Polian: "Ich bete für Peytons Happy End"

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Peter Altmann berichtet von Super Bowl 50 aus San Francisco  

 
Abseits der absoluten NFL-Insider muss man Bill Polian in Österreich vermutlich vorstellen.

Dabei ist der 73-Jährige definitiv berufen, seine Expertisen über Super Bowl 50 abzugeben. Aus doppeltem Grund.

Einerseits war er der allererste General Manager der 1995 in die NFL eingestiegenen Carolina Panthers.

Andererseits übernahm er 1998 dieselbe Funktion bei den Indianapolis Colts, die damals praktischerweise über den ersten Pick im Draft verfügten. Polian entschied sich für einen gewissen Peyton Manning. Der Rest ist Geschichte.

Ein Ring und ein goldenes Jacket dank Peyton

Wer Bande zu beiden Final-Franchises hat, könnte hin und hergerissen sein, wem er in Super Bowl 50 die Daumen drückt. Polian fällt diese Entscheidung trotz enger Freundschaften in beiden Lagern denkbar leicht.

Meinen Ring und mein goldenes Jacket habe ich Nummer 18 zu verdanken. Deswegen ist mein Herz am Sonntag bei Peyton

Bill Polian

„Hier, schaut auf diesen Ring“, deutet der rüstige Senior auf den riesigen Super-Bowl-Klunker an seiner Hand, „den und das goldene Jacket, das in meinem Kleiderschrank hängt, habe ich Nummer 18 zu verdanken. Deswegen ist mein Herz am Sonntag bei Peyton.“

Besagtes goldenes Jacket bekommt man für die Aufnahme in die Pro Football Hall of Fame, in die Polian vor einem Jahr gewählt wurde. Bei der feierlichen Zeremonie vergangenen Sommer war Manning selbstredend anwesend.

Polians Ära in Indianapolis endete parallel mit jener seines Superstar-Quarterbacks. Manning musste die Saison 2011 verletzungsbedingt aussetzen, die Colts stürzten zum schlechtesten Team der Liga ab, Polian wurde gefeuert, auch Manning musste gehen, um Andrew Luck Platz zu machen, und heuerte bei den Denver Broncos an.

„Um besser zu werden, ließ Peyton keinen Stein auf dem anderen“

Kaum jemand kann intimere Einblicke darüber geben, wie Manning tickt, als jener Mann, der über ein Jahrzehnt Seite an Seite mit ihm gearbeitet hat, wenngleich er sich nicht als sein Entdecker feiern lassen möchte.

Das Ausnahmetalent der University of Tennessee 1998 an Nummer 1 zu wählen, war wohl eine Art „No-Brainer“, wenngleich medial eine Art Duell um den ersten Draft-Pick mit Ryan Leaf inszeniert wurde. Während Peyton jedoch schon als Jungspund als konzentrierter Arbeiter auffiel, stieg Leaf der Ruhm schnell zu Kopf, weshalb er als Draft-Pick Nummer 2 bei den San Diego Chargers grandios scheitern sollte.

So grandios, dass er heute noch als einer der schlimmsten Fehlgriffe der Draft-Geschichte gilt. In einem Artikel wurde er unlängst als Millionen-Dollar-Gesicht mit 10-Cent-Makeup bezeichnet.



Manning indessen war jeden einzelnen Cent, den seine beiden Arbeitgeber im Laufe seiner 18-jährigen Karriere in ihn investiert haben, wert. Mehr als das.

„In meinen Augen stand es schon 1998 außer Frage, dass er ein Winning-Quarterback werden würde. Aber niemand konnte vorhersagen, dass er diese Art von Karriere hinlegen würde. Aber sie ist das logische Resultat seiner Arbeit, die er investiert, seiner Mentalität, seiner mentalen, physischen und emotionalen Toughness. Diese Arbeitseinstellung und dieser unglaubliche Fokus darauf, was er tun muss, um besser zu werden, hat ihn von anderen unterschieden. Wenn es darum ging, hat er keinen Stein auf dem anderen gelassen. Das hat auch die Leute um ihn herum besser gemacht“, erinnert sich Polian.

Wie entscheidet Manning sein Karriereende?

Heute arbeitet der langjährige Colts-GM als Experte bei ESPN, analysiert vor allem Funktionärs-Belange. Ob Manning am Sonntag das allerletzte Spiel seiner ruhmreichen Karriere absolvieren wird, kann er wie alle anderen nicht beurteilen. Aber er kann sich in den für Peyton typischen Entscheidungsfindungsprozess hineinversetzen:

„Ich selbst weiß es nicht, und ich bin mir auch nicht sicher, ob er es selbst schon weiß. Normalerweise sucht er in den sechs bis acht Wochen nach Saisonende Orte abseits des Rampenlichts auf, in denen er sich wohl fühlt, lädt seine Batterien wieder auf und überdenkt viele Dinge. Rund um den 1. März kommt er zurück und legt eine Liste mit Dingen vor, über die er sprechen will. Ich nehme an, dass er es dieses Mal wieder so handhaben wird. Es wird vielleicht nicht ganz so lange dauern, aber ich denke nicht, dass er sich seine Zukunft schon überlegt hat. Er wird nach der Saison Zeit brauchen, seine Lage zu reflektieren.“

Die aktuelle Lage ist eine ungewohnte. Manning selbst spricht bei jeder Gelegenheit von der speziellsten Saison seiner Karriere. Ein Spielmacher für die Rekordbücher, der sich in der mannschaftsinternen Hackordnung weiter hinten einordnet, kommt auch nicht aller Tage vor – und spricht für den Charakter der lebenden Legende.

