Superstar Durant wechselt zu den Warriors

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Erdbeben in der NBA! Superstar Kevin Durant entscheidet sich in der Free Agency zu einem Wechsel von den Oklahoma City Thunder zu den Golden State Warriors und wird Berichten zufolge für zwei Jahre und 54,3 Mio. Dollar unterschreiben. Nach einer Saison könnte der Forward aussteigen.

"Das waren die mit Abstand herausforderndsten Wochen in meiner Profi-Karriere", meint der 27-Jährige, der in der vergangenen Saison 28,2 Punkte pro Spiel erzielte, am Montag gegenüber "The Players' Tribune".

Der Hauptfokus bei seiner Entscheidungsfindung sei auf seiner Entwicklung als Spieler gelegen, so Durant. Aber auch die Entwicklung als Mann und die Möglichkeit, sich aus der Komfort-Zone in eine neue Stadt zu bewegen, habe eine große Rolle gespielt.

MVP 2014, Titel fehlt noch

Der Forward wurde 2014 zum MVP gewählt und ist siebenfacher All-Star. Durant spielte 2007/08 für die Seattle SuperSonics und wechselte daraufhin mit der Franchise nach Oklahoma.

2012 scheiterten die Thunder in den Finals trotz durchschnittlich 30,4 Punkten von Durant mit 1:4 an Miami.

Zuletzt verloren "KD", Russell Westbrook und Co. in den Conference Finals trotz 3:1-Vorsprung gegen seinen neuen Klub.

Legendäres Tandem mit Curry

Die Warriors um MVP Stephen Curry, die in der Regular Season mit einer 73:9-Bilanz Geschichte schrieben, aber in den Finals mit 3:4 gegen Cleveland unterlagen, werden nun noch stärker.

Golden State, Champion von 2015, wird den Kader umbauen müssen. Harrison Barnes, der ein 94,4-Mio.-Dollar-Angebot von Dallas annehmen wird, verlässt Oakland ebenso wie Center Andrew Bogut in Richtung Dallas. Auch Festus Ezeli wird wohl nicht gehalten, dafür aber Shaun Livingston.

Enttäuschung in OKC

Thunder-GM Sam Presti ist dankbar und enttäuscht zugleich. Durants Bedeutung als Fundament für die Franchise sei kaum adäquat in Worte zufassen.

Durant selbst meint: "Es schmerzt mich wirklich zu wissen, dass ich mit dieser Entscheidung so viele Menschen enttäuschen werde."


Alle europäischen Top-Ten-Draft-Picks der NBA-Geschichte. Jakob Pöltl ist in illustrer Gesellschaft.

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Detlef Schrempf war der erste Europäer, der unter den ersten Zehn gedraftet wurde: 1985 entschieden sich die Mavericks an Nummer 8 für den Deutschen. Er schaffte es einmal ins All-NBA Third Team, war dreimal All-Star und zweimal Sixth Man of the Year. Mit den Sonics stand er 1996 in den Finals.

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1988 wurde Rik Smits von den Pacers an Position 2 ausgewählt. Der 2,24 m große Niederländer spielte zwölf Jahre für Indiana. Der "Dunkin' Dutchman" ist einfacher All-Star und stand zum Abschluss seiner Karriere 2000 in den Finals.

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Zehn Jahre nach Smits wurde Dirk Nowitzki 1998 von den Bucks als Nr. 9 gepickt und zu den Mavericks getradet. Der Deutsche ist mittlerweile NBA-Champion, MVP, Finals-MVP, zwölffacher All-NBA-Teamer (4x First Team) und 13-facher All-Star.

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2001 drafteten die Hawks an 3. Stelle Pau Gasol, der Pick wurde an die Grizzlies getradet. Der Spanier gewann mit den Lakers zweimal den Titel, schaffte es viermal in All-NBA-Teams (2x Second, 2x Third), ist sechsfacher All-Star und war Rookie of the Year.

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Weniger glorreich ging es 2002 weiter: Die Nuggets holten Nikoloz Tskitishvili als Nr. 5. Der Georgier enttäuschte völlig und hielt sich nur vier Jahre in der NBA - bei einem Punkteschnitt von 2,9. Zuletzt spielte er im Iran.

