auf großen Bühnen und war auch beim Grand Slam of Darts vertreten, wo er u.a. gegen Phil Taylor spielte (2:5-Niederlage). Auch er konnte schon gegen namhafte Spieler sein großes Talent unter Beweis stellen, die Auslosung bescherte ihm in der ersten Runde mit Dave Chisnall allerdings einen ganz harten Brocken. Gespielt wird die Partie am Dienstagabend.

Michael Rasztovits

Mit seinen Leistungen im Jahr 2015 war Rasto eigentlich nicht zufrieden, durch den Gewinn der Bull’s Super League Eastern Europe konnte er sich aber für die WM qualifizieren. Der Ally Pally ist für den Burgenländer Neuland, auf größeren Bühnen spielte er bislang nur bei einigen Turnieren der European Tour. Rasztovits steigt in derselben Session am Sonntag ein, in der auch Suljovic spielt, allerdings muss er in die Vorrunde. Dort wartet der Neuseeländer Rob Szabo, in Runde eins würde es gegen Jamie Caven (22) gehen.

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