Vettel in Bahrain auch im 2. Training voran

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Auch im zweiten Training für den am Sonntag stattfindenden Grand Prix von Bahrain führt kein Weg an Sebastian Vettel vorbei.

Der deutsche Ferrari-Pilot knallt mit 1:31,310 Minuten die Bestzeit in den Asphalt. Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas (FIN) landet mit 41/1000 Sekunden Rückstand auf Platz. Der Australier Daniel Ricciardo fährt mit seinem Red Bull auf Platz drei (+0,066).

Vize-Weltmeister Lews Hamilton (GBR) kommt mit seinem Mercedes hinter Kimi Räikkönen (Ferrari) nur auf Rang fünf (+0,284).

Der dreimalige Weltmeister Hamilton war 0,284 Sekunden langsamer als Vettel, der zwischenzeitlich allerdings von einem Elektronik-Defekt gebremst worden war.

Vettel zufrieden

"Ich denke, es war sowas wie ein Kurzer", meinte der deutsche Co-WM-Spitzenreiter, der "im Großen und Ganzen" zufrieden war. "Soweit war es okay, wir müssen uns aber noch steigern. Es fühlt sich gut an, es fühlt sich aber auch an, als sei noch mehr drin", lautete Vettels Tagesresümee.

Bester Red-Bull-Pilot auf dem 5,412 km langen Bahrain International Circuit war der Australier Daniel Ricciardo als Dritter unmittelbar vor Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari.

Der 37-jährige Finne, 2007 bisher letzter Fahrer-Champion des italienischen Traditionsteams, hatte in der ersten Session am Nachmittag bei 37 Grad Celsius im Schatten seinen Boliden nach nur sechs Runden wegen eines überhitzten Turboladers abstellen müssen.

Vorwürfe gegen Ferrari

Die Freude über die Topzeiten von Vettel hielt sich deshalb bei Ferrari in Grenzen. Außerdem sah sich die Scuderia aus Maranello mit Vorwürfen der Konkurrenz konfrontiert, der die angeblich "flexible" Aerodynamik des SF70H-Boliden ein Dorn im Auge ist.

So sollen sich bei den roten Rennern von Vettel und Räikkönen während der Fahrt Unterboden, Heckflügel und Diffusor absenken und für eine bessere Straßenlage sowie höhere Kurvengeschwindigkeit sorgen.

Deshalb hat auch Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko in einem ORF-Interview am Rande des Bahrain-Trainings gefordert, dass die Inspektoren des Internationalen Automobilverbandes (FIA) den Ferrari - vor allem punkto Steifigkeit des Unterbodens - nochmals einer eingehenden Reglement-Überprüfung unterziehen sollten.

Helmut Marko sprach von "sehr, sehr belastenden Bildern, wo ja nicht nur der Unterboden, sondern auch andere Teile viel Flexibilität gezeigt haben. Schauen wir einmal, wie die FIA reagiert. Aber es wäre schade, wenn Ferrari nur dadurch vorn wäre", meinte der 73-jährige Steirer.

Ferrari-Star Sebastian Vettel wurde nach dem Training darauf angesprochen und zeigte sich überrascht. "Das höre ich das erste Mal. Ich glaube, wenn man vorne ist, wird es immer irgendwas geben, was den Leuten nicht schmeckt. Deswegen, glaube ich, ist es eher ein Kompliment", sagte der 29-jährige Deutsche dem ORF.

 

Textquelle: © LAOLA1.at

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