Frankreich geht als Favorit in die EM

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Titelverteidiger und Weltmeister Frankreich geht als großer Favorit in die am Freitag beginnende Handball-EM in Polen.

Mit Spanien und Dänemark sind zwei Nationen in Lauerposition. "Unser Ziel kann nichts anderes als Gold sein", betont Spaniens Coach Manolo Cadenas.

Doch auch Gastgeber Polen wittert seine Chance, WM-Bronze 1982, 2009 und 2015 waren bisher das höchste der Gefühle. "Die Medaille als Europameister fehlt mir noch", sagt Kreisläufer Bartos Jurecki.

Mit lautstarker Unterstützung der Heimfans soll endlich der Titel bei einem Großereignis gelingen. Untermauert wird der hohe Anspruch des polnischen Handballs nicht zuletzt auch auf Clubebene, da sind mit dem Champions-League-Dritten 2015 Kielce und Wisla Plock zwei Teams in der Königsklasse vertreten.

Spanien will ersten EM-Titel

Bei der WM 2015 hatte Spanien im Kampf um Bronze den Polen gegenüber das Nachsehen, der Weltmeister von 2013 peilt nun den ersten kontinentalen Titel an. Die Iberer treffen in Gruppe B auf Deutschland, Schweden und Slowenien.

Die Deutschen, trainiert vom ehemaligen ÖHB-Teamchef Dagur Sigurdsson, müssen mit einer - auch aufgrund von vielen Verletzungen - verjüngten Truppe bestehen und dürfen sich wohl kaum Hoffnungen auf die erste Endrundenmedaille seit WM-Gold 2007 machen.

Auch Kroatien kommt mit einer etwas verjüngten Mannschaft, gilt in Gruppe B aber als Favorit auf den Sieg. Das Team um Domagoj Duvnjak, zukünftiger Clubkollege der ÖHB-Cracks Nikola Bilyk und Raul Santos beim THW Kiel, muss sich in der Vorrunde mit Island, Weißrussland und Norwegen messen.

In Gruppe D ist Dänemark der Favorit auf Platz eins. Superstar Mikkel Hansen und Co. bekommen es mit Russland, Montenegro und Ungarn zu tun.

Österreich scheitert in der Quali

Österreich, das in der schwierigen Qualifikationsgruppe an Spanien und Deutschland scheiterte, ist dank des Kremser-Rückraumspielers Vlatko Mitkov mit einem HLA-Akteur vertreten.

Für die Hauptrunde qualifizieren sich die jeweils besten drei Mannschaften einer Gruppe, die Ergebnisse gegen die jeweils anderen Mitaufsteiger werden mitgenommen. Aus der Hauptrunde kommen die jeweils beiden besten Teams ins Semifinale. Die EM spielt auch im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Sommer in Rio de Janeiro eine wichtige Rolle.

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