Touchdown Tuesday: Wer vermisst Tony Romo?

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Und da sind wir schon wieder!

Die Ergebnisse sind euch allen freilich bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 5 der Saison 2016:

Minnesota? Atlanta? Buffalo? Viele Möglichkeiten, doch unsere Gewinner der Woche sind die Dallas Cowboys! 4-1? Ja, sie sind for real! Vor allem dieses Duo: Dak Preskott auf der Quarterback-Position, Ezekiel Elliott als Running Back. Beide Rookies, die Jerry Jones dieser Tage recht glücklich machen. Hinter einer wunderbaren O-Line toben sich die Jungstars aus und ließen den Bengals nicht den Hauch einer Chance. Preskott hat immer noch keine Interception geworfen, Elliott führt die Rushing-Tabelle an. Die Fans der Cowboys träumen natürlich schon vom großen Coup. Doch zunächst gilt es diese Form zu konservieren und dann stellt sich mehr und mehr die Frage: Was tun, wenn Tony Romo in einigen Wochen zurückkommt? Während der aktuell ebenfalls bediente Dez Bryant wieder spielen wird, könnte die Ära von Romo als spielender QB vorbei sein. Vor allem, wenn die Boys genauso weitermachen wie zuletzt. Denn nun kommt es zum Duell mit den Packers, dann empfängt man Philadelphia in einem NFC-East-Showdown. Bei 6-1 darf man dann auch wirklich träumen...

 

Es war ein kritisches Spiel für die Carolina Panthers - und sie haben es verloren. Der NFC-Champion musste sich nun auch den Tampa Bay Buccaneers - also einem Division-Gegner - geschlagen geben und steht bei 1-4. Ohne den verletzten Cam Newton warf Derek Anderson die Bälle. Und er warf sie zwei Mal zum Gegner. Im vierten Viertel in der Red Zone, zuvor fumbelte der Backup auch noch das Leder. So wird es auch schwierig gegen die Bucs zu gewinnen, die am Ende (im insgesamt dritten Versuch) ein Field Goal zum Sieg verwerteten. Nach fünf Wochen ist Carolina über die Maßen enttäuschend. Es kommt dabei alles zusammen. Die Defensive ist auch nicht mehr dieselbe wie 2015. Vor einem Jahr hätte man beinahe die gesamte Regular Season ungeschlagen überstanden, nun muss man sich um die Playoff-Chancen fast keine Gedanken mehr machen. Die Geschichte zeigt: Nur sechs Prozent jener Teams, die jemals bei 1-4 gestanden sind, haben es auch in die Postseason geschafft. Das scheint ein ziemliches Hangover-Jahr für die Panthers zu werden. 

 

Es gibt immer ein erstes Mal. Manchmal kommt es aber zu einer sehr ungünstigen Zeit. In jedem Fall: Es ist passiert, Carson Wentz hat seine erste Interception geworfen. Und es war - wie sagt man im Rennenglisch - a costly one. Schließlich besiegelte sie die erste Saison-Niederlage. Nach drei Siegen und einer Bye-Week landeten die Eagles bei den Lions auf dem Boden der Realität. Darius Slay traute - so erzählte er es später - seinen Augen nicht, als der Ball in seine Richtung kam und dachte sich - so erzählte er es später - "Junge, es ist Zeit für deine erste Interception in der NFL." Aber was der Cornerback noch zu sagen hatte, wird den Eagles-Fans sogar gefallen: "Ich habe den Hype bis zu diesem Spiel nicht gekauft, aber Wentz ist der real deal. Er spielt nicht wie ein Rookie." Die Interception war nicht zwingend notwendig, aber vom Wurf an sich zu diesem Zeitpunkt auch nicht weiter verwunderlich. Da ist die Niederlage bei den verwundbaren Löwen deutlich ärgerlicher. Aber man kann durchaus weiterhin behaupten: Philly wird in dieser Saison seinen Weg gehen.

