Box-Legende Muhammad Ali gestorben

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Die Box-Legende Muhammad Ali ist am Freitag (Ortszeit) in Phoenix gestorben. Das teilte seine Familie in einer Erklärung mit.

"Nach einem 32-jährigen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit ist Muhammad Ali im Alter von 74 gestorben", erklärt sein Sprecher Bob Gunnell. Ali war am Donnerstag wegen Atembeschwerden in ein Krankenhaus in Phoenix (Arizona) eingeliefert worden.

Alis Weltkarriere als Boxer begann mit seinem Olympia-Sieg 1960 in Rom. Jahrelang verteidigte er den WM-Titel im Schwergewicht.

Sein Sprecher meinte nach Alis Einlieferung ins Krankenhaus am Donnerstag, er werde von einem Ärzteteam betreut und befinde sich in guter Verfassung. Es sei mit einem kurzen Aufenthalt zu rechnen. Dann hatte es aus dem Umfeld des 74-Jährigen am Freitag aber bereits geheißen, Ali sei in einem bedenklichen Gesundheitszustand.

Das berichteten auch mehrere US-Medien. Auf der offiziellen Twitter-Seite und Website der als "The Greatest" bekannten Sport-Ikone wurden nun Fotos von Ali mit dem Zusatz "1942 - 2016" veröffentlicht.

Ali wurde als Cassius Clay geboren, gab sich aber aus religiösen Gründen später einen muslimischen Namen. Seit über 30 Jahren litt er an Parkinson. In den Jahren 2014 und 2015 hatte er wegen einer Lungen-Entzündung und wegen einer Harnwegs-Infektion Aufenthalte im Krankenhaus.

Olympia-Gold in Rom als Cassius Clay

Ali galt als berühmtester Boxer der Sportgeschichte. Als er 1960 Olympisches Gold gewann, hieß er noch Cassius Clay.

Erst fünf Jahre später, als er zum Islam übertrat, nahm er den Namen Muhammad Ali an. Der begnadete Boxer wurde im Februar 1964 erstmals Schwergewichts-Weltmeister. Er bezwang damals Sonny Liston und beschrieb seinen eleganten Boxstil mit den Worten: "Schweben wie ein Schmetterling, stechen wie eine Biene."

Weitere zweimal krönte sich Ali danach zum Champion. Seine Karriere hatte er 1981 beendet. Der Verdacht auf die Parkinson-Krankheit war 1984 bestätigt worden.

Legendäre Kämpfe

Ali lieferte dabei in seiner Karriere unvergessliche Kämpfe wie den "Rumble in the Jungle" oder den "Thrilla in Manila". Trotz seiner Rücktritts-Ankündigung im Juni 1979 zog es Ali noch einmal in den Ring. Er hörte nicht auf die Warnungen von Ärzten und trat im Oktober 1980 gegen Larry Holmes an. Ali verlor nach Kampfabbruch. Seinen 61. und letzten Profi-Kampf (56 Siege) bestritt er ein gutes Jahr später. Wieder verlor Ali, Gegner am 11. Dezember 1981 in Nassau war damals Trevor Berbick.

Symbol der Bürgerrechtsbewegung

Der am 17. Jänner 1942 in Louisville als Sohn eines Plakatmalers geborene Ali machte aber auch weltweit Schlagzeilen durch seine Verweigerung des Militärdienstes während des Vietnam-Kriegs, für die er auch eine Sperre von drei Jahren in Kauf nahm.

Er wurde auch zum Symbol der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Als er 1996 schon gezeichnet von seiner Krankheit das Olympische Feuer in Atlanta entzündete, sorgten die Bilder weltweit für Ergriffenheit. In der Öffentlichkeit zeigte sich Ali in den vergangenen Jahren immer seltener.

Der Größte aller Zeiten hatte auch ein großes Mundwerk. Seine besten Sprüche:

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