Nicht das Ende - erst der Anfang!

Aufmacherbild

Und da sind wir auch schon wieder - und zwar mit einer ganz speziellen Ausgabe des Touchdown Tuesday! Und das nicht nur, weil es eigentlich ein Touchdown Monday ist!

Ihr werdet vielleicht das Video-Icon im Teaser bemerkt haben. Ja genau: VIDEO! Anlässlich des Endes der Regular Season und als Dank für eure unglaubliche Beteiligung in dieser Saison haben wir uns gedacht, dass wir uns einmal etwas Besonderes einfallen lassen sollten.

Bold Prediction: Jeder will uns lesen, keiner will uns sehen oder hören.

Tja, Pech gehabt! Wir haben uns eine kleine Challenge überlegt und geben auf diese Art und Weise allen 32 Teams ein Feedback.

Aber seht selbst! In der Spezial-Edition der Endzone von LAOLA1:

Nummer 5 oder Nummer 1? Hmmmmmm! Dann halt doch lieber Nummer 1. In einer abseits der New-York-Jets-Pittsburgh-Frage und des Showdowns um die NFC North nicht gerade übertrieben spektakulären Week 17 brachte das "Bemühen" der Denver Broncos, die Antwort um ihren Platz in der Playoff-Setzliste möglichst spannend zu gestalten, wenigstens so etwas wie Dramatik. Ob New England, Cincinnati oder Kansas City - alle blickten sie ins Mile High, wo sich die Broncos dank einer bemerkenswerten Affinität zu Ballverlusten gegen den Nachzügler aus San Diego überaus schwer taten. So schwer, dass QB Brock Osweiler gar gebencht wurde und Altstar Peyton Manning doch noch einmal Regular-Season-Football spielen durfte. Am Ende war das Team aus Colorado doch der große Gewinner, darf sich die Nummer 1 eines relativ offenen AFC-Feldes nennen und in der Postseason ausschließlich zu Hause spielen, was angesichts der Höhenlage in Denver bestimmt kein Nachteil ist. Ein Danke in Richtung New England, das diesen Spot mit Pleiten bei den New York Jets und in Miami verschenkte, erscheint gewiss.

Peyton Manning takes the field for the first time since November 15th.And Denver Broncos fans let him know how much they missed him. #SDvsDEN

Posted by NFL on Sonntag, 3. Januar 2016

 

Wer sonst? Vergangene Woche nach dem Win gegen New England natürlich der Gewinner, nun nach dem Loss in Buffalo natürlich der Verlierer: die New York Jets. Es war alles angerichtet für die Gang Green, doch wieder einmal enttäuschten sie, wenn es drauf ankam. Mit dem 17:22 (kurioserweise verloren sie auch das erste Duell gegen die Bills mit diesem ungewöhnlichen Score) vergaben sie die Chance, zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder in die Playoffs einzuziehen. Weil sie den Start verschliefen (0:13), nicht auf der Höhe waren (Watkins ließ Revis alt aussehen), dumme Strafen begingen (Richardsons Neutral Zone Infraction), Drops verzeichneten (Marshall und Thompkins) und Quarterback Ryan Fitzpatrick den Swag verlor (drei INTs). Die erste tat besonders weh, hätten die Jets dabei doch in FG-Reichweite in Führung gehen können. Fitzpatrick warf genau dort, wo er drei solide Saisonen verbrachte, seine erste Red-Zone-Interception in dieser Spielzeit. Ex-Jets-Coach Rex Ryan hat mit den Bills die New Yorker diese Saison gesweept. Aber am bittersten für die Jets-Fans: In dieser AFC wäre in den Playoffs alles möglich gewesen. So schauen die Jets wieder einmal zu. Schade um diese vergebene Chance.

 

Wir bleiben bei Interceptions und gratulieren auf diese Weise den Pittsburgh Steelers zum Playoff-Einzug. Ja, schön war es die beiden vergangenen Wochen nicht, dem Rekord-Super-Bowl-Champ bei der Arbeit zuzusehen, aber Hauptsache ist, wer drin ist. Nach der peinlichen Vorstellung in Baltimore hatten die Gäste auch bei den Cleveland Browns ihre Mühe, glücklicherweise aus Sicht der Steelers war deren Offense aber viel zu harmlos, um etwa aus den beiden Roethlisberger-Interceptions etwas zu machen, also mehr als ein Field Goal. Beim Stand von 14:9 für Pittsburgh hätte Austin Davis ein Großer werden können, warf aber die Kugel in die Arme von James Harrison. Interception in der Red Zone und damit wurde der Deal so ziemlich gesealt, wenn man im Football-Englisch bleiben möchte. Es folgte zwar kein 100-Yards-Return-TD wie in Super Bowl XLIII, aber das kann ja noch folgen. Denn die Steelers sind wieder dabei. Wieder als 6th Seed. Wie vor zehn Jahren. Danach folgte der Titel, als man Seattle im Endspiel besiegte. Hm. Klingt interessant.