C-O-M-E O-N S-A-N D-I-E-G-O, Y-O-U G-O-T-T-A B-E K-I-D-D-E-N U-S! Ja, die Chargers haben wieder einen unglaublichen Weg gefunden, eine Partie zu vergeigen. Deswegen stehen sie auch wieder hier. Back-to-Back oh Boy! Dieses Mal versuchten sie die Oakland Raiders zu besiegen, waren aber zumindest nicht haushoch voran und verloren dennoch. Sie lagen ein Field Goal zurück und wollten zum Ausgleich kicken. Doch Rookie-Holder Drew Kaser konnte den Ball nicht halten, sodass Josh Lambo auch nicht zum Ausgleich kicken konnte. Drew Story! San Diego Story! Man darf schon gespannt sein, wie die Chargers am Donnerstag den Sieg gegen die Broncos verspielen. Bislang kann man zu dieser Saison nur sagen: Oh boy!

Hmmmm, diese NFL-Woche fühlte sich länderspielbedingt für mich irgendwie an wie 2002 oder so. Live null mitbekommen (außer dem Thursday Night Game, das neben der Bearbeitung des Wales-Matches lief), dafür aber am Live-Ticker hängen. Im "Marakana" den Game Pass aufzudrehen, haben wir uns angesichts des etwas wackligen WLANs nicht getraut, haha. Also verzeiht mir, wenn ich diesen Spieltag nicht im Detail intus habe. Ein paar Gedanken gehen sich natürlich trotzdem aus. Aber zuerst mal kurz zur Leserpost der Vorwoche - und davon gab es aufgrund unseres technischen Versagens leider weniger als gewohnt. Wir bitten um Entschuldigung, dass die Kommentar-Funktion vergangenen Dienstag nicht funktionierte. Aber unser technischer Verantwortlicher Oli, seines Zeichens auch begeisterter NFL-Fantasy-Spieler, hat das Problem früher oder später in den Griff bekommen: Danke dafür! "Drew Stafford" ist natürlich ein Wahnsinn, völlig richtig "marver711" - das kommt davon, wenn man am Abend davor zwei NHL-Fantasy-Drafts hat, hahaha. "muehli17" zeigt sich nicht nur von der Fantasy-Welt begeistert, sondern schlägt sich in ihr auch sensationell. Der dritte Zwischenrang in unserer Liga - bravo! In solchen Sphären tummeln sich deine 49ers momentan leider nicht. Und "Mundafinga" sei ausgerichtet, dass es Kollegen Kastler und mir noch nie (!) ums gegenseitige "Tratzen" gegangen ist. Wovon sprichst du überhaupt? *grins* So, aber nun in medias res, und ich komme nicht umhin, erneut auf die Atlanta Falcons einzugehen. Denn nach Denver zu reisen und dort zu gewinnen, ist schon allerhand! Völlig unabhängig davon, ob bei den Broncos Paxton Lynch sein Debüt feiern durfte/musste. Die wichtigste, wenngleich keine neue, Erkenntnis dieses Sieges ist, dass die Falcons nicht "nur" Julio Jones sind. Der fing zwei Pässe für 29 Yards. Mehr nicht. Diesmal avancierten - am Boden und durch die Luft - die beiden Running Backs Tevin Coleman und Devonta Freeman zu den Hauptdarstellern und beantworteten die beliebte Entweder-Oder-Frage bei Ballträgern mit einem "Und"! Richtig eingesetzt können auch zwei Running Backs in derselben Offense bestens zur Geltung kommen. Dazu ein abgebrühter QB Matt Ryan, der gegen diese Monster-Defense offenkundig fehlerlos agierte. Je breiter eine Offense aufgestellt ist, desto besser. Wenn in einer Woche diese Waffe auslässt, schlägt eben die andere zu. In der NFC South schaut es für Atlanta bereits sehr gut aus, der Schwäche der favorisierten Carolina Panthers sei Dank. Für den ganz großen Wurf traue ich dieser Defense noch zu wenig über den Weg, aber auch hier lasse ich mich in den kommenden Wochen gerne eines Besseren belehren. Gelingt jetzt nämlich in der Höhle des Löwen in Seattle der nächste Statement-Sieg (der für das Playoff-Seeding sehr wichtig sein könnte), bin ich sowieso ruhig. Head Coach Dan Quinn sollte sich ob seiner Seahawks-Vergangenheit in Seattle ja ganz gut auskennen...