Wobei Polian von Altersschwächen nichts wissen will: „Ich kaufe diese Geschichte mit der nachlassenden Stärke seines Wurfarms nicht ab. Ich kann Videoanalysen vorlegen, um das Gegenteil zu beweisen.“

„Mehr Karrieren haben ein trauriges Ende als ein erfreuliches“

Würde der „Sheriff“ am Sonntag mit dem zweiten Super-Bowl-Triumph seiner Laufbahn aus der Stadt reiten, wäre es ein Bilderbuch-Ende, wie es normalerweise nur in kitschigen Hollywood-Schinken vorkommt.

Das Stadion! Das Spiel! Der Triumph! Peter Altmanns Diashow-Tagebuch von SB 50: Bild 1 von 163
Super-Bowl-Tagebuch von Peter Altmann, Eintrag #7: Gameday! Endlich ist es soweit! Super Bowl 50! Deswegen bin ich ja schließlich hier... Bild 2 von 163
Das Levi's Stadium. Schon eine nette Arena, die sich die San Francisco 49ers in Santa Clara hingestellt haben. Bild 3 von 163
Diesmal standen jedoch logischerweise die Denver Broncos und Carolina Panthers im Mittelpunkt. Bild 4 von 163
Die riesige Vorfreude war in beiden Fanlagern zu spüren. Diese Anspannung in den Stunden vor dem Kickoff ist stets schön zu beobachten. Gut, so oft spielt das eigene Team ja nicht in einer Super Bowl. Bild 5 von 163
Rot-weiß-rot war durchaus im Stadion vertreten. Neben meiner Wenigkeit berichten auch Florian Haselmayer (l.) von der APA und Thomas Nigl (M.) von den Oberösterreichischen Nachrichten von der Super Bowl. Bild 6 von 163
Die große Frage vor dem Spiel lautete: Kann Manning sein fortgeschrittenes Alter noch einmal vergessen machen? Konnte er nicht, aber es hat ja auch so gereicht. Bild 7 von 163
Ehre, wem (ausnahmsweise) Ehre gebührt: Lady Gaga hat eine US-Hymne hingelegt, die im Stadion bestens ankam. Von dem her nehme ich meine kleine Frechheit gegen die Lady aus meiner gestrigen Ausgabe zurück und behaupte natürlich das Gegenteil... Bild 8 von 163
Weniger den Rhythmus fanden indessen von Beginn an die Carolina Panthers. Bild 9 von 163
Keine Ahnung, wie das Wetter zu Hause in Österreich ist, aber hier war es der schönste Tag der Woche, und die Sonne gab ihr Bestes, damit man mittelschwere Schweißausbrüche bekam, beziehungsweise ohne Sonnenbrille vor der Pause nur wenig vom Spielfeld sah (Keine Sorge, ich hatte eine). Bild 10 von 163
Dafür war der Sonnenuntergang wieder einmal relativ kitschig. Bild 11 von 163
Wie kitschig oder gelungen die Halftime-Show von Coldplay mit Beyoncé und Bruno Mars war, möge jeder selbst beurteilen. Bild 12 von 163
Geschmäcker sind verschieden, meinen hat es nicht ganz getroffen. Irgendwie hat es meinem Empfinden nach im Stadion nicht richtig gerockt, auch wenn dieses Bild vielleicht anderes vermuten lässt. Bild 13 von 163
Wie das Publikum weiß, wann es die Schilder in die Höhe halten muss? Die Anzeigentafel als Bedienungsanleitung... Bild 14 von 163
Flutlicht in Halbzeit zwei half definitiv bei der Sicht. Warum sich 49ers-Fans über Hitze und Sicht bei Nachmittags-Spielen beschweren, ist mir inzwischen jedoch klar. Das erst zwei Jahre alte Stadion ist eine Sensation, aber wie die Sonne um welche Uhrzeit steht, muss für die Architekten unberechenbar gewesen sein. Bild 15 von 163
Gar keine Beschwerden gab es von den Broncos-Fans. Nach 17 Jahren durften sie wieder einmal über einen Super-Bowl-Triumph jubeln! Herzlichen Glückwunsch! Bild 16 von 163
Der Moment des Sieges aus meiner Perspektive. Bild 17 von 163
Peyton Manning erobert seine zweite Lombardi-Trophy - da können bei Fans schon sentimentale Gefühle aufkommen. Bild 18 von 163
Apropos Lombardi-Trophy: Schön, das gute Ding mal wieder aus der Nähe zu sehen. Es bekam in der Broncos-Kabine viele Bussis. Bild 19 von 163
Der letzte Ritt des Sheriffs! Peyton Manning war nach Spielende auch im Lockerroom der gefragteste Mann. Nonetnana... Was für ein Abgang (Sollte er sich wirklich zum Karriereende durchringen!)! Bild 20 von 163
Herzlichen Dank für euer Interesse! Es war mir ein Volksfest, ein wenig für euch hinter die Kulissen dieses Spektakels zu blicken. Schön war's, diese Jubiläums-Super-Bowl! Nächstes Jahr gastiert die 51. Auflage dann in Houston, Texas. Bild 21 von 163
Super-Bowl-Tagebuch von Peter Altmann, Eintrag #6: Der Samstag ist ein weitestgehend von relevanten Medienterminen befreiter Tag, die Vorschauen sind geschrieben. Was tun? Sightseeing natürlich! Bild 22 von 163
Nachdem Phoenix im Vorjahr diesbezüglich wirklich keine Reise wert war, ist San Francisco touristisch natürlich ein ganz anderes Kaliber. Bild 23 von 163
Sehr empfehlenswert: Sich ein Rad ausborgen und bei herrlichem Wetter von Fisherman's Wharf aus die Golden Gate Bridge in Angriff nehmen. Bild 24 von 163