Okay, wir haben jetzt extra noch einmal nachgeschaut, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen: Ja, die Green Bay Packers SIND ein Playoff-Team. Wirklich! Glaubt uns! Sie sind noch im Titelrennen! Es ist noch nichts verloren! Denn wenn es um Krisen-Gerede und negative Aura geht, sind die Packers momentan ganz weit vorne dabei. Es fällt derzeit auch wirklich schwer, Green Bay beim Football-Spielen zuzuschauen. Erst diese Abfuhr in Arizona, nun zu Hause im direkten Duell mit Minnesota die Division-Krone vergeigt. Gerade der Passangriff hat eine fürchterliche Wandlung hingelegt. So als ob der in Wisconsin traditionelle Käse plötzlich keine Delikatesse mehr wäre, sondern diesselbe Wirkung wie ein Liter Spülmittel auf Ex hätte. Viele Worte des Trosts fallen uns da auch nicht mehr ein, außer: Ja, die Green Bay Packers SIND ein Playoff-Team! Noch ist nichts verloren!

Cordarrelle Patterson was THIS close to busting loose for a kick return TD until...He got stripped.By Mason Crosby?! #MINvsGB

Posted by NFL on Sonntag, 3. Januar 2016

                            RUNNING GAG


Uuuuuuuuuuuuurlaub! Okay, so erfreulich wie für normale Arbeitnehmer ist das für 20 NFL-Teams gar nicht. Während sich die beiden TT-Redakteure ab heute und dem ungewohnten "Touchdown Monday" wieder in ihrem NFL-Büro befinden (siehe VIDEO), kann ein Großteil der NFL-Familie nun unfreiwillig die Seele baumeln lassen. Ziemlich schnell ist es wieder einmal gegangen, war nicht gerade erst September? Somit ist dies auch die letzte reguläre TT-Ausgabe in diesem Jahr, ab kommenden Montag heißt dieses Format dann wieder "Playoff Monday" und schaut leicht verändert aus. Kollege Kastler und ich möchten uns jedoch jetzt schon für eure sensationelle Beteiligung bedanken. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie motivierend diese Resonanz ist. Wir freuen uns über jedes einzelne Posting und jede Rückmeldung. Der Vorschlag "Player in focus" von "Saint" ist definitiv eine Überlegung wert, weil man auch mal weniger bekannte Spieler hervorheben könnte. Und eine Idee müssen wir natürlich etwas ausführlicher diskutieren, nämlich jene des User-Mock-Drafts von "nicomadi". Auch "muehli17" wünscht sich vermehrte Draft-Berichterstattung. Bisher gab es dazu im Vorfeld stets den Mock-Draft von Kollegen Kastler und mir (die ganz großen College-Experten sind wir beide nicht), der meistens mit einer durchgemachten Nacht verbunden war. Nicht dass dieser Psycho-Krieg in der "Casa Kastler" keinen Spaß machen täte, aber ich halte es für eine hervorragende Idee, dies auf mehrere Schultern aufzuteilen. Jeder, der mitmachen will, bekommt gewisse Teams zugeteilt, wählt einen Spieler und begründet seine Wahl kurz - das Endprodukt veröffentlichen wir dann als LAOLA1-User-Mock-Draft. Kollege Kastler und ich wären sofort dabei! Schreibt mal, wer dabei sein will. Bis zum Ende der Playoffs haben wir ja vielleicht eine kleine Gruppe. Ein Wort noch zum Thema Fantasy: Völlig richtig, "mundafinga", Touchdowns zählen in meinen Augen in Standard-Ligen auch zu viel, deshalb spielen wir auch zumeist mit einem anderen Punktesystem, in dem Yardage im Vergleich zu TDs aufgewertet wird.

PS.: Nicht zu streng sein bitte beim Feedback für unser kleines "Speeddating"-Wordrap-Video, hahaha. Und ein herzlicher Dank an Kollegen Schlamadinger, dessen Arbeitstag sich in seiner Funktion als "Regisseur" und Schnittmeister aufgrund unserer Spontan-Idee ungeplant in die Länge gezogen hat.

