Anderson verteidigt seinen Titel

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Der PDC-Weltmeister 2016 heißt Gary Anderson. Der Flying Scotsman setzt sich im Finale gegen Adrian Lewis mit 7:5 Sätzen durch.

Damit ist Anderson nach Phil Taylor und Lewis erst der dritte Spieler, der seinen Titel erfolgreich verteidigen kann. Zudem gelingt ihm die Revanche für das Finale der WM 2011, in dem er Lewis 5:7 unterlegen war.

Anderson kassiert für den Turniersieg 300.000 Pfund, für seinen 9-Darter im Halbfinale streift er noch einmal 15.000 Pfund ein.

In einer engen Partie unterlaufen beiden Spielern immer wieder bittere Fehler, so verbucht Lewis mehrfach Bouncer, Anderson verrechnet sich zweimal. Bis zum 3:3 kann sich keiner der beiden absetzten, dann zieht Anderson aber auf 5:3 davon. Jackpot fängt sich danach, sichert sich Satz neun zu Null und kommt wieder heran. Anderson kontert ebenfalls mit einem Satzgewinn ohne Legverlust, ehe wieder Lewis an der Reihe ist.

Bei 6:5 gelingt Lewis zunächst das Break, Anderson antwortet mit Rebreak und bringt sich mit einem 170er Finish mit 2:1 Legs in Führung. Nachdem der Schotte einen Matchdart auslässt, scheitert Lewis daran, 137 zu checken und Anderson sichert sich - wie schon im Vorjahr - über die Doppel-12 den WM-Titel.

"Ich weiß gar nicht was los ist, was hier heute passiert ist. Ich habe gut gespielt, aber auch Phasen gehabt, die nicht gut waren", meint Anderson in seinem ersten Statement als Doppel-Weltmeister. "Ich weiß nun, wie sich Taylor und Lewis fühlen. Jetzt bin ich mindestens noch zwölf Monate Weltmeister."

Der unterlegene Lewis hadert indes damit, dass ihm der Ausgleich und damit der Einzug in einen entscheidenden siebten Satz nicht mehr gelang. "Es hat eigentlich gut begonnen, keiner konnte sich wirklich absetzen. Ich habe in den letzten beiden Sätzen gut gespielt und an das 6:6 geglaubt. Die Finalniederlage ist natürlich eine große Enttäuschung, aber ich habe ein gutes Turnier gespielt", so der Engländer.

Lewis Anderson
Average 100,23 99,26
Doppelquote 38 % 43,33 %
Höchstes Finish 131 170
100 40 53
140 32 31
180 19 15

Premier League-Teilnehmer stehen fest

Durch den Finaleinzug schiebt sich Lewis in der Order of Merit wieder auf Rang drei nach vor. Phil Taylor rutscht indes erstmals auf vier ab. Während die beiden, ebenso wie Michael van Gerwen (1) und Anderson (2) über ihre Weltranglistenplatzierung für die Premier League qualifiziert sind, dürfen sich Peter Wright, James Wade, Robert Thornton, Michael Smith, Raymond van Barneveld und Dave Chisnall über eine Wildcard für den Bewerb freuen.

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