Ryder-Cup-Bewerbung überzeugt

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Österreichs Bewerbung für die Austragung des Ryder Cup 2022 erhält nach einer neuerlichen Inspektion durch den neuen European-Tour-CEO Keith Pelley Lob.

"Wien ist eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe. Und der Fontana GC ist grandios und hervorragend als Austragungsort für den Ryder Cup geeignet", sagt der Kanadier nach seinem 24-stündigen Besuch.

Die Entscheidung für den Zuschlag bezeichnet Kelley als "nicht einfach", sie soll im Dezember bekannt gegeben werden.

Kreativ und großartig

Das austria2022-Team wurde vom neuen CEO der European Tour, dem Kanadier Keith Pelley, gelobt und das österreichische Angebot als sehr kompetitiv, kreativ und großartig bewertet.

Rund 24 Stunden dauerte die wegen des Wechsels an der Tour-Spitze notwendig gewordene Visite von Pelley und dem European Ryder Cup Direktor Richard Hills. Pelley wollte sich nach der Übernahme der Tour-Spitze selbst ein Bild von den Bewerbern machen.

Vergangene Woche war er in Deutschland, diese Woche in Spanien und auch in Österreich. Danach flog er nach Rom zu einem weiteren Konkurrenten Österreichs. Der ursprünglich für Ende Oktober 2015 angesetzt gewesene Vergabetermin ist mittlerweile mehrmals verschoben worden.

Österreich bewirbt sich erstmals um den Ryder Cup und damit um einen der wichtigsten Sport-Events weltweit. Im Bewerbungskampf, in dem es um Millionen geht, wird von Österreich mit dem Slogan "Ryder Cup in the Heart of Europe" für eine Partnerschaft von neun Ländern geworben.

Wien ist die offizielle "Host City" der österreichischen Bewerbung um den prestigeträchtigen und alle zwei Jahre stattfindenden Kontinentalvergleich der besten Golfer aus Europa und den USA.

Pelley ist von Wien begeistert

"Fontana ist grandios"

"Wien ist eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe", sagte Pelley laut ÖGV nach einer Fiakerfahrt. Beim Check des Fontana GC in Oberwaltersdorf südlich von Wien wurde das Duo aus Wentworth von Fontana-Besitzer Siegfried Wolf und der niederösterreichischen Sportlandesrätin Petra Bohuslav empfangen. Per Helikopter wurde das komplette Umfeld der Anlage bis hin zum Flughafen aus der Luft begutachtet.

Nach einer neuerlichen Präsentation durch ÖGV-Generalsekretär Robert Fiegl ging es nach Wien zu Finanzminister Hans Jörg Schelling bzw. ins Rathaus. "Wien ist eine einzigartige Stadt. Und der Fontana GC ist grandios und hervorragend als Austragungsort für den Ryder Cup geeignet", sagte Pelley dort und lobte auch die Jugendprogramme ("Hello Juniors") des Österreichischen Golfverbandes.

Schelling bekräftigte beim Treffen den einstimmigen Ministerratsbeschluss zur Unterstützung der österreichischen Ryder-Cup-Bewerbung. "Das offizielle Österreich steht voll und ganz hinter dieser Kandidatur. Die Veranstaltung ist finanziell abgesichert. Österreich ist eines der stabilsten Länder der Welt, der Wirtschaftsstandort Österreich genießt einen hervorragenden Ruf", sagte Schelling.

"Es wäre schön, wenn Österreich nicht nur im Wintersport, sondern auch wieder einmal durch ein Großprojekt im Sommersport zeigen kann, wie gut es in der Organisation ist."

Entscheidung im Dezember

Für ÖGV-Präsident Peter Enzinger war der Besuch eine weitere große Chance: "Pelley ist erst seit wenigen Monaten CEO der European Tour. Es ist großartig, dass er sich selbst ein Bild machen wollte", sagte Enzinger. Ihn freue besonders, dass Pelley nicht so sehr an der Historie, sondern der Zukunft interessiert sei.

Pelley bezeichnete die kommende Entscheidung als "nicht einfach." Der Kanadier bat um Geduld, bis er alle Bid-Books der Kandidaten gelesen habe.

"Das braucht seine Zeit, aber ich hoffe, dass wir im Dezember eine Entscheidung bekannt geben können." Der ursprüngliche Termin, 8. Dezember, sei jedenfalls nicht zu halten. Pelley verabschiedete sich mit dem Satz: "Ich komme wieder."

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