MotoGP-Stars erwarten starke Reifenbelastung

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Das große MotoGP-Comeback in Spielberg am kommenden Wochenende wird zur Herausforderung für Mensch und Maschine.

"Die Strecke ist schneller als gedacht. Das Layout ist super. Ich mag das", meint Superstar Valentino Rossi.

Yamaha-Teamkollege und Weltmeister Jorge Lorenzo hat aber Bedenken: "Der Asphalt ist sehr griffig und aggressiv. Das ständige Beschleunigen und Bremsen belastet den Reifen stark. Vor allem im Rennen wird man mit viel Hirn fahren müssen."

"So viel Höhenunterschied!"

Marc Marquez war bei den Tests in der Steiermark zwar nicht dabei, durfte aber als Red-Bull-Pilot schon im vergangenen Herbst Eindrücke sammeln. 

"So viel Höhenunterschied wie hier haben wir nirgends", sagte der Spanier danach.

Ihn erinnern einzelne Streckenabschnitte des Ringes an andere MotoGP-Strecken. "Die ersten beiden an Austin, die beiden Linkskurven an Assen oder Jerez, die zwei letzten an Misano", so Marquez.

Für den jüngsten Champion der WM-Geschichte steht fest: "Dein Bike braucht hier gute Balance, Wheelie-Kontrolle, exzellente Bremsen und ein Fahrwerk, das präzise einlenkt. Und mehr Bodenfreiheit als auf anderen Strecken."

Diskutiert wurden auf der Formel-1-Strecke in der Obersteiermark auch einige Sturzräume, vor allem die Zielkurve.

Zielkurve wurde entschärft

Fahrer fordern vehement mehr Kiesbette statt asphaltierter Zonen, weil diese gestürzte Motorräder effektiver bremsen.

Die Motorrad-WM trägt bei der Rückkehr nach Österreich auch Trauer, nachdem Moto2-Pilot Luis Salom erst im Juni in Barcelona verunglückt ist.

Der Spanier war nach einem offenbar von einer Bodenwelle ausgelösten Sturz bei 150 km/h gegen die Air Fences und sein eigenes Motorrad gekracht und hatte sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen.

In Spielberg hat man umgehend reagiert. Weil das im Winter installierte Kiesbett zu klein ist, wurde der Kurs im Bereich der Zielkurve durch aufgemalte Kerbs enger und damit langsamer gemacht.

"Damit sollte es für die Fahrer in Ordnung sein", hofft Rennleiter Andreas Meklau.

Volles Haus nach schwach besuchter Formel 1

Unter den Fans zeichnet sich angesichts des gigantischen Zuschauer-Interesses in Spielberg ein wahres Volksfest ab.

Sechs Wochen nach der eher mager besuchten Formel 1 werden über 200.000 Zuschauer aerwartet, wenn die Stars der Zweiradszene nach vierwöchiger Sommerpause ihr zehntes Saisonrennen 2016 absolvieren

Neben den Rennen sind Zeltfeste, Musik, Party und Unterhaltung auf den Campingplätzen und vor allem im riesigen und jeden Tag bis zwei Uhr früh geöffneten MotoGP-Fan-Village angesagt. Auch das Wetter sollte passen.

 

VIDEO: So wurde bei der Formel 1 in Spielberg gefeiert!

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