Rätselraten um Ferraris Motoren-Probleme

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Bei Ferrari hält sich die Freude nach dem GP von Bahrain trotz des zweiten Platzes von Kimi Räikkönen in Grenzen.

Wie beim Auftakt in Australien hat man mit Antriebs-Problemen zu kämpfen. Traf es in Melbourne noch Räikkönen, rollte diesmal Sebastian Vettel mit qualmendem Heck in der Aufwärmrunde aus.

"Höchstwahrscheinlich war es das Ventil oder die Einspritzung. Das hat nichts mit dem Motor zu tun", will Teamchef Maurizio Arrivabene bei "SkySports F1" nicht von einem gravierenden Problem sprechen.

Werden Probleme kleingeredet?

Die Statements der Verantwortlichen nach dem zweiten Saisonrennen geben nicht viel Aufschluss über die Tragweite des Problems.

"Wir haben alle Rauch gesehen und Sebastian hat über den Verlust von Leistung geklagt. In der Telemetrie haben wir nichts Offensichtliches gesehen", meinte Chefingenieur Jock Clear.

Der Motor der stolzen Italiener gilt als heilig und jede Kritik daran ist verpönt. Mediale Bedenken an der Konstruktion aus Maranello werden aber immer lauter.

"Viel Arbeit vor uns"

Bereits während der Saison-Vorbereitung tauchten Fragezeichen in puncto Zuverlässigkeit des Antriebs auf. Von ernsthaften Problemen wollte Ferrari damals nichts wissen.

In Melbourne war allerdings nicht zu übersehen, wie Räikkönens Turbolader durchbrannte.

"Ich hatte ein Problem im letzten Rennen, bei Seb ist hier etwas passiert. Das ist nicht ideal, aber ich habe gesagt, dass wir noch Arbeit vor uns haben", erklärte der "Iceman", der in Bahrain bereits zum siebenten Mal auf das Podest fuhr.

Bei der Konstruktion des Motors ist man offensichtlich sehr viel Risiko eingegangen. Wie "auto-motor-und-sport.de" berichtet, soll das neue Aggregat bis zu acht Zehntel an Rundenzeit bringen - wenn es funktioniert.

Aggressive Bauweise - Besserung in Barcelona?

Das Team kämpfe damit, mit maximalem Boost zu fahren und dabei gleichzeitig auch noch elektrische Ladung zu speichern. Derzeit sei die volle Power nur auf einzelnen Runden und nicht konstant abrufbar.

Man hofft, das Turbolader-Problem bis zum Europa-Auftakt in Barcelona (15. Mai) lösen zu können. Dann werden neue Teile erwartet. Spekuliert wird damit, dass Ferrari dann noch einmal eine halbe Sekunde gut machen könnte. Allerdings sei das Thema sehr komplex.

Vorerst spürt Mercedes den Atem der roten Konkurrenz noch nicht im Nacken. "Ich bin nicht eine Runde im Rennen voll gefahren. Nach der ersten Runde reichte es, den Vorsprung zu kontrollieren", meinte Rennsieger Nico Rosberg.

Allerdings ist der WM-Leader gewarnt: "Ferrari hat noch nicht gezeigt, was sie wirklich können. Wir müssen wachsam bleiben."

 

Andreas Terler

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