Luis Salom nach Sturz in Barcelona verstorben

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Schock in der Motorrad-WM: Luis Salom ist nach einem Sturz im Moto2-Training in Barcelona verstorben.

Der 24-jährige Spanier kam in der zweiten Trainings-Session zu Sturz. Nach der Erstversorgung durch zwei Medizin-Teams wurde Salom ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht, wo er trotz aller Bemühungen der Ärzte um 16:55 Uhr seinen Verletzungen erlag.

Salom stieg 2009 in die Motorrad-WM ein. In der Moto3 konnte er neun Rennen gewinnen, in der Moto2 erreichte er 3 Podestplätze (einen in Qatar 2016).

"Am Boden zerstört durch den Verlust eines guten Freundes", trauerte der dreifache Motorrad-Weltmeister und Salom-Landsmann Dani Pedrosa via Twitter: "Wir werden immer an dich denken."

Salom ist internationalen Statistiken zufolge der 48. Tote in der Motorrad-WM seit 1949. Die Gesamtzahl der bei Motorrad-Rennen ums Leben gekommenen Fahrer ist allerdings weitaus höher.

In der MotoGP war zuletzt am 23. Oktober 2011 der Italiener Marco Simoncelli beim Großen Preis von Malaysia in Sepang tödlich verunglückt. 2010 war der Japaner Shoya Tomizawa in Misano ums Leben gekommen.

Debüt 2009

Salom war vor sieben Jahren in die Motorrad-Weltmeisterschaft eingestiegen. 2009 absolvierte er sein Debüt in der damaligen 125ccm-Kategorie.

In der Moto3 gelangen ihm 25 Podiumsplätze, neunmal hatte er sich als Sieger feiern dürfen. Vor vier Jahren hatte Salom als Zweiter den Titel in der Moto3 verpasst, im darauffolgenden Jahr hatte er es auf Rang drei im Endklassement geschafft. Seit 2014 startete er in der Moto2 und stand vor seinem 42. Rennen.

"FIM, Dorna, IRTA, RFME und der Circuit de Barcelona-Catalunya drücken der Familie, den Freunden und dem Team von Salom ihr tiefstes Mitgefühl aus", schrieb die MotoGP auf ihrer Homepage.

Auch Spaniens Fußball-Teamtormann Iker Casillas zeigte sich betroffen. "Traurige Nachricht", schrieb er bei Twitter.

GP findet statt, aber Kursänderung

Der Große Preis von Katalonien in Montmelo wird trotz des tödlichen Unfalls stattfinden. Das gaben die Veranstalter am Freitagabend bekannt. Dies geschehe auch mit Zustimmung der Familie des 24-jährigen Spaniers, hieß es in einem Statement der MotoGP.

Allerdings wurde bei einem Treffen der Sicherheitskommission beschlossen, alle weiteren Trainings, die Qualifikation und auch das Rennen auf dem Formel-1-Kurs des Circuit de Barcelona-Catalunya durchzuführen.

Das Layout war vor zwei Jahren bei offiziellen MotoGP-Übungsrunden getestet worden. Allerdings wurde es abgelehnt, weil es weniger attraktiv und herausfordernd erschien.

Textquelle: © APA/LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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