Auch auf einer der berühmtesten Brücken der Welt geht die Super Bowl nicht spurlos an einem vorbei. Subjektiver Eindruck: Das Broncos-Orange ist in San Francisco extrem präsent. Aber gut, vielleicht stechen sie auch nur mehr ins Auge als die Carolina-Fans. Bild 25 von 163
Die Aussicht auf San Francisco kann auch von der Golden Gate etwas. Es gibt Gegenden mit schlechterer Lebensqualität als die Bay Area. Bild 26 von 163
Und ja, I biked the bridge... Bild 27 von 163
Von der Golden Gate startet man eine gemütliche Abfahrt in Richtung Sausalito. Ingesamt ist diese Tour lediglich rund 8 Meilen lang. Aufgrund der Foto-Pausen (gefühlt alle 24 Meter) braucht man dennoch die eine oder andere Stunde. Bild 28 von 163
Von Sausalito aus geht es mit der Fähre zurück nach San Francisco - eine rund halbstündige Bootsfahrt. Und die kitschigeren Sonnenuntergangs-Bilder bleiben mal besser im Archiv... Bild 29 von 163
Zurück in San Francisco ab in den Bus und rüber Richtung Pier 1, wo an der Ecke Market Street die Super Bowl City platziert ist. Dies ist die Party-Zone für Fans, in der diverse Veranstaltungen stattfinden. Diesmal haben sich die Veranstalter jedoch womöglich verkalkuliert. Bild 30 von 163
Ein Konzert von Superstar Alicia Keys stand auf dem Programm. Das wollten jedoch - ein wenig - mehr Fans sehen, als in der Super Bowl City Platz haben. Aber in den Straßen von San Francisco lässt sich auch Party machen, ohne direkt auf dem Konzert-Gelände zu sein. Bild 31 von 163
Ich weiß, es ist unfair gegenüber vergeblich Wartenden, aber eine Akkreditierung um den Hals öffnet die Tore in die Super Bowl City. Irgendeinen kleinen Vorteil im Leben müssen ja auch Sportjournalisten genießen... Bild 32 von 163
Sollte ein NFL-Freund Alicia Keys zufällig nicht kennen: Sie ist die Sängerin, die vor drei Jahren bei der Super Bowl die US-Hymne definitiv besser dargeboten hat, als es Lady Gaga diesmal tun wird... Bild 33 von 163
In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Spiel aller Spiele, wo auch immer ihr es sehen werdet - ob auf einer der zahlreichen Partys im Lande oder zu Hause auf der Couch! Als Vorbereitung lege ich euch unser Touchdown Tuesday Special ans Herz - unsere erste Studio-Sendung zu einer Super Bowl mit den Kollegen Kastler und Huber. Bild 34 von 163
Super-Bowl-Tagebuch von Peter Altmann, Eintrag #5: Beim dritten Super-Bowl-Besuch weiß man bereits: Ist die Vince-Lombardi-Trophy zum Greifen nahe, nähert sich erstens der Kickoff und ist zweitens der Chef im Haus. Bild 35 von 163
Die alljährliche Super-Bowl-Pressekonferenz von Commissioner Roger Goodell kann schon mal zum Spielrutenlauf ausarten - im Vorjahr musste sich der NFL-Boss wegen Deflategate und diverser umstrittener Sperren eine Vielzahl unangenehmer Fragen gefallen lassen. Bild 36 von 163
In diesem Jahr blieben ihm die ganz unangenehmen Fragen weitestgehend erspart. Ein dominierendes Thema war die Rückkehr der NFL nach L.A. bzw. der Wunsch Goodells, dass die Chargers in San Diego und die Raiders in Oakland eine Lösung finden. Bild 37 von 163 | © getty
Außerdem konnte Goodell die für die zahlreichen NFL-Fans in Mexiko frohe Botschaft verkünden, dass 2016 das Regular-Season-Spiel zwischen Oakland und Houston (Monday Night am 21. November) in Mexiko City stattfinden wird. Bild 38 von 163
Unmittelbar davor durften sich die drei Finalisten für den Walter Payton Man of the Year Award präsentieren. Vorgestellt wurde das Trio von der Tochter der viel zu früh verstorbenen RB-Legende der Chicago Bears. Bild 39 von 163
Dieser Preis wird nicht für sportliche Leistungen verliehen, hat jedoch dennoch eine hohe Wertigkeit, werden doch die sozialen Leistungen von NFL-Stars abseits des Spielfelds in den Mittelpunkt gerückt. Einer der Finalisten: Saints-TE Benjamin Watson. Bild 40 von 163
Ebenfalls nominiert: Giants-QB Eli Manning. Bild 41 von 163
Als Lokalmatador darf sich 49ers-WR Anquan Boldin Hoffnungen auf die Auszeichnung machen. Verliehen wird der Award im Rahmen der NFL Honors am Abend vor Super Bowl 50. Bild 42 von 163
Auch abseits diverser Veranstaltungen präsentiert sich San Francisco im Super-Bowl-Fieber. Mittlerweile sind spürbar mehr Fans in der Stadt, gerade im Stadtzentrum wird das Treiben immer hektischer. Bild 43 von 163
Zum goldenen Jubiläum der Super Bowl im Golden State hat sich San Francisco ganz in Gold herausgeputzt. Wie etwa bei der Hommage an frühere Super Bowls auf der Market Street. Alle bisherigen 49 Super Bowls werden durch solche Stationen in Erinnerung gerufen. Bild 44 von 163
Zwischendurch darf es jedoch auch ein bisschen Lombardi-Silber sein. Bild 45 von 163
Falls Öffi-Fahrer vergessen, dass gerade Super-Bowl-Woche ist, werden sie natürlich dezent daran erinnert. Bild 46 von 163