Gott sei Dank gibt es kein Touchdown-Tuesday-Archiv (außer dieses Google), sonst könnte man draufkommen, dass die Tennessee Titans bei uns ein wenig unter dem Radar geflogen sind in den vergangenen Jahren. Ich denke, das wird sich ändern. Vielleicht noch nicht diese Saison, aber Marcus Mariota taugt mir grundsätzlich, wenngleich er bislang noch nicht denselben Wow-Effekt ausgelöst hat wie andere QB-Jungstars. Aber zwei andere Personalien dieser Offseason sind offenkundig der volle Bringer. Dass DeMarco Murray kein schlechter Running Back ist, wissen wir alle. Dass er in Philadelphia einfach nicht ins System von Chip Kelly passte, sollte inzwischen auch klar sein. Lediglich der fantastische Ezekiel Elliott sammelte in dieser Saison bislang mehr Rushing Yards, das allerdings recht deutlich (546 zu 461). Murrays Wiederauferstehung lässt wiederums den Stern von Rookie-Running-Back Derrick Henry ein wenig langsamer aufgehen, aber der Bursche hat definitiv etwas. Gestützt auf dieses RB-Duo könnte sich diese Offense gut entwickeln, Mariota ist ja auch nicht der Unbeweglichste, wie seine 60 Rushing Yards samt TD in Miami verdeutlichen. Die eine oder andere vernünftige Anspielstation ist im Gegensatz zu den vergangenen Jahren inzwischen ja auch vorhanden. Die Entwicklung dieses Teams sollte man definitiv im Auge haben.

Bezüglich Tom Brady lasse ich einmal galant Kollegen Kastler den Vortritt, aber eine Entwicklung in der AFC East ist definitiv interessant. Mit den Buffalo Bills könnte es doch noch einen Herausforderer der New England Patriots geben, was unseren "nicomadi" definitiv freuen dürfte. Während die New York Jets und die Miami Dolphins trotz vor Saisonbeginn durchaus hoher Erwartungen schwächeln, haben die Bills in Los Angeles ihren dritten Sieg in Folge gefeiert, zuvor standen mit Arizona und den Noch-Brady-losen Patriots auch zwei nicht ganz anspruchslose Teams auf der Abschlussliste. Mit dem neuen OC Anthony Lynn und ohne WR-Jungstar Sammy Watkins scheint diese Offense plötzlich zu klicken. Sachen gibt's! Aber erste Bürgerpflicht war es nun mal, RB LeSean McCoy gekonnt in Szene zu setzen, und das gelingt derzeit. Ein Blick auf die kommenden Wochen erzeugt Vorfreude. Der kommende Gegner San Francisco ist derzeit Laufkundschaft, danach geht es nach Miami - soll heißen, zwei Siege sind mehr als realistisch. Und dann, ja dann, kommt New England - diesmal MIT Tom Brady - zum Rückspiel nach Buffalo. Meiomei, das könnte laut Papierform also ein Monster-Kracher werden. Rex Ryan zu Hause in einem Spitzenspiel gegen Bill Belichick! Ich will ja nach wie vor nicht glauben, dass ich meine Meinung über Ryan entscheidend ändern muss, aber dieses Spiel will ich sehen! Das garantiere ich euch!! (Und Rex sicher auch!)

