NBA Finals: Cavaliers erzwingen Spiel sieben

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Die NBA Finals gehen in ein entscheidendes siebentes Spiel. Die Cleveland Cavaliers stellen in der Nacht auf Freitag mit einem beeindruckenden 115:101-Heimsieg gegen Titelverteidiger Golden State Warriors auf 3:3.

Die Cavs, nach dem ersten Viertel 31:11 voran, werden in der Nacht auf Montag in Oakland versuchen, als erstes Team in einer Finalserie ein 1:3 in ein 4:3 zu verwandeln.

In Spiel sechs überragt LeBron James mit 41 Punkten (16/27), 11 Assists, 8 Rebounds, 4 Steals und 3 Blocks.

James ist der erst fünfte Spieler der Geschichte, der innerhalb einer Finalserie zweimal in Folge mindestens 40 Punkte erzielt. Zuletzt gelang dies Shaquille O'Neal im Jahr 2000.

Stephen Curry führt die Gäste mit 30 Zählern an.

Cavs ziehen Lehrspiel auf

Bei den Warriors kehrt der zuletzt gesperrte Draymond Green anstelle des verletzten Andrew Bogut in die Starting Five zurück, Golden State beginnt also mit seiner kleinen "Death Lineup". Cleveland startet groß, mit Tristan Thompson und Kevin Love.

Letzterer geht nach nur eineinhalb Minuten mit zwei Fouls vom Feld. Das kann den unglaublichen Anfangselan der Cavs aber nicht stoppen. Inspiriert von einem fanatischen Publikum legen die Hausherren in den ersten fünf Minuten einen 8:0-Run hin. Die Warriors verzeichnen bis zu ihrem ersten Korberfolg sieben Fehlwürfe und zwei Turnovers.

Steph Curry stellt auf 5:13, muss aber nach sechs Minuten mit zwei Fouls auf die Bank. Von diesem Zeitpunkt an ziehen die Cavaliers ein sechsminütiges Lehrspiel auf. LeBron James (9 Punkte, 4 Assists im 1. Viertel), Tristan Thompson (7, 9 Rebounds), Kyrie Irving (7) und Co. verteidigen exzellent und sind im Gegenangriff nicht zu stoppen.

Kurz vor Ende des Abschnitts heißt es 31:9 - die Warriors halten bei 4/22 aus dem Feld, 0/0 Freiwürfen und vier Turnovers -, ehe der durch Rückenprobleme sichtlich beeinträchtigte Andre Iguodala zum Viertelendstand von 11:31 trifft.

Es ist dies das punkteärmste Viertel der Warriors in der gesamten Saison. Curry ist mit drei Punkten Topscorer seines Teams.



Zwischenzeitlich einstellig

Das zweite Viertel beginnt wie das erste: Kevin Love nimmt nach nur 1:17 Minuten mit einem höchst fragwürdigen dritten Foul auf der Bank Platz.

Die Warriors verkürzen den Rückstand dank Curry, Kyrie Irving zeigt erneut starke Form und schlägt zurück. Golden State zieht in der Defense an und ist nach einem 9:0-Run auf 38:46 voll im Spiel.

Die nächsten Minuten laufen aber nicht für den Titelverteidiger: Irving trifft vier Freiwürfe in Serie und Curry fasst drei Minuten vor der Pause das dritte Foul aus, bleibt aber drauf.

Harrison Barnes verwirft spielübergreifend zum zwölften Mal in Folge (diese Unserie weitet sich bis Spielende auf 0/14 aus) und James bedient zunächst Tristan Thompson per Alley-oop-Pass und scort im nächsten Fast-Break selbst zum 54:38.

Weil neben Love auch Iman Shumpert und Richard Jefferson drei Fouls auf dem Konto haben, kommt für Cleveland Dahntay Jones auf das Feld. Der selten eingesetzte Guard begeistert mit fünf Punkten und hängt Green das dritte Foul an, zur Halbzeit heißt es 59:43.

Klay Thompson dreht auf

Curry begeht früh nach Seitenwechsel sein viertes Foul und Kevin Love führt die Cavaliers zu einer 70:46-Führung.

Golden State lässt aber nicht locker, vor allem Klay Thompson läuft nach einer schwachen ersten Hälfte heiß. Dennoch liegt Cleveland dreieinhalb Minuten vor der letzten Pause 80:61 vorne.

In der Folge nehmen die Cavs aber völlig das Tempo heraus und kommen mehrmals in Folge nur zu bedrängten (Fehl-)Würfen mit Ablauf der Shot-Clock. Auf der Gegenseite scort Thompson, der 15 Punkte im dritten Viertel erzielt, ein ums andere Mal und nach einem 10:0-Run steht es zum Abschnittsende nur noch 71:80 aus Warriors-Sicht.

Spiel Heim Auswärts Termin/Score
1 WARRIORS Cavaliers 104:89
2 WARRIORS Cavaliers 110:77
3 CAVALIERS Warriors 120:90
4 Cavaliers WARRIORS 97:108
5 Warriors CAVALIERS 97:112
6 CAVALIERS Warriors 115:101
7 Warriors Cavaliers 19./20. Juni, 2 Uhr

James überragt, Curry foult aus

Herausragend: Tristan Thompson
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Dank Leandro Barbosa und Steph Curry, der nach seinem fünften Foul auf dem Parkett bleibt und den Finalserien-Rekord an Dreipunktern von Danny Green verbessert, verkürzen die Warriors auf 79:86.

James hat aber längst das Kommando übernommen, er erzielt 18 Cavaliers-Punkte in Folge und stellt auf 90:79. Nach zwei Alley-oop-Anspielen auf Tristan Thompson und einem Monster-Block gegen Curry beim Stand von 99:86 steht die Halle Kopf.

4:22 Minuten vor Ende (87:99) foult Curry nach einem fragwürdigen Pfiff erstmals seit Dezember 2013 aus, wirft seinen Mundschutz in Richtung Publikum und trifft einen Fan im Gesicht, kassiert obendrein ein Technisches Foul und wird automatisch ausgeschlossen. Der MVP entschuldigt sich bei seinem Abgang beim Zuschauer, kritisiert aber weiterhin die Refs.

Die Partie ist entschieden, die Cavs setzen sich auf 108:88 ab.

Kyrie Irving erzielt 23 Punkte, Tristan Thompson kommt auf 15 (6/6) und 16 Rebounds, J.R. Smith auf 14 und Love auf sieben in zwölf Minuten.

Für Golden State (15/39 3er) scoren neben Curry (8/20, 6/13 3er) nur Klay Thompson (25) und Barbosa (14) zweistellig. Green spielt solide (8, 10 Rebounds, 6 Assists), bleibt aber unter seinen Möglichkeiten.

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