Red Bull stellt sich auf "lange Wartezeit" ein

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Red Bull Racing war in Barcelona hinter Mercedes und Ferrari eindeutig dritte Kraft - das allerdings im Niemandsland.

"Das Rennen war ein ziemlich einsames", befindet Daniel Ricciardo. Dem Drittplatzierten fehlten 76 Sekunden auf den Sieger, von der erhofften Augenhöhe keine Spur.

"Ich hatte keine richtigen Kämpfe, und mein Rennen war mehr, den Rhythmus und die Konzentration aufrecht zu erhalten", so der als Einziger nicht von Lewis Hamilton und Sebastian Vettel überrundete Australier.

Im Training und Qualifying hat der durch ein wirkungsvolles Update-Paket aufgefrischte Red Bull den Rückstand auf die Top-Teams auf wenige Zehntel verkürzen können - in Sochi war man noch über eine Sekunde zurückgelegen.

Eigentlich läuft alles besser 

"Das Auto ist überall verbessert", betont Max Verstappen, der sich am Sonntag bei seinem Zusammenstoß mit Kimi Räikkönen in der ersten Runde eine kaputte Radaufhängung einhandelte. "Es hat eine bessere Balance vom Eingang bis zum Ende der Kurve. Es ist viel stabiler, man kann viel mehr attackieren."


Der RB13 nochmal in voller Pracht:

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Im Rennen zeigte sich aber die Unterlegenheit des RB13 im Vergleich mit den Autos davor recht deutlich. "Wir müssen verstehen, wie wir den Abstand zu Ferrari und Mercedes weiter verringern können", fordert Ricciardo daher nach dem zweiten Podium für Red Bull im Jahr 2017.

"Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, sie irgendwann einzuholen. Es wird vielleicht etwas länger dauern, als wir gehofft haben, aber wir werden dorthin kommen."

Manchmal hat man Glück, und manchmal nicht 

Auch Verstappen gibt sich zuversichtlich. "Wir müssen einfach weiterarbeiten, um mehr Abtrieb zu bekommen", sagt der 19-jährige Niederländer, der vor exakt einem Jahr seinen ersten Sieg in der Formel 1 gefeiert hat - als jüngster Pilot aller Zeiten.

Seinen Ausfall steckte Verstappen relativ gut weg. "Manchmal hat man ein bisschen Glück, so wie letztes Jahr, und manchmal nicht, wie wir dieses Jahr sehen können."

Weitere neue Teile sind bereits für Monaco (26.-28.5.) angekündigt. "Das wird uns hoffentlich weiter nach vorne bringen, und auf der Strecke dort kann alles passieren", lautet die Einschätzung von Ricciardo.

Die neue Motorstufe von Renault, von der sich die Red-Bull-Verantwortlichen einen entscheidenden Sprung nach vorne erhoffen, werde aber erst später fertig als ursprünglich angekündigt. "Es wird nicht Kanada sein, dass wissen wir schon", verrät Berater Helmut Marko.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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