Neben Denver hat's auch Philadelphia erwischt. Fehlt also nur noch Minnesota und die Herrschaften in Miami können sich vielleicht schon recht bald zu ihrem Gläschen (oder mehreren Flaschen?) Wein treffen, um das Weiterbestehen ihrer einzigen Perfect Season samt Super-Bowl-Triumph zu feiern. Ich muss zugeben, dass für mich die Pleite der Eagles eine der größeren Überraschungen dieser Woche war, mich aber für unseren Detroit-Fan "Neo" natürlich freut (Fällt auch die Tendenz auch auf? Teams, die ich hier verreiße, überzeugen in der Woche darauf überdurchschnittlich oft. Zumindest kommt es mir gefühlt so vor. Diesmal die Lions!). Sorgen um die Eagles muss man sich aber wohl noch keine machen. Irgendwann musste Carson Wentz ja seine erste Interception werfen. Im 135. Passversuch der Karriere ist das schon okay. Sehr wohl ein bisschen wundern muss man sich jedoch, was in der ersten Halbzeit mit Philadelphias Defense los war. Da wird DC Jim Schwartz an alter Wirkungsstätte doch nicht etwa das Lions-Gen in sich entdeckt haben, oder? Wenn jemand wissen sollte, wie man gegen Matthew (nicht Drew!) Stafford zu agieren hat, dann er. Drei schnelle TD-Drives lassen anderes vermuten.

Meine Damen (?) und Herren, der Super-Bowl-Champion steht also fest. Falls jemand mehr auf Sportwetten steht als ich, dann bitte sehr: Die Baltimore Ravens werden es in dieser Saison richten. Okay, vielleicht glaubt der Herr Journalist ein bisserl zu sehr ans Gesetz der Serie, aber schon interessant: Die Ravens haben nach der Heimniederlage gegen die Washington Redskins Offensive Coordinator Marc Trestman durch Marty Mornhinweg ersetzt. Eine Personalentscheidung, die jeden Baltimore-Fan aufhorchen lassen muss, nicht wahr? Denn das kennen wir doch schon von den Ravens. 2012 feuerte man OC Cam Cameron und ersetzte ihn durch Jim Caldwell. Der Rest der Geschichte ist bekannt, die Ravens gewannen in derselben Saison noch die Super Bowl. Caldwell wiederum wurde in der Folge Head Coach der Detroit Lions, aber diese Story wird sich wohl eher nicht wiederholen, denn das hatten wir bei Mornhinweg ja schon mal. Der 54-Jährige verfügt über genügend Erfahrung und ist für diesen Job tendenziell keine schlechte Wahl. Das muss man Head Coach John Harbaugh schon lassen: Wenn ihm irgendetwas faul erscheint in seinem Staate, dann fackelt er nicht lange. Seine Leadership kann etwas. Zwei Heimniederlagen in Folge gegen Oakland und nun - viel schlimmer - gegen Washington sind auch fürchterlich ärgerlich nach dem 3-0-Traumstart. So wurde eine denkbar gute Ausgangsposition weggeworfen. Okay, zum Super-Bowl-Sieg dürfte es in diesem Jahr noch nicht reichen (also spart euch das Geld für die Wettbüros), aber ich finde, man kann schon sehen, wohin es nach einigen ruhigeren Jahren personell in Baltimore geht. Und wenn die Partie gegen die Redskins schon sonst für nichts gut war, ging zumindest das NFL-Debüt von Kenneth Dixon über die Bühne. Der brachte zwar wenig zustande, man sollte ihn jedoch im Auge behalten. Diesem Rookie-RB wird großes Potenzial nachgesagt.

