Cavaliers wollen Aufholjagd vollenden

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"Do or die" oder kurzum: Spiel 7 (Montag, 2 Uhr) der NBA-Finalserie zwischen Titelverteidiger Golden State und Cleveland.

Die Cavaliers könnten als erstes Team die Finals nach einem 1:3 noch gewinnen. LeBron James dazu: "Wir waren schon fast draußen. Spiel sieben. Die zwei besten Worte überhaupt. Ich kann es kaum erwarten."

Warriors-Coach Kerr bleibt zuversichtlich: "Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir ein Finalspiel sieben daheim bekommen, hätte ich das jederzeit angenommen."


Doch die Vorzeichen sehen nicht ganz so gut aus.

Golden State führte in der "best of seven"-Serie bereits mit 3:1 und schien durch zu sein. Aber Cleveland, angeführt vom überragenden James, glich aus. Der "Auserwählte" ("The Chosen One") geht mit breiter Brust ins Endspiel.

Curry muss drauflegen

Den Warriors hingegen machte die Niederlage in Spiel sechs offensichtlich zu schaffen. Currys emotionaler und 25.000 Dollar teurer Aussetzer, bei dem er seinen Mundschutz in Richtung Zuschauer warf, war sinnbildlich: Der Superstar spielt momentan nicht dieselbe Rolle wie vor den Finalspielen.

In der regulären Saison erzielte er im Schnitt 30 Punkte pro Spiel bei einer überragenden Trefferquote von 50 Prozent. In der Finalserie waren es bisher nur 23,5 Punkte bei 42 Prozent Erfolgsquote.

Das sind keine schlechten Werte. Aber von dem "Killer mit dem Babyface" ist man gewohnt, dass er das Spiel der Warriors entscheidend beeinflusst.

Symbolischer Block

Curry macht auch die aggressive und konzentrierte Defensive der Cavaliers zu schaffen.

Im dritten Viertel von Spiel sechs wurde es in der Arena in Cleveland in einer Szene besonders laut: Als James einen Korbleger von Curry blockte und ihm danach ein paar Worte mit auf den Weg gab.

Die Aktion hatte Symbolcharakter: James, der in der entscheidenden Phase der Serie Top-Leistungen abruft, stoppte den wertvollsten Spieler der regulären Saison.

Schmerzhafter Ausfall

Zusätzlich muss Golden State auch in Spiel sieben auf den für die Defensive so wichtigen Center Andrew Bogut verzichten, der sich im fünften Aufeinandertreffen verletzt hat. Andre Iguodala, der ebenfalls ein guter Verteidiger ist, hatte im vergangenen Spiel mit Rückenproblemen zu kämpfen.

Cleveland hat mit seinem überragenden Superstar James also alle Chancen, sich für die Finalniederlage gegen die Warriors im vergangenen Jahr zu revanchieren.

Sollte Curry aber seine Leichtigkeit wiederfinden und mit spektakulären Würfen treffen, wären die Warriors wohl kaum aufzuhalten.

Zudem spricht die Historie gegen die Cavs und James: Noch kein Team in der Geschichte der NBA-Finals konnte nach einem 1:3 noch die Serie gewinnen.

LAOLA Meins

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