Pöltl überzeugt bei Workout mit den Bucks

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Jakob Pöltl weiß bei seinem ersten individuellen Workout bei einem NBA-Team in der Nacht auf Donnerstag zu gefallen. Der Wiener zeigt sich beim Einzeltraining bei den Milwaukee Bucks vor den Augen von Head Coach Jason Kidd in guter körperlicher Verfassung.

"Spieler müssen in Form sein, wenn sie beim 1-gegen-0-Workout gut aussehen wollen und er war in wirklich guter Form", lobt Scouting-Direktor Billy McKinney.

Einige Experten vermuten, dass Milwaukee Pöltl an der zehnten Stelle draften wird.



Einer von vielen Österreichern in Milwaukee?

"Sie haben mir gesagt, dass ich mich gut geschlagen habe", erläutert Pöltl nach dem Probetraining gegenüber Medienvertretern. "Sie haben mir auch gesagt, dass es hart ist, 1-gegen-0 zu gehen, und dass ich nicht zu hart zu mir selbst sein soll, da man im Laufe so einer Trainingseinheit müde werde."

Der Wiener ist der einzige Spieler, den die Bucks am Mittwoch im Einzeltraining begutachten. Vor ihm absolvierte das Sextett Ryan Arcidiacona (von NCAA-Champion Villanova), Andrew Andrews (Washington), Angel Rodriguez (Miami), Wayne Selden Jr. (Kansas), Alex Poythress (Kentucky) und Jameel McKay (Iowa State) ein Gruppen-Workout.

Pöltl, der noch fünf bis sechs weitere Besuche bei NBA-Teams vor sich hat, zeigt sich beim Medientermin gut über die Stadt informiert: "Ich habe gelesen, dass Milwaukee eine große Österreicher-Community hat, das hat mich überrascht."

"Er ist nicht soft"

"Wenn wir ihn draften, wird er in den Roster passen", ist Scouting-Chef McKinney überzeugt. "Er ist absolut auf unserem Radar." Es sei aber noch schwer abzuschätzen, wer noch verfügbar sein wird, wenn die Bucks an zehnter Stelle an die Reihe kommen.

Sorgen, dass Pöltl nicht ready für die NBA sein könnte, macht sich McKinney keine. "Er wird körperlich stärker werden. Er ist nicht soft. Wenn du mit anderen Leuten über ihn sprichst, wirst du eines nicht hören und zwar, dass er soft wäre."

"Er stellt sich dem Wettbewerb. Er hat ein gutes körperliches Gerüst. Er verlangt viel von sich selbst."

Training mit Rookie of the Year

Pöltl ging mit Selbstvertrauen in sein erstes Team-Workout, da er vergangene Woche in L.A. im Training mit Rookie of the Year Karl-Anthony Towns (Minnesota Timberwolves) Erfahrungen sammeln konnte.

Der Österreicher schwärmt von dieser Einheit: "Er hat viel mit mir geredet und versucht mir zu erklären, wie es in der NBA abläuft. Er ist ein phänomenaler Spieler, also war ich froh, mich mit ihm messen zu können."

In besagtem öffentlichen Training bewies der 20-Jährige neben guter Fußarbeit auch Wurfqualitäten aus der Distanz - etwas, was er in seiner Rolle bei den Utah Utes nicht zeigen konnte und was ihm in seinem Draft-Standing helfen wird.


Hubert Schmidt

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