Diesen Ort hier werden NFL-affine San-Francisco-Touristen natürlich kennen, allen anderen zukünftigen Bay-Area-Besuchern sei er ans Herz gelegt. Bild 47 von 163
Bei Pier 39 findet sich im NFL-Shop ein kleines Paradies für Freunde des American Football und anderer US-Sportarten. Bild 48 von 163
Dieses Geschäft führt vor Augen, wie erstaunlich viele Fanartikel man auf erstaunlich wenig Verkaufsfläche offerieren kann. Bild 49 von 163
Im Prinzip findet man jedoch alles, was das NFL-Herz begehrt - und nicht nur das. Auch die Colleges, gerade die kalifornischen, sind gut vertreten. Stanford-Fanartikel zu Ehren von Thomas Schaffer haben ab sofort einen neuen Besitzer. Bild 50 von 163
Kleiner Nachteil: Entscheidend billiger als etwa im NFL-Shop zur Super Bowl sind die Artikel in diesem Laden leider nicht. Bild 51 von 163
Und nur so nebenbei: Nur noch zwei Mal schlafen bis zum Kickoff von Super Bowl 50! Zumindest, wenn man sich in der Pacific Time Zone aufhält. Bild 52 von 163
Super-Bowl-Tagebuch von Peter Altmann, Eintrag #4: Eine Ansammlung an Fans und Journalisten ist ein untrügliches Zeichen, dass ein Star in der Nähe sein muss. Und Superstars gab es am Donnerstag noch und nöcher zu bewundern. Bild 53 von 163
Im konkreten Fall waren es mehrere Superstars. 'Local Hero' Joe Montana, Houstons Star-Defender J.J. Watt und der 'Papa der Football-Nation' Archie Manning kredenzten Pizza. Bild 54 von 163
Tom-Brady-Fans mögen es anders sehen, aber für viele ist Montana - vierfacher Super-Bowl-Champion mit den San Francisco 49ers - immer noch der beste Quarterback aller Zeiten. Bild 55 von 163
Ein netter Zug war, dass die Pizza an das hungrige Publikum verteilt wurde. Tedenziell war diese jedoch vorbereitet, denn die Herrschaften wirkten in der Pizza-Küche weniger talentiert als auf dem Football-Feld. Lecker war es so oder so! Bild 56 von 163
Wenige Meter weiter postierte sich eine weitere Allzeit-Größe - diesmal jedoch nicht Montana. Bild 57 von 163
Green-Bay-Legende (mit Seitenspürngen zu den New York Jets und nach Minnesota) Brett Favre gab eifrig Interviews. Ab Samstag darf sich die QB-Ikone wohl Hall of Famer schimpfen. Bild 58 von 163
Hall of Famer und solche, die es über kurz oder lang werden, gab es am Donnerstag einige zu bewundern. Unter anderem im Parterre des Medienzentrums, wo die Radio- und TV-Meile ihren Platz gefunden hat. Bild 59 von 163
So wie zum Beispiel den dreifachen SB-Champion mit den Dallas Cowboys und heutigen TV-Kommentator Troy Aikman. Bild 60 von 163
Oder Drew Brees! In der Jubiläums-Super-Bowl werden die bisherigen MVPs des Spektakels eine Rolle spielen, der Saints-QB gehört diesem elitären Kreis an. Bild 61 von 163
Jerome "The Bus" Bettis hat eine Haltestelle gefunden. Bild 62 von 163
Auch Kurt Warner gehört den Super-Bowl-MVPs an, die am Sonntag geehrt werden. Bild 63 von 163
Der frühere Rams- und Cardinals-Superstar fand sich zu Mittag auch beim Medientermin der Experten von NFL Network ein. Interessant: Warner erzählte, dass er seinen Super-Bowl-Triumph mit den Rams kaum genießen konnte, weil er zwei Tage vor dem Kickoff schon derart erledigt von all den Medienterminen war. Bild 64 von 163
In den Genuss, in einer Super Bowl zu coachen, kam der frühere San-Francisco- und Detroit-Coach Steve Mariucci nie. Im Plaudern über Football ist er jedoch vorne mit dabei. Bild 65 von 163
Terrell Davis ist dieser Tage ein gefragter Mann. Der frühere RB war ein Hauptdarsteller bei den beiden SB-Triumphen der Denver Broncos 1998 und 1999. Trotz der Elway-Manning-Parallele sieht er wenig Gemeinsamkeiten zwischen dem damaligen und heutigen Broncos-Team. Wie Favre und Warner ist auch er Hall-of-Fame-Finalist. Bild 66 von 163
Ein Fixstarter in der Hall of Fame sollte - sobald ab dem kommenden Jahr wählbar - LaDainian Tomlinson sein. Bild 67 von 163
Die Running-Back-Legende gab LAOLA1 ein dieser Tage erscheinendes Interview, in dem er emotionale Worte zum drohenden Abschied seiner Chargers aus San Diego findet. Bild 68 von 163
Eine der charismatischten NFL-Figuren ist Deion Sanders - einst auf dem Feld, inzwischen als Experte. Die Cornerback-Legende spielte übrigens parallel zu ihrer NFL-Karriere auch Baseball in der MLB. Nur zur Info, sollte diese Frage einmal bei einem Sport-Quiz vorkommen. Bild 69 von 163
Hall-of-Fame-Running-Back Marshall Faulk kann zwar keine Baseball-, dafür jedoch eine ambitionierte TV-Karriere vorweisen. Bild 70 von 163
Mit Michael Irvin gab sich zudem einer der besten Wide Receiver aller Zeiten, der drei Mal mit Dallas die Super Bowl eroberte, beim NFL-Network-Termin die Ehre. Bild 71 von 163
Etwas später am Nachmittag lud auch ESPN zu einer Frage- und Antwort-Stunde mit seinen Experten. Bild 72 von 163