Ich glaube, man kann sich inzwischen darauf einigen, dass man in Minnesota verlieren kann, oder? Von dem her kein Vorwurf an die Houston Texans. Man kann sich auch darauf einigen, dass man gegen die Vikings-Defense schlecht aussehen kann, oder? Von dem her jedoch schon ein Vorwurf an die Texans. Nicht alleine auf diese Partie bezogen, sondern allgemein. Diese ganze Brock-Osweiler-Sache funktioniert bei den Texans nämlich noch nicht so recht, wie ich meine. Nun sind fünf Spieltage definitiv viel zu wenig für ein endgültiges Urteil, aber man durfte sich sehr wohl mehr erwarten. Einige Fakten: 16,4 Punkte erzielte diese Offense bislang im Schnitt, das ist gleichauf mit den Los Angeles Rams der schlechteste Wert der Liga. 226,6 Passing-Yards im Schnitt reichen auch nur zu Platz 27. Das ist nichts per se Verwerfliches, denn Aaron Rodgers rangiert mit seinen Packers auch nur auf Rang 29, aber wenn man meist souverän führt, ein paar TD-Pässe wirft, seltener zum Gegner passt und wenig Catchup spielen muss, dann kommt es nicht immer auf die Yardage an. Bei Osweiler stehen nach fünf Spielen seinen sechs TD-Pässen sieben Interceptions gegenüber. Sagen wir mal so: Man kann zum derzeitigen Zeitpunkt zumindest nicht ausschließen, dass am Ende Broncos-GM John Elway am lautesten lacht, weil er Osweiler keinen südteuren Vertrag gegeben hat und sich derweil mit Billig-QBs ja auch nicht ganz so schlecht schlägt. Aber wie immer greift es zu kurz, alles am QB aufzuhängen. Laufspiel anyone? Lamar Miller bekommt zwar oft den Ball, als übertrieben effektiv hat er sich bislang jedoch nicht erwiesen, von einem Touchdown ganz zu schweigen. Auch von diesem neuen Puzzleteil der runderneuerten Offense darf man mehr erwarten. Und dass das wichtigste Puzzleteil, nämlich DeAndre Hopkins, bislang gut zur Geltung kommt, kann man auch nicht wirklich behaupten. Letzte Saison konnte jeder Schülerlotse in seine Richtung werfen, er fing alles. In dieser Saison hält er nach fünf Partien bei 283 Yards. Auf der Julio-Jones-Skala sind das -17. Nein, bleiben wir fair: Dadurch, dass wenigstens Will Fuller funktioniert, muss Hopkins nicht mehr alles im Alleingang erledigen. Aber dennoch ginge mehr. Von allen Beteiligten.

Okay, hatte irgendjemand wirklich vorher das Gefühl, Tom Brady kommt zurück und würde nicht so spielen, wie er am Sonntag gespielt hat? Come on! Jeder weiß doch: Er will nicht nur gewinnen, er will alles zerreißen. Und vor allem, wenn man ihn vorab vom Spielen abhält. Gut, es waren nur die Browns, aber das war eine Rückkehr, so wie ich mir das erwartet habe - und deswegen habe ich ihn natürlich in unserer Fantasy Liga aufgestellt. Er selbst sagt ja, er sei noch etwas rostig und es ginge besser. Natüüüüürlich. Nur 406 Yards, nur drei Touchdowns. Viel Glück allen in der Liga. Vor allem weil der gute Mann auch wieder sein Tandem-TE-Package hat. Getreu dem Motto "Let's make America Gronk again" - ja, ich habe die Debatte parallel neben dem SNG geschaut - hat Brady mit Rob Gronkwoski nicht nur einen Tight End, auf den er problemlos werfen kann, sondern mit Martellus Bennett nun auch einen zweiten - Aaron Hernandez II quasi. Auf dem Feld versteht sich. Chris Hogan ist auch eine Waffe, Julian Edelman sowieso. Viel Glück nächste Woche Cincy - und dann AFC-Clash mit den Steelers. Dann werden wir mit Sicherheit sagen können, wie Brady drauf ist. Aber ich rechne mit nichts anderem als 15-1. Seht euch diese Augen oben an. 15-1!

Ich bleibe gleich bei den Steelers und freue mich auf das Duell mit den Patriots in zwei Wochen. Aber eigentlich bleibe ich nur bei den Steelers, um ein Wortspiel für immer hier festzuhalten. Pittsburgh hat die richtige Bell-ance, was die Offensive betrifft. Seit LeVeon Bell zurück ist, läuft es ziemlich geschmiert bei den Steelers. Natürlich war es mit Backup DeAngelo Williams auch nicht dramatisch, aber Bell bringt natürlich eine besondere zweidimensionale Dynamik in diese Offensive. Big Ben Roethlisberger ist Big Ben Roethlisberger und Antonio Brown Antonio Brown. Dazu gesellen sich der schnelle Sammie Coates (gegen diese Jets-Defense natürlich aufgelegt) und Jesse James sowie Markus Wheaton gibt es auch noch. Wenn Martavis Bryant auch noch dabei wäre? Hui! Aber es geht auch so. Defensiv ließ man bis auf einmal nie mehr als 16 Punkte zu. Läuft!