Welcome back, Peyton Manning! Als bekennender Fan dieser Allzeit-Größe hat es mich natürlich extrem gefreut, ihn noch einmal Regular-Season-Football spielen zu sehen. Dass die Denver Broncos einer der größten Gewinner von Week 17 waren, haben wir oben ja bereits abgehandelt. Es ist so kurios, dass man es dennoch noch einmal gesondert hervorhaben muss: Das an Nummer eins gesetzte Team der AFC hat keine Ahnung, wer sein Quarterback in den Playoffs sein soll. Gut, man darf davon ausgehen, dass Head Coach Gary Kubiak sehr wohl weiß, ob er auf Manning oder Brock Osweiler setzen wird, aber ob er selbst so richtig, also zu 100 Prozent, von egal welcher Entscheidung überzeugt ist? Es gibt Argumente für und gegen jeden der beiden Spielmacher. Ich persönlich denke, dass die Wahl auf Manning fallen wird. Bei Broncos, die von einer extrem guten Defense und einem besser in Fahrt kommenden Laufspiel leben, geht es vor allem darum, dass der QB möglichst wenige Fehler macht. Das ist dem Altmeister mit seiner Erfahrung, sofern wieder fit genug, sehr wohl zuzutrauen. Osweiler hat seine Tauglichkeit bewiesen, ist jedoch noch viel zu inkonstant - eine Feststellung, kein Vorwurf, er hat ja noch wenig Erfahrung. Das Turnover-Festival gegen San Diego war diesbezüglich nur ein weiters Indiz. Fakt ist: Wie auch immer sich Kubiak entscheidet, er hat zur Not eine Alternative auf der Bank, sollte es schlecht laufen. Das ist die gute Seite der Medaille. Die schlechte habe ich schon vor Wochen skizziert: Gewinnen kann Kubiak nur, wenn er die Super Bowl erreicht - jetzt mit Homefield-Advantage umso mehr. Ansonsten wird seine QB-Wahl definitiv hinterfragt werden.

Gerade einmal sieben Running Backs haben in dieser Saison die Schallmauer von 1000 Rushing Yards durchbrochen, die meisten davon mit Müh' und Not. Das sind ungewohnt wenige. Richtig abheben konnten sich nur Adrian Peterson mit 1485 Yards bzw. Doug Martin mit 1402 Yards. Obwohl er Saison-Start und -ende verpasst hat und sich ein kleines Formtief eingeschlichen hat, wurde Todd Gurley mit 1089 Yards Dritter. Das sagt uns einerseits, dass auch diese Position teilweise hartnäckig von Verletzungen betroffen war, nur wenige RBs durchspielen konnten, und andererseits, dass wir im goldenen Zeitalter der Receiver leben. Keine bahnbrechende Neuigkeit, aber ein Blick auf die Stats belegt dies einmal mehr eindrucksvoll. Mit Julio Jones (1871 Yards) und Antonio Brown (1834 Yards) durchbrachen gleich zwei Passempfänger die Schallmauer von 1800 Yards, womit sich dieser elitäre Klub in dieser Saison verdoppelt hat. Zuvor war dies in der NFL-Geschichte nämlich nur Calvin Johnson (1964 Yards in der Saison 2012) bzw. dem unvergleichlichen Jerry Rice (1848 Yards in der Saison 1995) gelungen. Ja, die Regeln haben sich geändert und teilweise, um mal ein wenig zu provozieren, hat man das Gefühl, man sei im Ballett, so wenig dürfen Anspielstationen attackiert werden, aber: Auch wenn es in der modernen NFL nicht den ganz großen Spaß macht, Passverteidiger zu sein, es macht umso mehr Spaß, diesem Passfeuerwerk zuzuschauen. Denn mit Jones, Brown, DeAndre Hopkins, Brandon Marshall, Odell Beckham, Allen Robinson, Demaryius Thomas, A.J. Green, Larry Fitzgerald, Calvin Johnson und Co. sind richtige Könner am Werk. Und hier habe ich nur die Top 10 an Yardage aufgezählt. Es gibt natürlich weitere Kaliber. Ohne WR geht es natürlich auch in unserer inzwischen traditionellen (ab dem zweiten Mal ist es bei uns Tradition, haha) Award-Vergabe nach Woche 17 nicht. Diese Preise (ihr findet sie unter Kollegen Kastlers Zeilen) sind wohl gemerkt für die Saison 2015 und nicht generell, sonst wäre beispielsweise Robert Kraft mein bester Owner. Aber man muss Jerry Richardson für die Installation und Beibehaltung des Duos GM Dave Gettleman und HC Ron Rivera Tribut zollen. Und allen Raiders-Fans sei gesagt: Meine Bold Prediction vor einem Jahr war, dass Minnesota die NFC North gewinnt. Jetzt seid ihr dran!