Im Mittelpunkt dabei in San Francisco natürlich Steve Young - der letzte QB, der die 49ers zu einem SB-Sieg geführt hat. Das war 1995 für diejenigen, die sich nicht mehr erinnern können. Bild 73 von 163
Young ist übrigens nicht nur ein guter Experte, sondern so nebenbei auch noch ein begnadeter Schmähtreiber, der dabei gerne einmal vom Thema abkommt. "I know, that's not why you are here", beendet er mehr als ein Mal seine Anekdoten. Doch, doch, Steve - genau deswegen! Bild 74 von 163
Geht es um Spaß, ist auch Hall-of-Fame-Receiver Cris Carter selten weit weg. Somit passt er natürlich bestens zum Network, das Entertainment im Namen vor dem Sport stehen hat. Bild 75 von 163
Nicht für seinen Witz bekannt ist Trent Dilfer. Geht es um die Großkunst des Quarterback-Spiels, höre ich jedoch kaum einem Experten lieber zu. Unglaublich wie detailverliebt der Super-Bowl-Champion von 2001 mit den Baltimore Ravens ist. Auf dem Feld gab es fraglos bessere Spielmacher, als Analytiker ist Dilfer indes einer der Guten. Bild 76 von 163
Last but not least ein unglaublich interessanter Gesprächspartner - gerade dieser Tage. Bill Polian ist der ESPN-Experte für Funktionärs-Themen. Der heute 73-Jährige war nicht nur der erste GM in der Geschichte der Carolina Panthers, sondern ab 1998 auch GM der Indianapolis Colts. Sein erster Draft-Pick? Ein gewisser Peyton Manning... Bild 77 von 163
Abseits der Stars ein Pflichttermin am Donnerstag? Die Halftime-Show-PK. Es gibt vermutlich 1000 Gründe, um Sportjournallist zu werden. Ein Mal Coldplay aus der Nähe zu sehen, gehört nur bedingt dazu. Bild 78 von 163
Die Pressekonferenz zur Halftime-Show ist Jahr für Jahr eines der am besten besuchten Events und lockt auch die Prinzessinen unter den Medienvertretern an. Bild 79 von 163
Coldplay kommt die Ehre zu, bei der Jubiläums-Super-Bowl für das Halbzeit-Entertainment zu sorgen. Ich muss zugeben: Die vier Herren um Chris Martin sind nicht unlustig. Bild 80 von 163
Die Kampagne, um bei Super Bowl 50 auftreten zu dürfen, hätten sie vor drei Jahren in Iowa unter dem Titel 'Coldplay 2016' gestartet. Jaja, der Präsidentschafts-Wahlkampf lässt auch in den USA grüßen... Bild 81 von 163
Ahnung von American Football haben die vier Briten keine. Die Band würde sich in zwei Hälften teilen - eine hätte 'wenig Ahnung', die andere 'gar keine Ahnung'. Ihr Favorit? 'Die Denver Panthers' Na dann! Bild 82 von 163
Diese Kollegin bedankte sich artig, dass Coldplay-Musik ihr über eine schmerzhafte Trennung im Jahr 2004 hinweggeholfen hätte. Bild 83 von 163
In ihrer Show wollen Coldplay zur Jubiläums-Bowl eine Brücke zu 'Halftime-Shows der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft' bauen. Deshalb vermutlich die Kooperation mit Beyoncé. Bild 84 von 163
Danach gilt der Fokus dem Spiel. Da Cam Newton behauptet, Coldplay-Fan zu sein und 'Clocks' zu seinen Lieblings-Songs zählt, drückt das Quartett eher Carolina die Daumen. Wichtig sei jedoch, dass 'am Ende LeBron James gewinnt'. Bild 85 von 163
Ein größerer NFL-Experte als Coldplay dürfte Sebastien Ogier sein. Der Zufall wollte es so, dass ich die PK neben dem Rallye-Weltmeister genießen durfte. Aber das nur als Detail am Rande. Bild 86 von 163
Super-Bowl-Tagebuch von Peter Altmann, Eintrag #3: Der Besuch des Bruders! Eli Manning war am Mittwoch Teil einer Podiumsdiskussion des Paketdienstes seines Vertrauens. Bild 87 von 163
Ratschläge an Bruder Peyton wollte der zweifache Super-Bowl-Champion in Diensten der New York Giants nicht verteilen. Seinen Platz in der NFL-Geschichte habe das ältere Bruderherz unabhängig vom Ausgang von Super Bowl 50 bereits sicher. Bild 88 von 163
Am Nachmittag blieb ausreichend Zeit für einen Ausflug in die NFL Experience - Jahr für Jahr ein spezielles Vergnügen. Bild 89 von 163
Ob für Freunde der NFL-Geschichte... Bild 90 von 163
...oder Fans, die selbst aktiv mit dem grandiosen Sport American Football in Berührung kommen wollen,... Bild 91 von 163
...verteilt auf zwei riesige Messehallen ist für jeden Besucher etwas dabei. Ein Schlaraffenland für NFL-Freaks und jene, die es noch werden wollen. Bild 92 von 163
Wer ist treffsicherer als ein NFL-Kicker? Die Scouts der Minnesota Vikings schauen gerüchteweise besonders genau hin... Bild 93 von 163
Ob kicken, punten oder Aaron-Rodgers-artige Hail Marys - man kann so gut wie alles probieren. Bild 94 von 163
Auch die Geschicklichkeit der Besucher wird genau überprüft. Bild 95 von 163
Mit etwas Glück geben echte NFL-Stars Tipps. Bild 96 von 163
Klitzekleiner Nachteil: An manchen Stationen muss man genügend Wartezeit einrechnen, bis man an der Reihe ist. Bild 97 von 163