Ich mag die Herangehensweise von Philip Rivers nach diesem neuerlich frustrierenden Ende eines Spiels seiner Chargers. Er lächelte und meinte: "Alles hat seinen Grund. (...) Vielleicht steht ein unglaublicher Run vor uns und wir gewinnen die nächsten zehn Spiele." Ja, warum eigentlich nicht? Kansas City hat es vor einem Jahr vorgemacht. Stand bei 1-5 mit dem Rücken zur Wand. Und die Chargers stellen sich einfach nur sehr dumm an. Sie könnten auch bei 5-0 stehen, zumindest aber bei 3-2. Rivers ist gut drauf, es geht auch offensiv ohne Keenan Allen, Joey Bosa hat ein ansprechendes Debüt gemacht. Denver hat gerade verloren und ist am Donnerstag zu Gast. Wird interessant. Und apropos San Diego: Vote Yes On C. (Schaut geil aus!) Und apropos Locker-Room-Flair: Brandon Marshall von den Jets geht bei 1-4 ähnlich mit der Sache um, sagte aber: "Wir sind genau in der Position, in der wir sein wollten." Das ist bei 1-4 etwas weird, aber wenn es mit den Playoffs aufgeht, dann war das "Guarantee 2.0."!

Es gibt viele Teams, die bei 1-4 stehen und sich sehr viele Gedanken machen müssen. Aber eines muss sich wirklich Gedanken machen. Die Miami Dolphins. Das war schon vergangene Woche gegen die Bengals wenig bis gar nichts. Aber nun gegen die Titans zu Hause war das eine Offenbarung. Auf der einen Seite sechs Sacks durch die Gäste, auf der anderen Seite kein einziger durch die Gastgeber, die ziemlich viel Geld in die Defensive hineingesteckt haben. Stichwort: Suh. "Suh" gesehen ist es ziemlich peinlich, wie Miami auftritt. Wenn Ryan Tannehill mal zum Werfen kommt, dann folgen auch Interceptions. Das Laufspiel existierte gegen die Titans nicht. Viel zu tun für Adam Gase und Co. - aber wer gegen die Titans so unter die Räder kommt, kann diese Saison ohnehin getrost abhaken.

Die Cleveland Browns sind grundsätzlich ein dauerhafter roter Pfeil, aber man muss auch mal sagen: Da ist heuer nicht nur Unvermögen dabei, sondern auch ganz viel Pech. Genauer gesagt: Verletzungspech. Warum müssen auch die armen Browns so viele verletzte Quarterbacks haben? Da war am Anfang Robert Griffin III, dann war da Josh McCown, der auch nur ein Spiel ohne Verletzung blieb. Mit Cody Kessler übernahm die Nummer drei, der verletzte sich nun gegen die Patriots und so warf nach Zwischendurch-QB Terrelle Pryor mit Charlie Whitehurst bereits der fünfte QB für die Browns. Und auch der hat sich weh getan. Ugh. Hätte man mal den zweiten Pick behalten und Carson Wentz gedraftet... Nein, das kann man nicht immer so sagen. Aber ich sehe bei den Browns unter Hue Jackson auch einige gute Dinge. Also lasst ihn mal über die Saison hinaus arbeiten. Gebt diesen Browns Zeit.