 

Der Trainer-Markt ist wie gewohnt nach Saisonende gewaltig in Bewegung. Ich möchte auf eine Personalie eingehen, die schon während der vergangenen Woche akut wurde, nämlich die Entlassung von Chip Kelly bei den Philadelphia Eagles. Immer wenn ein Team nicht einmal den finalen Spieltag abwarten kann, um einen Coach los zu werden, unterstreicht dies, wie viel im Argen war. Vor allem menschlich. Alleine deshalb ist diese Trennung zu befürworten. Ich möchte mich jedoch nicht ohne differenzierten Blick unter den Kelly-Bashern einordnen. Ich glaube, es gab nicht wenige, die Kelly scheitern sehen wollten. Und letztlich ist er an genau einer Person gescheitert, nämlich an sich selbst und seinem Machthunger. Vor dieser Saison neben der zeitraubenden Tätigkeit als Head Coach auch noch die Personalverantwortung anzustreben und dabei einen offenkundig schlechten Job zu machen, geht sich dann eben irgendwann nicht mehr aus. Ich glaube dennoch, dass der 52-Jährige eine Zukunft in der NFL haben wird. Ich halte ihn nach wie vor für einen ausgezeichneten Offense-Guru. Gerade seine Anfangszeit in Philadelphia hat unterstrichen, dass Innovationen in der vermeintlich weitestgehend ausgereizten Offense-Strategie sehr wohl möglich sind. Das war fantastisch anzusehen. Kommt Kelly selbst zur Einsicht, dass er an der Seitenlinie am besten aufgehoben ist und GM-Träume selbige bleiben sollten, könnte das schon noch etwas werden. Jeder verdient eine zweite Chance und die Gelegenheit, aus Fehlern zu lernen. Eine Reunion mit seinem früheren Oregon-QB Marcus Mariota in Tennessee wäre aber fast schon eine Spur zu aufgelegt, oder? Wobei sich die Sinnfrage nicht stellen würde. Denn neben allen menschlichen Problemchen ist Kelly in Philly vor allem an einem Umstand gescheitert: Den zu seinem System passenden Spielmacher hat er nie gefunden.

Ziehen wir weiter Fazits. War Woche 17 eigentlich der Beweis, wie geil die AFC East hätte sein können? Zu den Buffalo Bills muss man nicht mehr viel sagen. Ohne Verletzungsprobleme wäre zumindest ein Eingreifen in den Kampf um die Playoffs ohne Weiteres drinnen gewesen. Ein wenig ärgerlich finde ich den Sieg der Miami Dolphins gegen New England. Wenn's um Heidelbeeren geht, aufzutrumpfen? Naja... Ich begrüße mit "Gsiisch" (Vorarlberger?) jedenfalls einen treuen Miami-Fan in unserer TT-Runde, dessen Erwartungen zurecht enttäuscht wurden. Ich glaube jedoch, dass der Head-Coach-Job bei den Dolphins nicht nur wegen der Wetterlage in Florida ein begehrter sein wird. DeVante Parker hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er doch ein mehr als brauchbarer Draft-Pick war. Für mich ist er 2016 ein heißer Kandidat auf den großen Durchbruch. Gemeinsam mit Jarvis Landry würde man über eines der heißesten Receiver-Duos verfügen. Auch andere Mannschaftsteile haben, wie schon mehrmals erwähnt, genügend Potenzial. Sean Payton abwärts scheinen diesmal auch größere Trainer-Namen zu ergattern zu sein. Und vielleicht muss auch genau solch ein Big Name her, um dieser Franchise diese nervige Lethargie auszutreiben.

So, und einmal geht's noch: DIE Enttäuschung, und zwar mit Ansage, waren in meinen Augen die Indianapolis Colts. Ja, auch andere Franchises strauchelten. In Dallas muss man die Last wohl auf mehr als zwei Schultern verteilen, auch San Diego scheiterte an Verletzungssorgen (clever Mike McCoy zu halten und auf Kontinuität zu setzen!), Baltimore sowieso. Die Tom-Coughlin-Ära bei den New York Giants ist vorbei, man hätte die Playoffs erreichen müssen, obwohl ich den Roster gar nicht so gut fand. Und wie es St. Louis Jahr für Jahr schafft, aus diesem Potenzial nichts herauszuholen und Jeff Fisher trotzdem nicht zu feuern, bleibt ein Rätsel. Aber derart mit Anlauf ins Verderben zu laufen, so wie es Indy getan hat, ist schon ein Kunststück. Natürlich kann man argumentieren, dass es mit einem fitten Andrew Luck möglicherweise dennoch gereicht hätte, aber schon mit dem QB-Jungstar am Ruder lief das Werkl nicht. Die aggressive Personalpolitik in der Offseason ging schlicht und ergreifend nicht auf. Ich weiß nicht, wie oft man es diversen NFL-Teams noch ins Stammbuch schreiben soll, dass man die Super Bowl zumeist nicht mit dem Scheckbuch oder einem dicken Dollar-Bündel in der Free Agency gewinnt. In diesem Sinne freue ich mich jetzt schon auf unser TT-Special am ersten Dienstag nach Beginn der Free Agency. So großartig mit den Playoffs nun die schönste Football-Jahreszeit wird, so faszinierend ist auch Jahr für Jahr das Treiben auf dem Transfermarkt bzw. beim Draft. In diesem Sinne wünsche ich den 20 bereits ausgeschiedenen Teams nicht nur einen schönen Urlaub, sondern auch den festen Glauben an das einzig richtige Motto: There's always next year!