Da geht es schon schneller, wenn man sich als Star seines Lieblingsteams fotografieren lassen möchte. Bei den Philadelphia Eagles muss man nach dieser Saison vermutlich nicht lange warten... Bild 98 von 163
Sehr wohl Wartezeit einplanen sollte man, wenn man das Gefühl eines Nummer-1-Draft-Picks kennenlernen möchte. Bild 99 von 163
Dafür macht sich das Foto tendenziell gut im Familienalbum. Die Denver Broncos werden nach dieser Saison an 31. oder 32. Stelle draften. Bild 100 von 163
Wer möchte, kann den Prozess der Herstellung eines Spielgeräts kennenlernen. Der aufgelegte Witz, dass die Patriots bei nicht aufgepumpten Bällen besonders genau hinschauen, kommt freilich ein Jahr zu spät. Bild 101 von 163
Patriots-Fans kommen dafür bei der Ausstellung aller bisherigen 49 Super-Bowl-Ringe voll auf ihre Kossten. Den einen oder anderen Titel hat New England in diesem Jahrtausend ja eingefahren... Bild 102 von 163
Auf einem Touchscreen kann man auf eine virtuelle Reise durch die Geschichte der begehrten Schmuckstücke gehen. Bild 103 von 163
Die Jubiläums-Super-Bowl bringt naturgemäß einen genaueren Blick in die Geschichte dieses Spektakels mit sich. Alle bisherigen Auflagen sind verewigt. Ob die Trophäe echt ist? Bild 104 von 163
Autogramm-Jäger dürfen hoffen, dass gerade ein richtiger Superstar auf dem Podium sitzt und Unterschriften verteilt. Bild 105 von 163
Memorabilia gehören zum US-Sport einfach dazu. Sammler bekommen beim Anblick dieser Vitrinen vermutlich einen spontanen Neid-Anfall. Bild 106 von 163
Was diese signierten Erinnerungsstücke wohl wert sind? Bild 107 von 163
Nicht vergessen wird auch auf die internationalen Fans. Ja, liebe NFL, wir mögen dich auch! Bild 108 von 163
Apropos nicht vergessen: So sehr die Saison der San Francisco 49ers zum Vergessen war, präsentieren darf sich der Gastgeber von Super Bowl 50 selbstverständlich gebührend. Der Andrang vor diesem attraktiven Fotomotiv hielt sich jedoch komischerweise in Grenzen... Bild 109 von 163
Super-Bowl-Tagebuch von Peter Altmann, Eintrag #2: Opening Night schön und gut, aber die Spieler von Super Bowl 50 sind auch in den folgenden Tagen einem Medien-Marathon ausgesetzt. Bild 110 von 163
Die Presse-Termine finden traditionell in den Quartieren der Finalisten statt. Die Denver Broncos logieren in Santa Clara und haben für ihre Medienaktivitäten eigens ein XXL-Zelt aufbauen lassen. Bild 111 von 163
Den Anfang machte Head Coach Gary Kubiak, der ein wenig über die Underdog-Rolle der Broncos philosophierte: "Ich reibe meinen Spielern nicht jeden Artikel darüber unter die Nase." Bild 112 von 163
Zehn Denver-Spieler standen in der Folge den Medienvertretern zur Verfügung. Bild 113 von 163
Bei wem wohl der größte Andrang herrschte? Keine allzu schwierig zu beantwortende Frage... Bild 114 von 163
Peyton Manning wurde auch bei diesem Termin wieder mit Fragen über Fragen gelöchert. Bild 115 von 163
Diese Super Bowl ist bekanntlich die allererste, in der sich mit Manning und Cam Newton zwei an Nummer 1 gedraftete Quarterbacks gegenüberstehen. Bild 116 von 163
Manning berichtete von der Verantwortung und dem Druck, mit der damit verbundenen Erwartungshaltung zurechtzukommen. Bild 117 von 163
Bei anderen Akteuren, wie hier Von Miller, ging es bedeutend ruhiger zu. Bild 118 von 163
Neben Manning könnte es auch für DeMarcus Ware die Krönung der Karriere sein. Im Gegensatz zu seinem QB wartet der Pass Rusher jedoch noch auf seinen ersten Super-Bowl-Triumph. Bild 119 von 163
Nach dem Ende der Frage-und-Antwort-Stunde bewegte sich der Medien-Tross weiter zu den Carolina Panthers, womit wir beim Thema Verkehr wären. Super Bowl 50 ist (leider) eine der weiten Wege. Bild 120 von 163
Ohne Shuttle-Busse geht nichts. Vom Medienzentrum in San Francisco bis in die San-Jose-/Santa-Clara-Gegend fährt man rund eine Stunde. Bisweilen helfen freundlicherweise Polizei-Eskorten durch den Verkehr in der Bay Area. Bild 121 von 163
Es gab jedoch fraglos schon Super Bowls, bei denen alles ein wenig kompakter war. Vor drei Jahren in New Orleans etwa konnte man jeden einzelnen Termin zu Fuß absolvieren. Bild 122 von 163
Die Carolina Panthers logieren in San Jose und luden eine knappe Stunde nach dem Ende der Broncos-Media-Session zu ihrer Pressekonferenz. Bild 123 von 163
Neben Bus-Fahrten kosten natürlich auch Sicherheitskontrollen Zeit. Gönnt man sich nach dem Aussteigen aus dem Bus eine 3-Minuten-Pause, um frische Luft zu atmen, steht man plötzlich am Ende der Schlange. Bild 124 von 163
Für Carolinas Head Coach Ron Rivera teilt sich die Super-Bowl-Woche in "Event" und "Spiel". Jeder seine Schützlinge müsse wissen, wann die Zeit für Arbeit und wann jene für Spaß sei. Bild 125 von 163
In Österreich mancherorts nicht mehr praktiziert, plaudert Rivera auch nach dem Ende seiner PK noch mit einigen Journalisten. Bild 126 von 163