Vorab noch die Auflösung meiner letztwöchigen Quizfrage: Peyton Manning warf in seiner Rookie-Saison elf Interceptions in den ersten vier Partien. Nur Jake Plummer 1999 war schlechter (12). In jedem Fall Glückwunsch an "CaptnHindsight", der als Erster richtig lag. Apropos Quarterback: An einem Wochenende der Bad Snaps möchte ich euch meinen "Lieblings"-Snap nicht vorenthalten. Die Bills haben dieser Tage viel Grund zum Lachen, so macht es auch überhaupt nichts, wenn Tyrod Taylor sich mal falsch postiert. Der Quarterback steht ja für gewöhnlich hinter dem Center, der für den Snap verantwortlich zeichnet. "T-Mobile" positionierte sich aber hinter dem Guard. Aber seht selbst. Einfach köstlich, ein klassisches "C'mon man" - und es ist auch nichts zum Nachteil der Bills passiert...

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl LI, die am 5. Februar kommenden Jahres in Houston, Texas, stattfinden wird.

Das NRG Stadium war bereits einmal Schauplatz eines NFL-Endspiels - die New England Patriots bezwangen dort 2004 die Carolina Panthers mit 32:29.

Wir sind wie immer zuversichtlich, in irgendeiner Woche mit einem Pick richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Week-5-Pick:

Dallas Cowboys vs. New England Patriots

Nun haben die Dallas Cowboys erstmals in dieser Saison einen Gegner geschlagen, der eigentlich nicht so einfach zum Besiegen ist und sie haben es relativ einfach aussehen lassen. Das reicht mir, um sie zur Sicherheit mal gleich hier hin zu schreiben. Und Brady ist wieder da. Das reicht sowieso.

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Arizona Cardinals Pittsburgh Steelers
02 Seattle Seahawks Denver Broncos
03 Philadelphia Eagles New England Patriots
04 Minnesota Vikings Denver Broncos

PETER ALTMANN und sein Week-5-Pick:
 
Arizona Cardinals vs. New England Patriots

Den Gag, nach der ersten Tom-Brady-Partie hier erstmals nicht auf die New England Patriots zu tippen, hat mir leider Denver versaut. Eine Niederlage gegen Atlanta löst nun wirklich nicht grenzenloses Vertrauen in die Broncos aus. Also wieder die Patriots. Ihr wisst warum. In der NFC gehen mir langsam die Gegner aus. Das Grundvertrauen in die Falcons ist noch nicht groß genug. Aber die Cardinals fehlen mir ja noch. Deren Saison-Start war zwar ein ziemlicher Topfen, aber das ändert ja nichts daran, dass in der Wüste sehr vernünftige Herrschaften am Werk sind, denen ich zutraue, noch Fahrt aufzunehmen. Wichtig ist, dass man im Jänner in Bestform ist. Angeführt vom großartigen David Johnson kann das schon noch was werden. Und Larry muss einfach noch in eine Super Bowl!

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Green Bay Packers New England Patriots
02 Carolina Panthers New England Patriots
03 Minnesota Vikings New England Patriots
04 Seattle Seahawks New England Patriots

In dieser Kategorie lassen sich die beiden NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 6 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 6

  • San Diego verliert gegen Denver nach 42:0-Halbzeit-Führung, indem man den PAT zum 49:49 vergibt. Der Ball kommt erst gar nicht zum Holder. Kuriose Geschichte. Ganz kuriose Geschichte.
  • Ohne Marc Trestman als OC von den Ravens wirft Joe Flacco plötzlich sieben TD-Pässe gegen die Giants. Trainer-Effekt!
  • Eddie Lacy läuft im direkten Duell mehr Yards als Ezekiel Elliot und erfüllt endlich die Erwartungen.
PETER ALTMANN über Week 6
  • Der nächste Touchdown Tuesday geht an einem Dienstagvormittag raus (aber heute waren wir angesichts der Umstände eh braver, haha).

  • Atlantas Matchwinner in Seattle wird der völlig zu Unrecht noch viel zu unbekannte Backup-Tight-End Austin Hooper. Irgendwie muss man die offensive Vielseitigkeit ja auf die Spitze treiben.

  • Carolina gegen New Orleans endet unentschieden. Beide Mannschaften wissen, wie man Siege um jeden Preis verhindert (und San Diego ist ja nicht da, um die Saints zum Erfolg zu "zwingen").


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