 


Goodbye Regular Season, hello Touchdown Tuesday (oder Monday) auf VIDEO! Neues Jahr, "neues" Medium, nun also auch in Bild und Ton, wir sind sehr gespannt, was ihr zu unserem ersten - praktisch aus dem Nichts - entstandenen Versuch sagt, hehe. Apropos: Auch wenn das Rennen um die Playoff-Tickets in dieser Saison vor allem am Ende ein sehr müdes war, hat es natürlich wieder unendlich Spaß gemacht von Donnerstag bis Montag die geilste Liga der Welt in Bild und Ton zu verfolgen. 808 Passing-TDs gab es 2015, wieder ein neuer Rekord. Um auf die Frage von User "nicomadi" einzugehen, wo wir denn die NFL schauen: also ich fast ausschließlich via NFL-Gamepass. Ich mag einfach den Original-Kommentar und lausche gerne den Kollegen Jim Nantz und Phil Simms, Joe Buck und Troy Aikman oder Al Michaels und Chris Collinsworth. Das gehört für mich einfach dazu. Zurück zur Regular Season und was bei mir wieder einmal hängen blieb: Und zwar, dass es fast schon ein wenig wurscht ist, was man in der ersten Hälfte der Saison fabriziert. Überspitzt formuliert. Kansas City hatte bei 1-5 keiner auf der Rechnung, nun gehen sie mit 11-5 in die Postseason. Seattle stand bei 4-5 und keiner will ihnen nun in den Playoffs begegnen. Außer scheinbar Minnesota. Es ist aber eben erst vorbei, wenn es vorbei ist. Für 20 Teams ist es nun leider wirklich vorbei. Doch es bleibt richtig spannend. Wie rebuilden diese Teams? Welcher Trainer folgt bei welchem Team? Und natürlich: Wer holt sich die Jubiläums-Super-Bowl? (Meinen emotionalen Favoriten findet ihr beim Super-Bowl-Tipp).

Vergangene Woche habe ich hier geschrieben, dass die Arizona Cardinals reif für die Super Bowl sind, nachdem sie die Green Bay Packers dermaßen zerlegt haben. Nun wurden die Arizona Cardinals von den Seattle Seahawks dermaßen zerlegt, was die Frage aufwirft: Sind die Seahawks so dermaßen stark oder die Packers so dermaßen schwach? Die Wahrheit dürfte wie üblich irgendwo in der Mitte liegen. Ich denke, die Seahawks haben am Ort ihrer Heartbreaker-Super-Bowl-Niederlage jene Motivation gefunden, um so eine erste Hälfte hinzulegen. Die Gastgeber waren indes nicht so bei der Sache, wie es sich für diesen Gegner gehört, anders sind etwa die Punt Returns von Tyler Lockett für 139 Yards nicht zu erklären. Das wird so schnell nicht wieder passieren. Vielleicht sehen sich die beiden ja im NFC Championship Game an Ort und Stelle wieder. Vor allem bei den Seahawks muss man eben davon ausgehen, weil sie bis auf den Rams-Patzer sechs der letzten sieben Spiele gewannen. Die Offense ist heiß, die Defense hat wieder zu ihrer Form gefunden. So gesehen großes Lob auch an den Coaching Staff rund um Pete Carroll. Nun mit diesem Feeling nach diesem Sieg in die Playoffs zu gehen, das kann noch sehr hilfreich sein. Vor allem, wenn man weiß, wie man ins Big Game kommt. Und das kann noch viel hilfreicher sein.

Jason Garrett bleibt also Head Coach der Dallas Cowboys und ich kann zu dieser Entscheidung nur gratulieren. Manchmal zahlt es sich aus, wenn man nach einer 4-12-Saison dem Trainer dennoch die Stange hält, vor allem, wenn es in dieser Saison an zwei Kern-Verletzungen lag. Tony Romo spielte ähnlich wie Dez Bryant nur wenige Partien. Der Start war verheißungsvoll, wenngleich wir nun wissen, was die NFC (L)East in dieser Spielzeit imstande zu leisten war. Diesem Team fehlt meiner Meinung nach aber nicht viel, um bereits kommende Saison die Division wieder zu gewinnen. Bleiben die Skill Player gesund, wäre das schon mal ein wichtiger Baustein. Plus: Die Cowboys haben nun Draft-Pick Nummer 4. Da könnten sie etwas für ihre Defense tun. Und als Backup-QB RGIII? Wie ich schon mal schrieb, wäre das nicht unlustig. Und er hat sich auch diese Saison bei den Redskins sehr löblich verhalten. Die O-Line war 2014 die beste der Liga. Ich fühle es, 2016 wird wieder ein Jahr für die Cowboys, zumal Garrett, den ich früher hier gerne kritisiert habe, alle und alles in- und auswendig kennt. Hilft Jerry Jones auch ein wenig mit, kann es schnell wieder in die andere Richtung gehen.