Cam Newton hatte es gemütlicher als Peyton Manning. Anstatt sich dem Gedränge in der Interview-Zone auszusetzen, durfte er im Pressekonferenz-Raum auf das Podium. Bild 127 von 163
Dadurch lenkte er natürlich ein wenig von seinen Kollegen ab, bei denen zeitgleich verhältnismäßig wenig los war. Bild 128 von 163
Nach rund 45 Minuten war schließlich nicht nur für Michael Oher der Interview-Marathon beendet. Bild 129 von 163
Super-Bowl-Tagebuch, Eintrag #1: Peter Altmann ist für LAOLA1 in San Francisco vor Ort. Hier seine Erlebnisse vom Montag, 1. Februar: Bild 130 von 163
Ja, ein bisschen Tourismus muss sein! Der erste Stopp, bevor man sich in den Super-Bowl-Trubel stürzt, liegt auf der Hand: Die Golden Gate Bridge. Bild 131 von 163
Erster Pflichttermin: Opening Night (früher Media Day)! Dafür geht es nach San Jose ins SAP Center, der Heimat des NHL-Teams der Sharks. Bild 132 von 163
Den Anfang macht der AFC-Champion: Spieler und Trainer der Denver Broncos stehen den Medienvertretern 60 Minuten lang Rede und Antwort. Bild 133 von 163
Im Mittelpunkt des Interesses stand vor allem einer: Peyton Manning! Bild 134 von 163
Um die lebende Quarterback-Legende aus der Nähe zu betrachten, hat man schon sehr früh vor Ort sein müssen. Bild 135 von 163
Für mich ist es die dritte Super Bowl vor Ort - ein Gedränge wie um den Altmeister habe ich aber auch noch selten erlebt. Bild 136 von 163
Die Opening Night findet vor Publikum, das zahlt, statt. Die Fans können sich auf diversen Kanälen in die Aussagen ihrer Lieblinge einwählen. Bild 137 von 163
Das SAP Center war vielleicht nicht ausverkauft, aber doch recht ordentlich besucht. Bild 138 von 163
Somit konnten die Fans hören, was Von Miller zu sagen hatte. Bild 139 von 163
Oder Demaryius Thomas... Bild 140 von 163
...oder Head Coach Gary Kubiak. Bild 141 von 163
Nur die absoluten Stars bekommen Boxen zugeteilt. Der Rest des Kaders treibt sich auf der Fläche inmitten der zahlreichen Journalisten herum. Bild 142 von 163
Wie etwa Backup-QB Brock Osweiler, der Manning während dessen Verletzung ersetzte und somit seinen fairen Anteil an der guten Saison der Broncos hat. Bild 143 von 163
Oder der während der Saison von den 49ers verpflichtete, aber bislang enttäuschende Tight End Vernon Davis, für den diese Super Bowl eine Heimkehr an die alte Wirkungsstätte ist. Bild 144 von 163
Die frühere QB-Legende John Elway, jetzt der Boss seiner Broncos, mischte sich unter das Publikum, blieb aber naturgemäß nicht unentdeckt. Bild 145 von 163
Die Opening Night ist traditionell ein Schaulaufen origineller Journalisten. Die Kollegen von Puls4 gehören Jahr für Jahr zu den am meisten fotografierten. Heuer schlüpfte Kollege Phillip Hajszan in die Rolle eines Skirennläufers. Bild 146 von 163
Aber auch Missen... Bild 147 von 163
...und andere Verhaltensauffällige waren zugegen. In der Folge eine kleine Auswahl: Bild 148 von 163
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Nach einer kurzen Pause war mit den Carolina Panthers der NFC-Champion an der Reihe. Bild 151 von 163
Cam Newton ist nicht nur der aktuelle Superman der NFL, sondern steht vom Interesse her Peyton Manning um nichts nach. Bild 152 von 163
Der extrovertierte Superstar liebt das Rampenlicht - und setzt diesmal bezüglich Kopfbedeckung modische Akzente. Bild 153 von 163
Wobei es die Panthers ohnehin mit Kopfschmuck haben, wie Josh Norman beweist. Bild 154 von 163
Oder auch Greg Olsen. Bild 155 von 163
Oder Luke Kuechly - wobei, hoppla, das ist das Werk des Frisörs seines Vertrauens. Bild 156 von 163
Für Star-Pass-Rusher Jared Allen ist es die Chance, im fortgeschrittenen NFL-Alter von 33 doch noch einen Super-Bowl-Ring abzustauben. Bild 157 von 163
Das ist die Blind Side von? Nicht so schwer zu erraten... Bild 158 von 163
Die zweite Super-Bowl-Teilnahme seiner Karriere bedeutet, dass Michael Oher wieder einmal über sein "Lieblingsthema" sprechen muss. Wobei er mit dem Film "Blind Side" ein bisschen Frieden geschlossen hat. Bild 159 von 163
Noch vor der Opening Night stand ein weiterer Fixpunkt auf dem Programm. Host Broadcaster CBS stellte sich mit versammelter Mannschaft den Fragen der Medienvertreter. Bild 160 von 163
Vor allem der zweifache Super-Bowl-Champion mit den New York Giants, Phil Simms, der Super Bowl 50 mit Jim Nantz kommentieren wird, war ein gefragter Gesprächspartner. Bild 161 von 163
Ebenso Tony Gonzalez, seines Zeichens einer der besten Tight Ends aller Zeiten. Bild 162 von 163
Bill Cowher führte die Pittsburgh Steelers vor zehn Jahren zum Super-Bowl-Triumph. Der "Coach" nahm sich die Zeit, einige Fragen von LAOLA1 zu beantworten. Bild 163 von 163

