Dank Schumacher zum Rennfahrer gereift

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Im siebenten Jahr ist Nico Rosberg mittlerweile für Mercedes unterwegs.

Eines kann der Deutsche sicher behaupten: Er misst sich mit den Allerbesten. Zuerst Michael Schumacher, dann Lewis Hamilton. Leicht ist das in vielerlei Hinsicht nicht. Der eine hatte sieben Titel, der andere hat drei, Rosberg noch gar keinen. Eine Karriere-Gratwanderung, die Rosberg entscheidend prägte.

"Ich glaube, durch Michael bin ich ein richtiger, kompletter Rennfahrer geworden", sagt Rosberg in der "Bild"-Zeitung.

"Ich durfte drei Jahre mit und neben ihm im Mercedes-Team fahren. Und ich muss heute sagen: Ich habe unglaublich viel von ihm lernen können."

Und doch sei es zunächst ein "Schock" gewesen, als er die Nachricht erhalten habe, wer sein Teamkollege werden würde.

"Fertig. Karriere-Ende. Aus."

55 Jahre hatte es kein Mercedes-Werksteam in der Formel 1 gegeben. Dann bereiteten die Verantwortlichen die Rückkehr der berühmten Silberpfeile vor. Rosberg unterschrieb im Glauben und in der Hoffnung, im deutschen Rennstall der deutsche Star zu sein.

Denn aber entschied sich Michael Schumacher zum Comeback. "Da stehst du erst mal da und bist platt. Du weißt, wenn du gegen den verlierst, einen 41-Jährigen, auch wenn er siebenmal Weltmeister war, bist du weg vom Fenster", berichtete Rosberg. "Dann kannst du einpacken. Fertig. Karriere-Ende. Aus."

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Nico Rosberg zieht in Hockenheim alle Blicke auf sich.

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Der Deutsche sichert sich bei seinem Heim-GP die Pole Position.

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Rosberg meisterte die schwierige Situation. Er holte in jedem der gemeinsamen drei Jahre mehr Punkte als Schumacher, stand nach jeder Saison im Klassement vor dem 91-maligen Grand-Prix-Gewinner.

Psycho Tricks vom siebenfachen Weltmeister

Rosberg war in China 2012 auch der erste Sieg für Mercedes nach der Rückkehr vergönnt. Schumacher konnte in seinem zweiten Karriere-Abschnitt nicht mehr gewinnen.

Von den drei Jahren zehrt Rosberg in vielerlei Hinsicht heute noch. Er habe viele positive Dinge mitnehmen können.

"Und auch den einen oder anderen hilfreichen Psycho-Trick", sagte Rosberg.

Ob es nun unbedingt das Besetzthalten der Toilette ist, wie es Schumacher nach Rosbergs Erzählung einmal machte, führte er nicht weiter aus. Im Kampf gegen Hamilton dürften einige Mittel aber gerade recht sein.


Der Brite ist Schumachers Nachfolger bei Mercedes. Er kam zur Saison 2013, brauchte ein wenig Eingewöhnungszeit - und schlug Rosberg 2014 und 2015.

Steht Rosberg, der akribische Arbeiter und Detailsucher doch wieder nur im Schatten eines Teamkollegen? Ausgerechnet vor Rosbergs Heimrennen auf dem Hockenheimring entriss der Bauchfahrer Hamilton diesem die WM-Führung.

Dank fünf Siegen in den vergangenen sechs WM-Läufen.

Hamilton hat Prost im Visier

"Ich habe in den vergangenen Rennen eine gute Welle erwischt", erzählte Hamilton auf dem Kurs in Nordbaden.

"Hoffentlich setzt sich diese Welle an diesem Wochenende noch fort", betonte der 48-malige Grand-Prix-Gewinner. Nur noch drei Erfolge fehlen Hamilton, um mit Alain Prost in der ewigen Siegerliste der Formel 1 gleichzuziehen.

Mit 52 Siegen wäre er alleiniger Zweiter hinter Michael Schumacher. Es liegt an Rosberg, dies vorerst zu verhindern. Mit der Pole Position am Samstag in Hockenheim legte er dafür bereits einen ersten Grundstein.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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