Es ist kein Zufall, dass die San Francisco 49ers nahe an einem grünen Pfeil stehen, denn 5-11 ist für dieses Team eigentlich eh ein Erfolg. Nach dem Abgang von Jim Harbaugh und einer horrenden Offseason mit zahlreichen Rücktritten sowie Verletzten während der Saison ist diese Bilanz eigentlich als positiv zu verbuchen. Doch im Big Picture muss man die Verantwortlichen um Trent Baalke (GM) und Jed York (CEO) schon fragen: Was ist da passiert, dass man nach drei Championship-Game-Auftritten in Folge (2011, 2012, 2013) zwei Jahre später irgendwo hinten herumdümpelt? Sicher, es ist nur wenigen Teams vorbehalten, für viele Jahre immer ganz vorne mitzumischen. In diesem Jahrtausend ist das etwa den Patriots vorbehalten. Aber es gab mitunter auch fragwürdige Roster-Entscheidungen. Zum Beispiel stockt die stolze Receiver-Geschichte der 49ers - Torrey Smith war etwa bislang nicht die gewünschte Verstärkung. Die O-Line hat Colin Kaepernick bis zu seinem Saisonaus auch keinen gefallen getan. Die Defense war teilweise richtig gut, aber manchmal auch richtig schlecht. Man könnte sagen, dass Jim Tomsula als Trainer eine Fehlbesetzung war. Jein. Denn wie eingangs formuliert, muss man mit diesem Team erst mal auf fünf Siege kommen. Von seiner Art her ist er sicher kein Head Coach und war als Assistant ja auch nachweisbar erfolgreicher. Die angesprochenen Umstände haben auch mitgespielt, aber ähnlich wie bei den Dallas Cowboys muss bei so einer Traditions-Franchise einfach mehr herausschauen. So gesehen ist es für mich an der Zeit, wieder Glanz in die Hütte zu bringen, und damit meine ich einen Head Coach mit Namen. Sean Payton soll sich schon vor einem Jahr interessiert an diesem Posten gezeigt haben. Chip Kelly mit Colin Kaepernick arbeiten zu sehen, wäre zwar auch interessant, aber ich wünsche mir Payton für die Niners. Er braucht auch für ihn einen Neustart, denn in New Orleans scheint einfach die Luft draußen zu sein. Und was ein fähiger Head Coach aus einer am Boden liegenden Franchise machen kann, hat Jim Harbaugh in drei (der vier) Saisonen in der Bay Area gezeigt.

Nein, es war nicht die Regular Season der Kicker. Sinnbildlich sei hier Dan Carpenter erwähnt, der nach seinem missed PAT gegen die Jets den Helm auf den Boden schmetterte und dieser schnurstracks zurück in seinem Gesicht landete. Am Ende war es egal. Aber hier und da gab es immer wieder diese Fehltritte (sic!), natürlich auch daran geschuldet, dass die NFL vor dieser Saison die Regel änderte und man nun den PAT von der 15- anstatt der 2-Yards-Marke kicken musste. Und ich muss sagen: Ja, diese Regel-Änderung hat sich bezahlt gemacht. Der PAT ist jetzt nicht mehr eine Selbstverständlichkeit. Man kann jetzt als Zuseher auch hinschauen. Die Steelers haben überhaupt vermehrt auf die Two-Point-Conversion gesetzt, weil sie so auch die Red-Zone-Effizienz steigern. Also insgesamt eine Regel-Änderung, die Sinn gemacht hat. Bravo NFL! Dann schlage ich auch gleich was vor: Schaffen wir die Unentschieden ab! Ja, 2015 gab es keine, aber es hat sie schon gegeben. Hie und da. Aber wozu? In der USA gibt es moralisch gesehen eh nur Sieger und Verlierer und die ohnehin schon verwirrenden Tiebreaker-Szenarien werden mit den möglichen Ties auch nicht transparenter. Ein Remis ist meiner Meinung nach für die Würste. Die Rechnerei interessiert ja auch wirklich keinen. Also: Remis weg! Für mich ist das Unentschieden auch ein Verlierer dieser Saison, war es doch 2015 ein no show!