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Darko Milicic wurde 2003 von den Pistons als Nr. 2 ausgewählt und damit vor Dwyane Wade, Carmelo Anthony und Chris Bosh. Als Rookie wurde der Serbe zwar NBA-Champ, in seinen zehn NBA-Saisonen kam er allerdings auf nur 6,0 Punkte pro Spiel.

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Ben Gordon (2004, Nr. 3, Bulls) steht stellvertretend für einige "halbe" Europäer: In London geboren, kam er noch als Säugling mit seinen jamaikanischen Eltern in die USA. Weitere Beispiele: Rony Seikaly (Libanon, wuchs in Griechenland auf), Michael Olowokandi (Nigeria, wuchs in England auf) oder aus der Frühzeit Vern Mikkelsen (Sohn eines Dänen) und Tom Meschery (Sohn von Russen).

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Andrea Bargnani ist die bislang einzige europäische Nr. 1 im Draft. Der Italiener wurde 2006 von den Raptors gepickt. Obwohl er beispielsweise 2010/11 21,4 Punkte pro Partie erzielte, konnte er seinen Top-Pick-Status nie rechtfertigen.

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2007 entschieden sich die Bulls an 9. Position für Joakim Noah. Der Triple-Staatsbürger (FRA, USA, SWE) schaffte es 2014 ins All-NBA First Team und war Defensive Player of the Year. Zudem ist der Sohn von Tennis-Legende Yannick Noah zweifacher All-Star.

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Danilo Gallinari ging 2008 als Nr. 6 an die Knicks. Der italienische Forward spielt seit einem Trade 2011, durch den Carmelo Anthony nach New York kam, für die Nuggets und erzielte in der Saison 2015/16 19,5 Punkte im Schnitt.

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2009 wählten die Timberwolves Spaniens Jungstar Ricky Rubio an 5. Stelle. Der Point Guard kam 2011 in die NBA und seither auf durchschnittlich 10,1 Punkte, 8,3 Assists und 2,2 Steals. Auf einen Playoff-Einzug wartet Rubio bislang vergeblich.

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2010 wurden gleich drei Europäer in den Top-Ten gedraftet. Den Anfang machten die Jazz mit Enes Kanter als Nr. 3. Der in der Schweiz geborene Türke wurde 2015 zu den Thunder getradet und zog heuer in die Conference Finals ein. Karriere-Schnitt: 10,7 Punkte.

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An 5. Stelle drafteten die Raptors Jonas Valanciunas. Der Litauer, neuer Teamkollege von Jakob Pöltl, war von Beginn an Starting Center, stand dreimal in den Playoffs. Der U19-WM-, U18-EM- und U16-EM-MVP hält bei Durchschnittswerten von 11,3 Punkten und 8,2 Rebounds.

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An Nr. 6 entschieden sich die Wizards für Jan Vesely. Der Tscheche kam in vier NBA-Jahren auf nur 3,6 Punkte und 3,5 Rebounds und ist mittlerweile einer der Stars bei Euroleague-Finalist Fenerbahce Ülker Istanbul.

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Alex Len ging 2013 als Nr. 5 an die Suns. In den vergangenen zwei Saisonen stand der ukranische Center in 90 Spielen in der Starting Five. 2015/16 kam er auf 9,0 Punkte und 7,6 Rebounds pro Partie.

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Kristaps Porzingis wurde 2015 von den Knicks an 4. Stelle ausgewählt. Der Lette stand in all seinen 72 Spielen in der ersten Fünf und schlug mit 14,3 Punkten, 7,3 Rebounds und 1,9 Blocks voll ein. Er gilt wegen seiner Kombination aus Größe (2,20 m), Athletik und Wurfstärke als kommender Superstar.

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Ebenfalls 2015 entschieden sich die Magic an 5. Stelle für Mario Hezonja. Der kroatische Außenspieler, U16-EM-MVP, stand in seiner ersten Saison neunmal in der Starting Five und kam in 17,9 Minuten auf 6,1 Punkte.

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Dragan Bender wurde im aktuellen Draft an 4. Stelle von den Suns gedraftet. Der in Bosnien/Herzegowina geborene Kroate spielte zuletzt bei Maccabi Tel Aviv in Israel.

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An 9. Position schließlich schrieb Jakob Pöltl österreichische Sportgeschichte. Der Wiener war der Wunschkandidat der Toronto Raptors.

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