ÖHB-Team erfüllt die Pflicht mit Bravour

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Österreichs Handballmänner bleiben in der Qualifikation für die WM 2017 makellos.

Am Samstag feierte die von Personalsorgen geplagte Truppe von Patrekur Johannesson drei Tage nach dem 40:27-Kantersieg in Triest neuerlichen einen klaren 30:19-(15:9)-Erfolg über Italien. Raul Santos war mit acht Toren erfolgreichster ÖHB-Werfer.

Rot-Weiß-Rot holte sich damit eine weitere Moralinjektion für die vorentscheidende Auswärtspartie in Rumänien am Donnerstag.

Die Entscheidung folgt

Mit vier Siegen aus ebenso vielen Spielen verteidigte Österreich die Führung in Gruppe 2 mit nunmehr acht Punkten vor Rumänien (4), das erst am Sonntag auf das punktlose Schlusslicht Finnland traf.

Das folgende Duell mit Rumänien in Baia Mare am Donnerstag (17.00 Uhr MEZ) dürfte für die junge rot-weiß-rote Truppe freilich zu einem wesentlich härteren Spiel werden.

Der knappe 27:24-Heimsieg im Herbst könnte sich jedenfalls noch als Bumerang erweisen, zählt am Ende bei Punktegleichheit doch der direkte Vergleich.

Hinten und vorne tonangebend

Am Samstag präsentierte sich Österreich jedenfalls voll fokussiert auf die Italiener und fand noch schneller ins Spiel als in Triest.

Von Plus-2 in der elften Minute arbeitete man sich bis zur 20. Minute auf 12:5 nach vor und brachte schließlich einen Sechs-Tore-Vorsprung in die Pause. Italien hatte dem dynamischen Spiel der ÖHB-Truppe nichts entgegenzusetzen, die junge Garde um Nikola Bilyk wurde in der Offensive kaum vor Probleme gestellt und ließ auch in der Defensive wenig zu.

Zudem war Goalie Thomas Bauer, in Abwesenheit des erst in drei Tagen zum Team stoßenden Routiniers Nikola Marinovic Nummer eins, mit insgesamt zehn Paraden alleine in der ersten Hälfte ein sicherer Rückhalt. Marinovic soll gegen Rumänien in den Kader zurückkehren.

Andere Seiten, gleiches Schauspiel

An der klaren Überlegenheit der Hausherren änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Das Fehlen u.a. der Routiniers Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Romas Kirveliavicius und Robert Weber konnte problemlos kompensiert werden.

Nach anfänglichen leichten Problemen rollte der ÖHB-Express auch mit zahlreichen Bankspielern über die hilflosen Italiener. Einen Neun-Tore-Vorsprung nach gut 45 Minuten ließ sich Österreich nicht mehr nehmen.

Das abschließende ÖHB-Heimspiel gegen die Finnen steigt am 17. Jänner wieder in der Südstadt. Der Gruppensieger ist für das Playoff im Juni qualifiziert, dort allerdings wartet abhängig vom Ausgang der EM im Jänner in jedem Fall ein starker Gegner.

Stimmen zum Spiel

Patrekur Johannesson (ÖHB-Teamchef): "Das war heute ordentlich. Vielleicht waren wir ein bisschen ungeduldig, das müssen wir gegen Rumänien besser machen. Ich habe heute viele gute Sachen gesehen, aber wir müssen uns noch in der Abwehr und im Mittelblock steigern. Manchmal waren wir auch im Angriff zu statisch. Aber jeder von uns hat alles gegeben, dass Fehler dabei sind, ist klar. Gegen Rumänien muss alles klappen, aber wir werden gut vorbereitet sein."

Nikola Bilyk (ÖHB-Teamspieler): "Es war ein gutes Spiel von uns, wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben, jetzt ist der nächste Schritt Rumänien. Auch eine Mannschaft wie Italien kann immer wieder überraschen, deswegen war es wichtig, mit 100 Prozent reinzugehen. Unsere Deckung ist gut gestanden und wir haben schnell nach vorne gespielt. Wir hatten aber viele Fehlwürfe, das müssen wir besser machen. Gegen Rumänien wird es nicht leicht, wir müssen noch eine Schippe drauflegen, aber ich glaube, wir können das schaffen und gewinnen."

Raul Santos (ÖHB-Teamspieler): "Es gibt noch Kleinigkeiten zu verbessern, zum Beispiel technische Fehler im Angriff. Wenn wir das hinkriegen, haben wir gegen Rumänien eine gute Chance."

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang»
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