Weiter unten folgen nun unsere Awards der Regular Season 2015. Eine wirklich altbewährte Tradition, die es schon seit 2014 gibt. Das ist in keiner Weise awful, aber ich will mit meiner Fantasy-Performance 2015 überleiten. Die war eigentlich auch nicht awful, aber nicht gut genug. Vergangene Saison habe ich noch als größte Fantasy-Enttäuschung mich selbst hingeschrieben. Das wird dieses Mal Eddie Lacy sein. Denn schließlich stand ich in einem Halbfinale und einem Finale. Dass ich letzteres verlor möchte ich nicht dem Kollegen aus Green Bay anheften, aber enttäuscht hat er ja durchwegs. Das muss man sagen. Aber: Hätte ich Sammy Watkins (in einer ramponierten Bills-Offense war nur er gefährlich, NUR ER, und die Jets haben Revis, REVIS!), Jeremy Hill (die Ravens hatten eine gute Rush-Defense in dieser Saison) und Eric Ebron (sonst wirklich immer enttäuschend) aufgestellt und nicht Danny Amendola (war so ein Gefühl), Eddie Lacy (ich gab ihm eine letzte Chance 2015) und Kyle Rudolph (danke für nichts) aufgestellt, ich hätt meinen ersten Keeper-League-Titel gewonnen. Aber es war nicht genug. Man muss da sein, wenn es drauf ankommt. Das war ich nicht. Und spornt mich schon wieder für nächste Saison an. Denn wie für die meisten Teams in dieser Liga wird der Tag gekommen. Und dann ist die Freude umso größer, wenn sich ein Team in die richtige Richtung entwickelt hat und es am Ende gewinnt. Bis dahin heißt es warten und andere zu würdigen. Bitteschön: Unsere Awards zur Regular Season 2015 in der NFL!


Kategorie

Peter Altmann Bernhard Kastler
MVP Cam Newton (Carolina) Cam Newton (Carolina)
Bester Quarterback Cam Newton (Carolina) Tom Brady (New England)
Bester Running Back Adrian Peterson (Minnesota) Thomas Rawls (Seattle)
Bester Wide Receiver Antonio Brown (Pittsburgh) Julio Jones (Atlanta)
Bester Tight End Rob Gronkowski (New England) Greg Olsen (Carolina)
Bester Kicker Steven Hauschka (Seattle) Adam Vinatieri (Indianapolis)
Bester Defense-Spieler Josh Norman (Carolina) Tyrann Mathieu (Arizona)
Beste Defense Denver Broncos Seattle Seahawks
Bester Head Coach Andy Reid (Kansas City) Ron Rivera (Carolina)
Schwächster Head Coach Jeff Fisher (St. Louis) Chip Kelly (Philadelphia)
Bester Offensive Coordinator Mike Shula (Carolina) Mike Shula (Carolina)
Bester Defensive Coordinator Keith Butler (Pittsburgh) Wade Philipps (Denver)
Offensive Rookie Todd Gurley (St. Louis) Amari Cooper (Oakland)
Defensive Rookie Marcus Peters (Kansas City) Marcus Peters (Kansas City)
Überraschungsteam Kansas City Chiefs Carolina Panthers
Enttäuschendstes Team Indianapolis Colts Miami Dolphins
Bester Owner Jerry Richardson (Carolina) Bill Bidwill (Arizona)
Schlechtester Owner Jed York (San Francisco) Stephen Ross (Miami)
Beste Division AFC East AFC East
Schlechteste Division NFC East AFC South
Bester Neuzugang Brandon Marshall (New York Jets) Brandon Marshall (New York Jets)
Schlechtester Neuzugang Andre Johnson (Indianapolis) Ndamukong Suh (Miami)
Bitterste Verletzung Le'Veon Bell (Pittsburgh) Tony Romo (Dallas)
Größte Fantasy-Überraschung Allen Hurns (Jacksonville) Blake Bortles (Jacksonville)
Größte Fantasy-Enttäuschung Andrew Luck (Indianapolis) Eddie Lacy (Green Bay)
Bold Prediction für 2016 L.A. Raiders gewinnen AFC West Dallas gewinnt die Super Bowl in Houston

