Wenn ein Jugendtraum wahr werden könnte

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Es war das Duell der beiden gefährlichsten Torjäger der Vorsaison der deutschen Handball-Bundesliga.

Raul Santos gegen Robert Weber. Beides Österreicher.

Das Spiel zwischen Gummersbach und Magdeburg am Mittwochabend geht mit 30:25 an die Hausherren, bei denen Santos sechs Tore erzielt. Weber für die Gegenseite deren fünf.

Santos rückte zuletzt auch in den Fokus der Berichterstattung. Der wieselflinke Flügelspieler des VfL wird  fortwährend mit deutschen Großklubs in Verbindung gebracht.

Seitdem Ende September bekannt wurde, dass Uwe Gensheimer die Rhein-Neckar Löwen nach 13 Jahren zu Saisonende in Richtung Ausland verlassen wird, gilt Santos als wahrscheinlicher Nachfolge-Kandidat.

Nun soll ein weiterer Interessent dazugekommen sein – und der ist nicht minder spektakulär. Niemand geringerer als Branchen-Krösus THW Kiel soll die Fühler nach dem 23-Jährigen ausgestreckt haben. Bei den „Zebras“, aktuell Fünfter in der Tabelle, könnte er Dominik Klein beerben. Der Vertrag des 187-fachen deutschen Internationalen ist bis zum Sommer datiert.

Gespräche, aber nicht mehr

Beim großen THW, zu dem nach dieser Saison Fivers-Talent Nikola Bilyk voraussichtlich wechseln wird, ist mit Thorsten Storm jener Mann Geschäftsführer, der Santos schon während seiner Zeit als Löwen-Manager nach Mannheim lotsen wollte.

„Ja, der THW hat sich gemeldet“, bestätigt Santos gegenüber LAOLA1, der sich naturgemäß bedeckt hält. „Aber da wird viel geredet, viel spekuliert“, gibt er zu verstehen, dass seine volle Konzentration dem VfL gelte. „Ich spiele für Gummersbach, habe noch Vertrag bis 2017. Alles andere wird kommen.“

Auch von Gesprächen mit den Löwen berichtet er. Ein konkretes Angebot gebe es jedoch nicht. „Sie haben ihr Interesse bekundet.“

Ein Jugendtraum klopft an

Das Interesse der deutschen Top-Adressen ehrt den gebürtigen Dominikaner, der 2013 von Leoben den Sprung in die „stärkste Liga der Welt“ wagte.

„Ich erinnere mich an meine Jugend, als ich davon geträumt habe, irgendwann einmal bei Spitzen-Vereinen wie Kiel, Rhein-Neckar Löwen oder Barcelona zu spielen. Wenn dann ein solcher Klub anklopft, freut man sich natürlich und denkt auch darüber nach“, sieht er es als Lob.

In insgesamt 91 Liga-Spielen brachte es Santos für Gummersbach auf 542 Tore, was im Schnitt sechs Treffer (5,97) pro Partie bedeutet. Eine stolze Marke, die untermauert, dass er bereit für den nächsten Schritt wäre.

„Als ich hier nach Gummersbach gekommen bin, haben mich all die Anforderungen und Trainingsinhalte weitergebracht. Man muss dann weiterdenken und sich irgendwann einmal auf dem nächsten Level versuchen.“

Ob das bei Gummersbach oder woanders sei, lässt Santos offen.

 

Reinhold Pühringer

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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