ÖHB-Herren besiegen Italien in WM-Quali klar

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Österreichs Handball-Herren bleiben in der WM-Qualifikation für Frankreich 2017 in Gruppe 2 ungeschlagen und besiegen Italien am Mittwoch in Triest sicher mit 40:27 (16:12).

Nikola Bilyk (9), Sebastian Frimmel (5), Janko Bozovic und Raul Santos (je 4) führen die junge Truppe von Teamchef Johannesson an.

Im Parallel-Spiel gewinnt Rumänien in Finnland mit 34:21.

Die ÖHB-Herren liegen in der Tabelle mit 6 Punkten voran, Rumänien (4), Italien (2) und Finnland (0) folgen.

Rückspiel am Samstag

Schon am Samstag (20.25 Uhr) folgt in der Südstadt das "Rückspiel" gegen die Italiener. Das Duell mit Rumänien in Baie Mare am 14. Jänner dürfte dann zum vorentscheidenden Duell um Platz eins werden.

Das abschließende ÖHB-Heimspiel gegen die Finnen steigt am 17. Jänner. Der Gruppensieger ist für das Play-off im Juni qualifiziert, dort allerdings wartet abhängig vom Ausgang der EM im Jänner in jedem Fall ein starker Gegner.

Junges Team überzeugt

"Man darf nicht vergessen, wie jung diese Mannschaft ist und wie wenig Erfahrung sie international hat", hat Teamchef Patrekur Johannesson vor dem Auswärtsspiel im "PalaTrieste" zu bedenken gegeben - ein Blick auf den Kader unterstreicht diese Aussage: Nur sechs von 16 Akteuren fuhren vor genau einem Jahr zur WM in Katar.

Rücktritte und die aktuellen Verletzungen u.a. von Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Goalie-Routinier Nikola Marinovic, Romas Kirveliavicius und Robert Weber stellen Johannesson und Spieler gleichermaßen vor große Herausforderungen, die gegen den Außenseiter aus Italien aber gut gelöst werden.

Geduld wird belohnt

Obwohl sich die erste Hälfte lange Zeit als zähes Ringen gestaltet, warten die Österreicher um den zukünftigen Kiel-Akteur Bilyk, Janko Bozovic und den im Team fast völlig unerfahrenen Mitte-Mann Gerald Zeiner geduldig auf Chancen und haben stets leicht das Übergewicht.

In der zehnten Minute liegt man erstmals zwei Tore im Plus, bis zur Pause bauen die Gäste ihren Vorsprung auf vier Treffer aus.

Frühe Vorentscheidung

Die entscheidende Phase zu Beginn der zweiten Hälfte gehört dann zur Gänze Rot-Weiß-Rot, das nach einem 10:3-Lauf in der 41. Minute 26:15 führt und damit die Vorentscheidung herbeiführt.

Auch der 21-jährige Zweiergoalie Kristian Pilipovic von den Fivers Margareten hat großen Anteil daran. Italien ist gebrochen, kann nicht mehr zusetzen. Im Finish dürfen sich dann auch noch Wechselspieler wie Lukas Frühstück, Thomas Kandolf und Boris Zivkovic in die Torschützenliste eintragen.

"Wir sind ruhig geblieben"

Teamchef Patrekur Johannesson meint zum Spiel: "Anfangs dachte ich, dass es ein typisch schweres Auswärtsspiel wird, aber wir sind ruhig geblieben, haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen. Zudem haben alle gespielt, das war eine gute Leistung. In der zweiten Hälfte ist Pilipovic als Torhüter gut ins Spiel gekommen, dazu hatten wir den Kreisläufer besser im Griff und konnten ein paar Gegenstoßtore machen, das war entscheidend."

Nikola Bilyk resümiert: "Wir haben in der zweiten Hälfte vor allem eine bessere Deckung gespielt, den Ball schnell nach vorne gebracht, da sind die Italiener dann nicht mehr mitgekommen. Wir haben heute sicher zeigen können, was in uns steckt, aber es geht noch besser, wir fokussieren uns schon wieder auf das nächste Spiel."

Textquelle: © APA, LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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