  • Überholt hat er ihn noch nicht, doch eingestellt hat Cam Newton die Rekorde von 49ers-Legende Steve Young in Woche 17. Beide halten nun bei 43 Rushing-TDs - Bestmarke für Quarterbacks. Beide haben in 31 Spielen zumindest je einen Passing- und Rushing-TD erzielt.
  • Die Carolina Panthers sind das siebte Team der NFL-Geschichte, das die Saison mit 15 Siegen abschließt. Die Super Bowl haben von den sechs Vorgängern nur zwei gewonnen.
  • Odell Beckham Jr. hat Randy Moss als Receiver mit den meisten Receiving Yards in den ersten beiden Karriere-Saisonen überholt. Sein Kumpel Jarvis Landry wiederum hat mit 195 einen neuen Rekord an Catches in den ersten beiden Karriere-Saisonen aufgestellt. Beckham hält bei 187. Bei LSU sind sie wohl stolz auf ihr einstiges Duo.
  • Zum neunten Mal in dieser Saison haben Brandon Marshall (neuer Jets-Single-Season-Yards-Rekord: 1502) und Eric Decker in einem Spiel jeweils zumindest einen TD gefangen. Die beiden Jets-Receiver halten damit einen NFL-Rekord. Ryan Fitzpatrick hält die neue Jets-Bestmarke mit 31 Passing-TDs in einer Saison.
  • Die Green Bay Packers haben erstmals seit 1991 zu Hause gegen Detroit, Chicago und Minnesota verloren. Vielleicht also eh besser, wenn sie in den Playoffs auswärts ran müssen.
  • Als erster Redskins-QB überhaupt hat Kirk Cousins in jedem einzelnen Saison-Spiel zumindest einen TD-Pass geworfen. Seine 4166 Passing Yards sind zudem Franchise-Rekord.

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl 50, die am 7. Februar kommenden Jahres in Santa Clara, Kalifornien, stattfinden wird.

Das Levi's Stadium der 49ers liegt eine gute Autostunde von San Francisco entfernt, wo auch die Events rund um die Bowl stattfinden werden.

Wir sind in jedem Fall zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Week-17-Pick:

SEAHAWKS vs. BRONCOS

Letzter Pick. Letzter Re-Bowl-Versuch. Gar nicht so lange her und nicht nur deswegen sehr präsent in meiner Erinnerung. Was war das damals für eine Machtdemonstration der Seahawks anno 2014? Wie wäre es, wenn Peyton Manning seine Revanche bekommt? Super Bowl 50? Sein letztes Spiel? Sein letzter Sieg? Krieg' ich ja jetzt schon Gänsehaut. (Kollege Altmann wird sicher gleich schreiben, dass er das schon in Woche elf hatte...und zwar in drei, zwei, eins...)

Week

NFC Team AFC Team
01 Seattle Seahawks Indianapolis Colts
02 Dallas Cowboys Denver Broncos
03 Minnesota Vikings Buffalo Bills
04 Green Bay Packers New York Jets
05 Green Bay Packers New England Patriots
06 Carolina Panthers New England Patriots
07 Seattle Seahawks New England Patriots
08 Carolina Panthers Cincinnati Bengals
09 Green Bay Packers Denver Broncos
10 New York Giants New England Patriots
11 Green Bay Packers Kansas City Chiefs
12 Washington Redskins Denver Broncos
13 San Francisco 49ers Cincinnati Bengals
14 Seattle Seahawks Pittsburgh Steelers
15 Green Bay Packers Pittsburgh Steelers
16 Minnesota Vikings Kansas City Chiefs

PETER ALTMANN und sein Week-17-Pick:
 
CARDINALS vs. BRONCOS
 
Insgeheim spekuliere ich zwar immer noch mit Seahawks vs. Patriots, aber ich habe mich jetzt dennoch für diese Variante entschieden. Das AFC-Feld ist für mich schwer einzuordnen, vor allem weil beim einen oder anderen Team die Mannschaftsärzte die Taktik beeinflussen könnten. Kehrt die eine oder andere Schlüsselkraft zurück, ist für mich New England weiter das Maß aller Dinge. Aber der Verlust des Heimrechts wird auch den Patriots Schmerzen bereiten. Deshalb Denver. Bei Arizona war Woche 17 natürlich gar nichts und ich bin schon auf "mundafingas" Einschätzung, wie sehr Tyrann Mathieu offenbar doch fehlt, gespannt. Aber wenigstens kann man frühestens im Championship Game erneut auf die Seahawks treffen. Und zwei Mal eine derartige Demütigung? Mir fehlt der Glaube. Außerdem: Es wird Zeit für was Neues in der Super Bowl.

Week

NFC Team AFC Team
01 Seattle Seahawks New England Patriots
02 Green Bay Packers New England Patriots
03 Arizona Cardinals New England Patriots
04 New York Giants New England Patriots
05 Green Bay Packers New England Patriots
06 Green Bay Packers Pittsburgh Steelers
07 Green Bay Packers New York Jets
08 Green Bay Packers Denver Broncos
09 Carolina Panthers New England Patriots
10 Arizona Cardinals Pittsburgh Steelers
11 Seattle Seahawks Denver Broncos
12 Carolina Panthers Denver Broncos
13 Seattle Seahawks Pittsburgh Steelers
14 Carolina Panthers Pittsburgh Steelers
15 Seattle Seahawks Kansas City Chiefs
16 Arizona Cardinals New York Jets

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Posted by NFL on Sonntag, 3. Januar 2016
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