„Ein Freund von mir hat einmal gesagt, im Sport gibt es keine Happy Ends, und damit hat er vermutlich recht. Mehr Karrieren haben ein trauriges Ende als ein erfreuliches. Ich bete für Peyton, dass ihm ein Happy End vergönnt ist“, schmunzelt Polian, der Mannings sportliches Erbe im Falle einer Niederlage jedoch nicht beeinträchtigt sieht.

Man müsse so viele großartige Plays hinlegen und Hindernisse überwinden, um in das „Big Game“ zu kommen. Manchmal würde der Ball in die falsche Richtung springen, auch Schiedsrichterentscheidungen könnten einen Einfluss haben:

„Oder die Coaches machen den falschen Call in der richtigen Situation, wie wir es im Vorjahr erlebt haben. Es ist nur ein einziges Spiel! Das Erbe eines Spielers nur an seinen Performances in Super Bowls zu beurteilen, nachdem er diese wie in seinem Fall vier Mal erreicht hat, ist in meinen Augen wirklich dumm. Albener geht es kaum. Während der Sieger in den Himmel gelobt wird, sollte man den Verlierer nicht verteufeln. Auch wenn sich das leider eingebürgert hat.“

„Es gibt keinen Zweiten wie Cam Newton“

Wobei er aus eigener Erfahrung eingesteht, dass es auf sportlicher Ebene kein schrecklicheres Gefühl geben würde, als in einer Super Bowl zu verlieren. Der Mann weiß, wovon er spricht. Er verlor nicht nur ein Finalel mit Indy, sondern als GM der Buffalo Bills gleich deren drei in Folge. Dies könne auch ein Triumph im NFL-Endspiel, wie es Polian und Manning 2007 mit den Colts gelungen ist, nicht aufwiegen.

Sieg oder Niederlage gegen Carolina würden indes auch den virtuellen Wettstreit Mannings mit Dauerrivalen Tom Brady nicht beeinflussen: „Medien und Fans lieben diese Diskussion, aber schaut, ich erzähle euch jetzt meine Erfahrung aus erster Hand: In dem Moment, in dem du das goldene Jacket anziehst, ist alles andere egal. Genauso wird es für Tom und Peyton zutreffen. Sobald du in der Hall of Fame angekommen bist, realisierst du, dass all diese Diskussionen egal sind. Dann gehörst du zum Klub.“

Kann Cam Newton weitere Saisonen wie diese hinlegen, könnte auch der Panthers-Quarterback eines Tages diesem elitären Klub angehören. Spricht Polian über den neuen Superman der NFL, kommt der Talente-Scout in ihm durch:

„In meinen Augen hat er sich der NFL angepasst und nicht die NFL an ihn, denn im ganzen Sport American Football gibt es keinen wie ihn – und wenn es einen Zweiten geben sollte, habe ich ihn noch nicht gesehen, also ist er wahrscheinlich gerade auf der Junior High School. Cam ist einzigartig.“

Groß wie Gronkowski…

Die Gründe dafür sind leicht erklärt: „Er ist genauso groß wie Rob Gronkowski, er ist genauso schnell wie die flinkesten Quarterbacks, er hat einen Raketenarm und gelernt, ihn auch sinnvoll einzusetzen. Er kann im Laufspiel Dinge tun, die in der Geschichte dieses Sports vermutlich noch kein Quarterback tun konnte. Und sie haben in Carolina eine Offense entwickelt, die zu dem passt, was er kann. Ich weiß nicht, ob du das mit irgendeinem anderen machen kannst.“

Newton ist genauso groß wie Rob Gronkowski, genauso schnell wie die flinkesten Quarterbacks, hat einen Raketenarm und gelernt, ihn auch sinnvoll einzusetzen

Bill Polian

Letzterer Punkt ist ein wichtiger Schlüssel für Polian, der vor allem Carolinas Offensive Coordinator Mike Shula und Quarterback-Coach Ken Dorsey Respekt zollt: „Sie haben gemeinsam mit Head Coach Ron Rivera einen phantastischen Job gemacht. Es ist ihr Verdienst, dass sie einen Spieler, der keine Spiele gewinnen konnte, zu einem Spieler entwickelt haben, der Partien im Alleingang gewinnen kann.“

Polian betont, stets an Newtons großen Durchbruch geglaubt zu haben, auch wenn dieser schleppender als erhofft von statten ging – der designierte MVP befindet sich schließlich bereits in seiner fünften NFL-Saison.

Aus Funktionärs-Sicht war diese langsame Entwicklung im Rückspiegel betrachtet jedoch nicht nur von Nachteil: „Die Panthers konnten nur deshalb langsam aufbauen, weil sich ihr Quarterback so langsam entwickelt hat. Aber währenddessen haben sie im Draft einen phänomenalen Job erledigt.“

Ob Luke Kuechly, Star Lotulelei, Kawann Short oder Josh Norman, um nur einige zu nennen – die Panthers haben bei der Wahl der besten College-Talente einige Volltreffer hingelegt.

Wie glasiert man die Torte am besten?

So wird diese Super Bowl auch zum Duell der Philosophien. Denn die Broncos sahen sich angesichts des sich aufgrund Mannings fortgeschrittenen Alters schließenden Championship-Fensters gezwungen, ihren Roster verstärkt via Free Agency als via Draft zu basteln.

Mit Erfolg. Gerade die Generalsanierung der Defense beeindruckt. „In Wahrheit haben sie das Team binnen eines Jahres von einem Offense- zu einem Defense-orientierten Team gemacht, das perfekt zu Peytons Fähigkeiten passt. Auch an diesem Weg mit Free Agents ist nichts auszusetzen. Es ist nur schwieriger, den Erfolg zu konservieren, weil dir irgendwann die Salary Cap im Weg steht. Aber grundsätzlich gibt es verschiedene Arten, eine Torte zu glasieren.“

Bekommt Manning am Sonntag das größte Stück dieser Torte, ist ihm ein Happy End vergönnt, wie es nur die Allerwenigsten erleben.

Und Polians Gebete wären erhört worden.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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