Die Suche nach der Spur

Aufmacherbild Foto: © GEPA

Fivers gegen Krems.

Was in der vergangenen Saison noch das Cup-Finale oder HLA-Halbfinale war, verkommt am 4. Spieltag der noch jungen Spielzeit zum Duell zweier recht holprig gestarteter Teams.

Wer findet im LAOLA1-LIVE-Spiel am Freitag (19:30 Uhr im Stream) in die Spur?

Die ersten Rückschläge beider resultieren mitunter aus einer Parallele.

„Beide Klubs haben im Sommer einige Verluste verkraften müssen“, so Herbert Lastowitza. Der gebürtige Oberösterreicher hat die Kremser nach dem überraschenden Rücktritt von Ivo Belas interimistisch übernommen und konnte vergangene Woche mit einem 30:20 über Bruck den ersten Saisonsieg einfahren.

Lastowitza weiß nur allzu gut, dass der Aderlass der Fivers unterm Strich schwerer wiegt, als jener beim UHK. Schließlich kamen mit Super-Talent Nikola Bilyk (THW Kiel), Tobias Wagner (Balingen-Weilstetten) und Richard Wöss zwei Nationalspieler sowie ein ehemaliger abhanden. In Krems verabschiedeten sich derweil Christoph Neuhold (ASV Hamm-Westfalen) Michal Shejbal (St. Gallen) und Dome Surac (HC Hard).

„Wobei wir mit Neuzugängen diese Verluste freilich etwas abfangen konnten“, verweist Lastowitza auf den Weg der Fivers, die ausschließlich auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen. Ein Modell, das sich der Kremser Coach, der selbst lange Jahre im Jugend-Handball gewirkt hat, auch bei den Niederösterreichern vermehrt forcieren möchte.

Kräfteverhältnisse verschoben

Lastowitzas Gegenüber, Fivers-Coach Peter Eckl, ortet trotz der Parallelen auch große Unterschiede zwischen den beiden Teams. „Wenn ich mir die erste Reihe der Kremser mit Vlatko Mitkov, Sebastian Feichtinger, Fabian Posch, Tobias Schopf oder Norbert Visy ansehe, dann ist da sehr viel Erfahrung“, sieht der Wiener die Gäste im Vorteil.


Fivers - Krems am Freitag, 19:30 Uhr im LIVE-Stream


Ob er Krems gar die Favoritenrolle zuschiebt? „Wenn man sich nur sieben Spieler ansieht, dann ja. Aber für einen Sieg braucht es meiner Meinung nach mehr als sieben Spieler und gerade in der zweiten Reihe sehe ich uns stärker und kompakter.“

Gemäß der Einschätzung Lastowitzas haben sich die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Teams ebenfalls zugunsten der Kremser verändert. Wenngleich er den Meister mit 55:45 im Vorteil sieht.

Kein Anlass zur Panik

Von einem „Wellental“ will Lastowitza trotz des turbulenten Saisonstarts dennoch nicht sprechen, schließlich sei die Leistung in allen drei Matches eine durchaus ansprechende gewesen. „Gegen Ferlach war es halt etwas unglücklich, wenn du bei Unentschieden vorne verwirfst und dann hinten die Rote Karte und Siebenmeter gegen dich bekommst.“

"Wenn es passt, könnte ich mir ein längerfristiges Engagement schon vorstellen."

Herberst Lastowitza

Sein Ziel sei es viel mehr, dass sich der Trend nach oben weiter fortsetzt. Dann sollte auch bald mehr als der siebte Tabellenplatz herausschauen.

Bei den Fivers betrachtet man den Saison-Auftakt bislang unaufgeregt. „Wir haben bis Weihnachten Zeit, uns zu entwickeln“, meint Eckl knapp.

Lastowitza für länger?

Von welcher Dauer das Engagement von Lastowitza auf der UHK-Bank sein wird, kann er nicht sagen. „Gerade bei einem Interims-Job hängt das von vielen Faktoren ab.“ Freilich auch von der sportlichen Entwicklung der Mannschaft. Sollte das „Werk'l“ aber ins Laufen kommen, wäre er einer längerfristigen Tätigkeit nicht abgeneigt. „Wenn es passt, könnte ich mir das schon vorstellen, weil es mir einfach richtig Spaß macht, mit der Mannschaft zu arbeiten.“

Wenngleich dies nicht ganz friktionsfrei wäre, schließlich pendelt Lastowitza derzeit zwischen Linz und Krems hin und her.

 

Reinhold Pühringer
 



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